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Mi, 6. Juli 2016, 09:36

Software::Distributionen::Ubuntu

Libertine ermöglicht in Ubuntu X11-Debian-Pakete unter Unity 8

Das Projekt Libertine will herkömmliche Deb-Pakete künftig unter Unity 8 und dem Display-Server Mir abgesichert laufen lassen.

Canonical

Unity 8 ist für Canonical neben dem Display-Server Mir und dem Paketformat Snap ein Bestandteil des Konzepts der Konvergenz, das es erlauben soll, Ubuntu auf der gleichen Codebasis auf verschiedensten Geräten vom eingebetteten Gerät des Internets der Dinge bis zum Mainframe laufen zu lassen. Dabei soll etwa ein Smartphone nach Anschluss eines externen Displays und entsprechender Eingabegeräte zum vollständigen Desktop mutieren.

Dieses Konzept beinhaltet zwar als eine der Grundlagen das neue Paketformat Snap, das Entwicklungsteam von Unity 8 unter Stephen M. Webb hat mit Libertine nun einen Weg gefunden, künftig auch X11-Applikationen als Debs unter Unitiy 8 und Mir abgesichert laufen zu lassen. Dabei läuft die X11-Anwendung als herkömmliches DEB-Paket in einem Container in einer Umgebung, die ein ansonsten nur lesbares Dateisystem voraussetzt.

In dem Container laufen ein minimales Ubuntu-System und eine XMir-Instanz. Bei Letzterer handelt es sich um einen herkömmlichen X-Server, der seine Ausgaben auf eine Mir-Oberfläche zeichnet. Damit der Start von Apps in einer solchen gemischten Umgebung funktioniert, kommt der Ubuntu Application Launcher (UAL) zum Zug. Der UAL entscheidet dann, ob es sich um eine native Anwendung, ein Snap oder eine Libertine-Anwendung handelt und leitet die nötigen Schritte zum Start ein.

Im Fall einer Libertine-Anwendung wird der XMir-Server gestartet und die Libertine-Tools erstellen den Container und binden benötigte Geräte, Dienste und Dateien ein. Dabei wird aus Gründen der Sicherheit für jede Applikation ein eigener XMir-Prozess verwendet. Datenaustausch in Form von Cut-and-Paste oder Drag-and-Drop wird dabei über einen vermittelnden Content-Hub geleitet, der die Korrektheit der übertragenen Daten attestiert.

Das Libertine-Projekt besteht aus einer Werkzeugsammlung, die unter anderem eine Kommandozeilenanwendung, eine GUI und Scopes zur Suche nach lokal installierten sowie zur Installation von weiteren Libertine-Anwendungen beinhaltet.

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