Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 29. Juni 2016, 14:05

Gesellschaft::Politik/Recht

GitHub-Transparenzbericht für 2015 erschienen

GitHub hat zum zweiten Mal einen jährlichen Transparenzbericht veröffentlicht. In diesem kann man nachlesen, wie oft Regierungs- und Strafverfolgungsbehörden die Herausgabe privater Daten der Nutzer oder die Entfernung von Inhalten forderten und wie oft diesen stattgegeben wurde.

GitHub

Der Transparenzbericht 2015 gibt an, dass GitHub insgesamt zwölf Anfragen zur Herausgabe persönlicher Informationen in Form von strafbewehrten rechtlichen Anordnungen erhielt, zwei mehr als 2014. Solche Anfragen bedürfen keiner Zustimmung eines Richters. Während GitHub diese Zahl als gering bewertet, stieg zugleich aber der Anteil der Anfragen, die es dem Unternehmen verboten, die betroffenen Benutzer zu informieren. Mit sieben solcher Anfragen gegenüber vier im Vorjahr wurde die Marke von 50% überschritten. GitHub schlüsselt die Anfragen weiter nach Herkunft auf.

Im Gegensatz zu normalen Anfragen darf über » National Security Orders« der USA wenig gesagt werden. Die einzige Auskunft zu diesen fragwürdigen Maßnahmen, deren Verfassungsmäßigkeit nun vor Gericht angefochten wird, ist, dass GitHub zwischen 0 und 249 dieser Anordnungen erhalten hat.

Während 2014 drei Forderungen von ausländischen Regierungen eintrudelten, Inhalte zu löschen, alle aus Russland, war es 2015 nur eine, ebenfalls aus Russland. Solche Anforderungen werden laut GitHub immer publiziert und die Inhaber der betroffenen Repositorien werden informiert. 2015 wurden laut GitHub keine Inhalte auf Anfrage ausländischer Regierungen gesperrt.

Zahlreiche Löschungen gab es aber auch 2015, viele davon aufgrund von vermuteten Copyright-Verletzungen nach dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Die Zahl der Löschungen erreichte mit 505 durch DMCA-Anforderungen und 62 durch Projektinhaber selbst einen neuen Höchststand, fast doppelt so hoch wie 2014. Selbst wenn man die geänderte Zählweise von GitHub bezüglich geklonter Repositorien berücksichtigt, war das eine signifikante Erhöhung. Alle DMCA-Anfragen werden nach der Entfernung persönlicher Informationen in voller Länge in einem eigenen Repositorium veröffentlicht. Die Inhaber der betroffenen Projekte werden über die Sperrung oder Entfernung ihres Codes vorab informiert.

Fast drei Viertel der von Löschung betroffenen Repositorien, 5834, entfielen auf den September 2015. Grund waren eine oder mehrere Massen-Anfragen, die jeweils viele Repositorien betreffen. Laut GitHub waren 92% aller Löschungen durch solche Massen-Anfragen oder häufig anfragende Organisationen veranlasst. Sie gehen auf das Konto von weniger als 20 Einsendern. Fast alle der gelöschten Repositorien blieben gelöscht; nur einige wenige wurden wieder hergestellt.

Eine Schlussfolgerung will GitHub aus den vorliegenden Statistiken nicht ziehen. Der Transparenzbericht soll aber im nächsten Jahr wieder erscheinen und möglicherweise verbesserte und verfeinerte Statistiken bringen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung