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Mo, 20. Juni 2016, 10:32

Software::Desktop::KDE

Randa Meeting: Entwickler ziehen positive Bilanz

Letzte Woche trafen sich knapp 40 KDE-Entwickler in Randa zum jährlich größten KDE-Entwicklersprint. Die Resultate können sich dabei sehen lassen. Etliche populäre Anwendungen stehen kurz vor ihrer ersten auf Qt 5 basierenden Veröffentlichung für Windows oder MacOS.

Randa Meeting 2016

kde.org

Randa Meeting 2016

Unter dem Motto »KDE Technology on Every Device« trafen sich vom 12. bis zum 19. Juni ca. 40 KDE-Entwickler in Randa (Schweiz) zum jährlich größten KDE-Entwicklersprint. Der Arbeitsschwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung und Bündelung der verschiedenen Cross-Plattform Aktivitäten für KDE-Anwendungen sowie der allgemeinen Qualitätsverbesserung zahlreicher Applikationen. Nach dem Treffen steht laut Aussage des Teams nun »eine klare Strategie für die Unterstützung von Windows, MacOS und Android« fest.

Laut Aussage des KDE-Teams werden Windows und MacOS als Plattform für KDE-Anwendungen bereits seit einigen Jahren von der KDE-Gemeinschaft unterstützt. Seit der Umstellung auf Qt 5 und der Aufteilung der monolithischen KDE-Bibliotheken in einen Verbund von lösungsorientierten Komponenten (KDE Frameworks 5) bieten sich jedoch neue Möglichkeiten, Anwendungen für Windows bereitzustellen. Dabei ist das gesetzte Ziel, Applikationen natürlich in die jeweiligen Ökosysteme einzupassen. Bei der Portierung auf diese Plattformen treten jedoch Hürden auf, die - im Vergleich zu Linux-Systemen - auf eine andere Weise überwunden werden müssen. Beispielsweise existiert das Konzept von Freedesktop-Icon-Themes auf Windows nicht; stattdessen muss jede Anwendung die benötigten Icons selbst aus dem Icon-Theme extrahieren und bereitstellen. Ebenso wurden Strategien zu Themen wie Übersetzungen, Interprozesskommunikation und Bereitstellung von Hilfeseiten auf den verschiedenen Plattformen diskutiert. Zu diesen Problemen wurden auf dem Entwicklertreffen technische Lösungen erarbeitet, welche im Laufe des Jahres in Anwendungen für Windows und MacOS einfließen sollen.

Knapp knapp 40 KDE-Entwickler trafen sich in diesem Jahr in Randa, um aktuelle Themen zu anzugehen.

kde.org

Knapp knapp 40 KDE-Entwickler trafen sich in diesem Jahr in Randa, um aktuelle Themen zu anzugehen.

An dem Treffen in Randa haben Entwickler zahlreicher KDE-Applikationen teilgenommen. Prominent zu nennen sind etwa KDevelop, Kate, Marble, KMyMoney oder Kdenlive. Die Teams all dieser Applikationen planen, noch im Laufe des Jahres stabile Windows-Versionen und teilweise auch MacOS-Versionen zu veröffentlichen. Hierzu fanden neben der reinen Softwareentwicklung auch umfangreiche Abstimmungen zur Integration von Windows und MacOS in die Continuous Integration-Systeme statt. Aufbauend auf Erfahrungen aus der Windows- und MacOS Portierung wurde auch an der Portierung von KDE-Anwendungen auf Android gearbeitet. Als Ergebnis wird Android aktuell als weitere unterstützte Plattform für zahlreiche KDE Frameworks vorbereitet und ebenso in die Continuous-Integration Systeme integriert.

Doch nicht nur neue Themen fanden Einzug in die Arbeit des Teams. Auch das Korrigieren von Fehlern und Einarbeiten von Verbesserungen stand auf dem Plan. Ein kurioses Beispiel dafür ist der Fehler #64754, der initial im Jahre 2003 eingetragen und nun knapp 13 Jahre später nun im Zuge des Treffens durch David Faure angegangen und korrigiert werden konnte.

Das aktuelle Entwicklertreffen »Randa Meetings« ist das größte jährlich vom KDE-Projekt organisierte Entwicklertreffen. Regelmäßig treffen sich hier 40 bis 50 KDE-Entwickler, um sieben Tage lang in den Schweizer Alpen KDE-Technologie für die Anforderungen der Zukunft zu rüsten und gemeinsam an aktuellen und zukünftigen Themen für das Projekt zu arbeiten. Diese Treffen werden zum einen vom gemeinnützigen KDE e.V. und dem Schweizer Verein »Randa Meetings« unterstützt, bauen aber gleichzeitig stark auf Spendenunterstützung aus der KDE Community und von KDE Nutzern auf. (Andreas Cord-Landwehr/Mirko Lindner)

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