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Mo, 4. Juli 2016, 13:18

Software::Browser

Mozilla startet mit Servo-Testversionen

Mozilla stellt ab sofort täglich generierte Versionen eines Webbrowsers bereit, die auf der neuen Engine Servo beruhen. Bis zu einer brauchbaren Version scheint es aber noch ein weiter Weg zu sein.

Webseite von Servo in Servo dargestellt

Servo-Projekt

Webseite von Servo in Servo dargestellt

Seit mindestens vier Jahren arbeitet Mozilla an Servo, einer neuen modernen Browser-Engine, die die bisherige Engine Gecko ablösen soll. Servo ist in Rust geschrieben und die erste ernstzunehmende Anwendung in dieser von Mozilla gestarteten Sprache. Rust konkurriert unter anderem mit Go von Google und Swift von Apple als Systemprogrammiersprache der Zukunft. Laut Mozilla ist Rust äußerst schnell, verhindert fehlerhafte Speicherzugriffe und bietet Thread-Sicherheit.

Servo soll die Vorteile von Rust ausnutzen und zusätzlich fast alles parallelisieren können, um Mehrkernprozessoren besser auszunutzen. Ab sofort steht ein mit Servo erstellter Webbrowser, der täglich aus dem aktuellen Code generiert wird, zum Testen bereit - anfänglich für Linux und Mac OS X, Android und Windows sollen später hinzukommen.

Die Binärpakete richten sich an Entwickler, die Servo testen und Feedback geben möchten. Sie sollen nicht für sicherheitskritische Webseiten wie Online-Banking verwendet werden. Dieser Hinweis erscheint allerdings überflüssig, da der Browser ohnehin kaum in der Lage ist, eine moderne Webseite korrekt darzustellen. Dazu fehlen offenbar noch zu viele Funktionen, die die aktuellen Webstandards fordern. Die simple Oberfläche wurde komplett mit Webtechnologien erstellt. Sie bietet noch wenige Funktionen, die wichtigsten sollen allerdings vorhanden sein, und der Browser soll trotz aller Darstellungsfehler stabil laufen.

Wie Mozilla schon im März bekannt gab, soll Servo später testweise auch die täglichen Binärpakete von Firefox integriert werden. Die Umstellung auf Servo dürfte nicht auf einen Schlag, sondern inkrementell stattfinden. So soll auch weiter untersucht werden, ob ein eigener Servo-Browser, etwa für Android, in Frage kommt.

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