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Do, 4. August 2016, 10:06

Software

Valencias 120.000 Schulrechner werden mit Epoptes ferngewartet

Die spanische Stadt Valencia und die gleichnamige autonome Region im Osten Spaniens setzen seit Jahren auf freie Software an Schulen. In letzter Zeit wurde die in Griechenland erstellte Fernwartungssoftware Epoptes für die spanischen Schulen angepasst.

Initiative für mehr E-Government

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Die Weiterentwicklung von Epoptes, einer weit verbreiteten Fernwartungssoftware für Klassenzimmer, die in Griechenland seit 2008 teilweise mit Fördergeldern der EU erstellt wird, ist gefährdet. Das im Dezember ausgelaufene Förderprogramm des griechschen Bildungsministeriums ist noch nicht wieder neu aufgelegt worden. Das berichtete jetzt Joinup

In Valencias Schulen wird Epoptes, das mit iTalc vergleichbar ist, seit 2013 verwendet. Die dortige IT-Verwaltung hat die Software mittlerweile erweitert und an das eigene Schulsystem angepasst. Die Änderungen fließen im Sinne von Open Source in das Projekt zurück. Die Region Valencia verwendet auf ihren 120.000 Schulrechnern die auf Ubuntu basierende GNU/Linux-Distribution Lliurex und hat Epoptes dort integriert.

In Griechenland dagegen stagniert die Entwicklung, wie die spanischen IT-Beauftragten erfuhren, als sie die griechischen Kollegen Alkis Georgopoulos und Fotis Tsamis kontaktierten. Die beiden Entwickler hatten Epoptes in Teilzeit im Rahmen des Projekts Stirizo erstellt. Die Finanzierung ist ausgelaufen und das Projekt stagniert derzeit, da über eine weitere Finanzierung noch nicht entschieden ist. Georgopoulos arbeitet auch an LTSP (Linux Terminal Server Project), das eng mit Epoptes verzahnt ist und ebenfalls im Rahmen von Stirizo finanziert wurde.

Epoptes wird in vielen europäischen Ländern und darüber hinaus eingesetzt. Wie Entwickler Tsamis berichtet, gab es Rückmeldungen aus Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Bulgarien. Polen, den Niederlanden und Deutschland. Die irische Wohltätigkeitsorganisation Camara setzt Epoptes flächendeckend in Tansania ein. Ein Entwicklerteam in Brasilien hat Epoptes um Mehrplatzfähigkeit erweitert.

Zur finanziellen Situation sagt Georgopoulos, es sei eine falsche Annahme, dass Open Source gleichzeitig heißt, die Entwicklung sein kostenlos. Die meisten erfolgreichen Open-Source-Projekte haben laut ihm ein bezahltes Kernteam, das die Entwicklung steuert. Beiträge wie Bugreports und Patches aus der Gemeinschaft seien oft nicht genug, die Entwicklung am Leben zu erhalten.

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