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Fr, 29. Juli 2016, 10:14

Gemeinschaft::Organisationen

Gmane droht mit Schließung

Der Gründer des Mail-Gateways Gmane denkt ans Aufhören. Da sich aber viele Benutzer auf den Dienst verlassen, wird fieberhaft nach einem Nachfolger gesucht.

Mirko Lindner

Über 14 Jahre lang stellt Gmane bereits seine Dienste der Allgemeinheit zur Verfügung. 2002 von Lars Magne Ingebrigtsen gegründet, entwickelte sich Gmane, das Mailinglisten über das Internet News-Protokoll und eine Weboberfläche zugänglich macht, zu einem Dienst, auf den sich viele verlassen.

Doch nun erwägt Ingebrigtsen, den Dienst zu schließen oder abzugeben. Aktueller Anlass ist, dass Gmane einem verteilten Denial-of-Service-Angriff ausgesetzt ist, durch den die Weboberfläche zeitweise nicht erreichbar ist (die NNTP-Schnittstelle funktioniert weiterhin). Über die Ursachen und Hintermänner des Angriffs weiß Ingebrigtsen nach eigenen Angaben nichts.

Ingebrigtsen verlagert gerade alle Gmane-Server vom Netz seines Arbeitgebers in ein anderes und beginnt, Cloudflare als Verteilsystem zu nutzen. Doch er hat inzwischen die Lust verloren, Gmane weiter zu betreiben. Ausreichend gute Alternativen zu Gmane gibt es inzwischen, beispielsweise das Mail-Archiv. Sollte jemand aber Lust haben, Gmane zu übernehmen, würde Ingebrigtsen ihm die Daten senden. Der Code von Gmane ist bereits zum größten Teil auf Github publiziert.

Doch viele Benutzer würden das System schmerzlich vermissen, da sie Gmane für die beste Schnittstelle zu zehntausenden von Internet-Mailinglisten halten. Es wurden verschiedene Optionen diskutiert. Zum einen meldeten sich diverse Personen, die sich bereit erklären würden, Gmane fortzusetzen. Doch auch eine Organisation könnte Gmane übernehmen, beispielsweise das Internet Archive. Auch die Linux Foundation wäre als Betreiber denkbar. Die Ankündigung eines Nachfolgers ist schon bald zu erwarten.

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