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Di, 26. Juli 2016, 14:17

Software::Virtualisierung

OpenVZ 7.0 erschienen

Die Vereinheitlichung von OpenVZ und Virtuozzo, der freien und der kommerziellen Ausgabe der Virtualisierungsplattform, ist mit der jetzt erfolgten Freigabe der Version 7.0 weitgehend abgeschlossen. OpenVZ 7.0 ist jetzt eine eigenständige Linux-Distribution für die Virtualisierung.

Mirko Lindner

Über ein Jahr nach der ersten Testversion der Container-basierten Virtualisierung OpenVZ/Virtuozzo 7 steht jetzt die offizielle Version bereit. Sie ist das Resultat der seit Dezember 2014 laufenden Vereinigung des freien OpenVZ mit den vormals proprietären Erweiterungen von Virtuozzo. OpenVZ kann frei heruntergeladen und genutzt werden.

Schon Ende 2014 hatte Virtuozzo Virtuozzo Core angekündigt, eine Zusammenlegung der beiden Container-Virtualisierungslösungen OpenVZ und Virtuozzo. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das freie OpenVZ und das proprietäre Virtuozzo weit auseinandergedriftet waren und die Pflege beider Produkte für die Firma zu aufwendig wurde. Im ersten Schritt wurden daher Ende Dezember 2014 die Quellen des Kernels von Virtuozzo veröffentlicht.

In einem zweiten Schritt hatte Virtuozzo im Juni 2015 den Quellcode der Virtuozzo-Verwaltungsprogramme freigegeben, gefolgt von der ersten Testversion von OpenVZ/Virtuozzo 7. Jetzt wurde die öffizielle Version von OpenVZ 7.0 veröffentlicht. Laut der Ankündigung ist OpenVZ 7.0 eine angepasste und spezialisierte Version von CentOS 7, also anders als früher eine vollständige Distribution. Sie verwendet den Kernel 3.10 von Red Hat Enterprise Linux 7 mit Erweiterungen. Auch der Hypervisor KVM ist enthalten und wird unterstützt, was das immer häufiger auftretende Szenario von Containern in virtuellen Maschinen optimiert. Daher stellt OpenVZ 7.0 auch Kommandos zur vereinheitlichten Verwaltung von Containern und virtuellen Maschinen bereit. Unter anderem ist auch die Verwaltung mit virt-manager oder virsh über libvirt möglich.

Die Disk-Images der virtuellen Maschinen werden im QCOW2-Format gespeichert. Für Container und virtuellen Maschinen können garantierte Mindest-Speichergrößen definiert werden. Speicher lässt sich per Hotplug hinzufügen oder herausnehmen. Die laufende Verwaltung erledigt der eigene vereinheitlichte Speicher-Manager VCMMD, der Kernel Same-Page Merging (KSM) und Memory Control Groups (memcg) nutzt.

Die Live-Migration von Containern mittels CRIU und P.Haul wird unterstützt. Für die Migration war früher überwiegend der Kernel zuständig, was einige Einschränkungen mit sich brachte. Dank des von Virtuozzo initiierten CRIU-Projekts sind die meisten dieser Einschränkungen Geschichte.

OpenVZ 7.0 enthält weiterhin SimFS, das jedoch nicht mehr weiterentwickelt werden soll. Die kommerzielle Ausgabe von OpenVZ 7.0, Virtuozzo 7, enthält immer noch einige Erweiterungen. Eine davon ist Live-Kernel-Patching auf Basis von kpatch, das bei Virtuozzo »ReadyKernel« heißt und davon abhängt, dass der Hersteller entsprechende Patches liefert. Eine zweite Erweiterung ist die automatische Speicherverwaltung, die als technische Vorschau geliefert wird und die Speicherzuteilung zu den Containern und virtuellen Maschinen optimieren soll.

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