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Di, 16. August 2016, 10:36

Software::Browser

Firefox 49 Beta unterstützt Widevine unter Linux

Mit Firefox 49 sollen auch Linux-Anwender das Google-CDM Widevine nutzen können, um Netflix, Amazom Prime und andere Streaming-Angebote ohne zusätzliche Plugins im Mozilla-Browser betrachten zu können.

Mozilla Foundation

CDM steht für Content Decryption Module und ist eine Technik, um HTML5-Video und -Audio nach den Vorgaben des Digital Rights Management (DRM) des Herausgebers wiederzugeben. Bereits seit Firefox 38 unterstützt Mozilla für den Desktop die HTML5-Wiedergabe DRM-gesteuerter Video- und Audioinhalte unter Windows mithilfe des Adobe Primetime CDM. Ab Version 47 wird auch Googles Widevine-CDM für Windows und Mac OS X unterstützt. Das soll mit Firefox 49 auch für die Linux-Version verfügbar werden. Somit werden Microsofts Silverlight oder dessen Linux-Umsetzung Pipelight überflüssig. Diese NPAPI-Plugins werden vermutlich mit Firefox 52 deaktiviert und in der Folge mit Version 53 - abgesehen von Flash - endgültig aus dem Browser entfernt.

Für den Zugriff auf die sogenannten Web-DRM-Inhalte sind die Encrypted Media Extensions (EME) als Vermittler zwischen Browser und DRM-Inhalten zuständig, die Entschlüsselung erfolgt dann über das entsprechende CDM. Die Definition der EME war im World Wide Web Consortium (W3C) heftig umstritten, bedingen sie doch zwangsweise eine proprietäre Komponente. Mit Googles Browser Chrome ist der Zugriff auf Web-DRM bereits seit rund zwei Jahren möglich.

Eine weitere Änderung beim für Mitte September erwarteten Firefox 49 betrifft das Modul Hello, das auf der Basis von WebRTC Videotelefonie, Textchats und das Teilen von Bildschirminhalten bietet. Mozilla hat beschlossen, Hello komplett aus Firefox zu entfernen, nachdem es erst mit Firefox 45 vom integralen Bestandteil zu einem System-Add-on wurde. System-Add-ons sind eine neue Technik, um Systembestandteile auszulagern und so unabhängig vom Browser aktualisieren zu können. Über die Gründe für die Entfernung ist bisher nichts bekannt. Mozilla sagte lediglich, man werde auch weiterhin an WebRTC arbeiten.

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