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Mi, 15. Juni 2016, 08:05

Software::Grafik

VR-Brillen: Razer und Sensics stellen HDK2 vor

Razer und Sensics, Mitgründer und Organisatoren der Open Source Virtual Reality (OSVR), haben die E3 2016 genutzt, um die neuste Version ihres VR-Headsets vorzustellen - den Hacker Dev Kit 2 (HDK2). Das Gerät ist mit verbesserten Displays ausgestattet, welche unter anderem die gleichen Spezifikationen wie die Oculus Rift und das HTC Vive besitzen.

osvr.org

Mit dem neuen VR-Headset HDK2 präsentiert der Computerkomponentenhersteller »Razer« und der VR-Display-Spezialist »Sensics« eine neue, verbesserte Version des OSVR Hacker Dev Kits 1.4, das nun vor allem in Hinsicht auf die Auflösung und Funktionalität verbessert wurde. So ist das HDK 2 mit einem eigenen Linsensystem ausgestattet, das eine, im Vergleich zum Vorgänger, verbesserte Farbdarstellung verspricht. Ebenso besitzt das HDK 2 ein doppeltes OLED-Display mit einer Gesamtauflösung von nun 2160x1200 Pixeln, das Bilder mit 90Hz und geringer Persistenz darstellt. Zusätzlich verfügt das Headmounted Display über die IQE (Image Quality Enhancer) Technologie, die laut Aussage des Herstellers den Screen-Door-Effekt reduzieren soll. Ebenso mit dabei für Brillenträger - Ein integrierter Diopter, der Sehschwächen zwischen +4.5 bis -2 Dioptrien ausgleichen können soll.

Mit der Wiedergabe der Inhalte mit bis zu 90 Einzelbildern pro Sekunde ist die Hardware des HDK 2 dem entsprechend jetzt auch vergleichbar mit der von HTC Vive und Oculus Rift. Das Sichtfeld wird auch bei HDK 2 mit 110 Grad angegeben und liegt rein nach den Zahlen etwas über dem von Oculus Rift und gleich mit HTC Vive. 3D-Controller liegen dem Gerät nicht bei, sollen aber von Drittherstellern bereitgestellt werden können. Als Sensoren kommt ein Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Magnetometer zum Einsatz. Das Positional Tracking erfolgt mittels einer Infrarotkamera. Die Mindestvoraussetzungen sind eine Nvidia GeForce GTX 970 oder eine Radeon R9 280 und mindestens eine Intel Core i5-4590 CPU. Der Preis des kompletten Kits liegt bei 399 US-Dollar und die Auslieferung soll ab Juli erfolgen. Die Version 1.4 ist zudem weiterhin zu einem Preis von 299 US-Dollar erhältlich.

Eine Besonderheit von HDK 2 stellt die hinter dem Produkt stehende Plattform dar, die sich selbst Open Source Virtual Reality (OSVR) nennt und die durch die Initiatoren wahlweise als »Plattform« oder »Bewegung« bezeichnet wird. Ihr erklärtes Ziel ist es, »verbesserte Kompatibilität und freie Hardware-Wahl für jeden, der VR genießen möchte« zu gewährleisten. Unterstützt von diversen Unternehmen vereinigt OSVR deshalb Firmen und Entwickler auf einer einzigen Plattform, die wiederum verschiedene Hardware unterstützen und offen für Verbesserungen sein will.

Fotostrecke: 4 Bilder

HDK2
HDK 2 Spezifikation
The Hum: Abductions von Totwise Studios
Das momentane Resultat ist eine Soft- und Hardware-Plattform, die zumindest offen vorangetrieben und die durch verschiedene Unternehmen und Einrichtungen unterstützt wird. Laut Angaben auf der Projektseite konnte das Projekt mittlerweile über 250 industrielle und knapp 60 akademische Partner für eine Zusammenarbeit gewinnen. Noch handelt es sich bei den gelisteten Unternehmen allerdings weitgehend um kleine Indie-Softwareschmieden. Immerhin gehören wohl auch der VR-Hersteller Vuzix und der Spieleproduzent Ubisoft zu den Industriepartnern, mit denen OSVR zumindest kooperiert. Doch auch die Hauptsponsoren Razer und Sensics unterstützen OSVR nach Kräften. So will beispielsweise Razer für neue VR-Inhalte und Technologien einen Fördertopf im Wert von über fünf Millionen US-Dollar installieren. Entwickler können sich mit eigenen Projekten bewerben und werden bei Gefallen finanziell unterstützt.

Ob sich OSVR gegen die Konkurrenz behaupten wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt kaum vorausgesagt werden. Ferner steht noch in den Sternen, wie offen die Architektur künftig sein wird und ob »Open Source Virtual Reality« tatsächlich so offen sein wird, wie der Name und die ersten Entwicklungen es suggerieren. Einen Vorteil hat OSVR allerdings aus Sicht von Linux-Nutzern bereits jetzt schon – im Gegensatz zu HTC Vive und Oculus Rift unterstützt OSVR bereits von Anfang an das freie Betriebssystem.

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