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Mi, 15. Juni 2016, 10:23

Software::Systemverwaltung

Canonical will Snap zum universellen Paketsystem machen

Das Snap-Paketformat soll, wenn es nach Canonical geht, zum universellen Paketsystem werden, um eine als Snap gepackte Anwendung unter jeder Linux-Distribution nutzen zu können.

Mark Shuttleworth

Mark Shuttleworth, Canonical

Mark Shuttleworth

Am Anfang war Snappy Ubuntu Core. Damit will Canonical das Internet der Dinge erobern und hat bereits einigen Erfolg. Router und Switche sowie Drohnen und andere Geräte des IoT laufen mit der Snap-basierten Variante von Ubuntu. Relativ früh war auch klar, dass Snaps nicht auf das IoT und die Ubuntu-Phone-Plattform beschränkt bleiben, sondern auch als Alternative auf den Desktop sollten. Mit Ubuntu 16.04 war es so weit; die aktuelle Version von Ubuntu kann mit Snaps umgehen und diese neben dem herkömmlichen DEB-Format verwalten. Damit war auch eine Grundvoraussetzung für die von Canonical vorangetriebene Konvergenz zwischen verschiedenen Plattformen auf der gleichen Codebasis gegeben.

In einer Verlautbarung teilte Canonical nun mit, eine Reihe von Firmen, Projekten und Vertreter von Distributionen arbeiteten zusammen auf der Plattform snapcraft.io daran, Snaps zum universellen Paketformat zu machen, das »eine einzige Binärdatei befähigt, perfekt und sicher auf jedem Linux-Desktop, auf Servern, in der Cloud und im IoT zu laufen«.

Die Ankündigung führt Dell, Samsung, die Linux Foundation, The Document Foundation, Krita, Mycroft, Horizon Computing sowie Mitwirkende von Arch, Debian, OpenWrt, Ubuntu und verwandten Distributionen als Teilnehmer auf. Snaps seien zudem mittlerweile auf Arch, Debian, Fedora, Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu GNOME, Ubuntu Kylin, Ubuntu MATE, Ubuntu Unity und Xubuntu nativ verfügbar und würden unter CentOS, Elementary, Gentoo, Mint, OpenSUSE, OpenWrt und RHEL auf ihre Eignung geprüft. Zumindest die Zusammenarbeit mit Distributionsvertretern scheint jedoch noch einen inoffiziellen Charakter zu haben.

Snaps sind vom Prinzip her ähnlich wie das von GNOME propagierte Flatpak-Format, das unter dem Namen XDG-Apps entwickelt wurde. Einen direkten Vergleich zwischen beiden Formaten erlaubt LibreOffice 5.2 Beta, das als Snap und als Flatpak vorliegt. Während das Snap etwas mehr als ein GByte groß ist, begnügt sich das Flatpak mit rund 160 MByte. Allerdings muss für Flatpaks einmalig eine Laufzeitumgebung mit rund 200 MByte installiert werden, die bereits einen Bestand an Kernbibliotheken mitbringt, sodass nicht jedes Flatpak alle Bibliotheken mitbringen muss. Unter Debian Unstable kann man das Snap testen, indem man das Paket snapd installiert, dass seinerseits das Paket ubuntu-core-launcher nachzieht.

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Kommentare (Insgesamt: 25 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Weiterführender Stoff (peterchen, Fr, 17. Juni 2016)
Re[5]: hahahahaha (___#, Do, 16. Juni 2016)
Re[5]: hahahahaha (Hiob, Do, 16. Juni 2016)
Re[3]: hahahahaha (Janka, Do, 16. Juni 2016)
Re[3]: Das würde Linux einen Schub geben (Pete, Do, 16. Juni 2016)
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