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Do, 18. August 2016, 08:12

Software::Distributionen::Univention

Univention Corporate Client 3.0 freigegeben

Der Bremer Linux-Distributor Univention hat die neue Version 3.0 seines Desktop-Produkts Univention Corporate Client offiziell freigegeben. Mit dem Versionssprung von 2.1 auf 3.0 wechselt die Basis von Kubuntu zu Ubuntu 16.04 Long Term Support (LTS). Die Software wurde außerdem um neue Funktionen zur Verwaltung von Geräten und Richtlinien erweitert und der Hersteller hat entschieden, das Desktop-Image nur noch als 64-Bit-Variante zur Verfügung zu stellen.

Univention

Univention hatte seinen Univention Corporate Client (UCC) erstmals zur CeBIT 2013 als Nachfolger des Debian-basierten »Univention Corporate Desktop« (UCD) präsentiert und vor knapp einem Jahr in der Version 2.1 vorgestellt. Mit der nun erfolgten Aktualisierung hat der Hersteller das System weiter ausgebaut und um neue Funktionen erweitert. Eine wesentliche Änderung zu den Vorgängerversionen ist der Wechsel der technischen Basis von UCC von Kubuntu zu Ubuntu. Hintergrund sind die für Ubuntu angebotenen längeren Supportzeiten von fünf Jahren für die LTS-Versionen. Bei Kubuntu 16.04 LTS ist die Unterstützung auf nur drei Jahre angesetzt. Kunden profitieren deshalb durch den Wechsel der Basis von einem längeren Supportzeitraum. Mit dem Wechsel wird deshalb auch die Desktop-Umgebung von KDE auf Unity geändert.

Für einen besseren Überblick über die in einer Umgebung installierten UCC-Images werden ab sofort sämtliche tatsächlich installierten Images von den Clients an Univention Corporate Server (UCS), der das zentrale Identity-Management für UCC bietet, gemeldet und dort durchsuchbar dargestellt. In die neue Version wurden zudem auch einige, für einzelne Kunden entwickelte Erweiterungen übernommen, die laut Aussage des Herstellers die Komfortabilität erhöhen sollen. Dazu gehört unter anderem die Funktion, Gerätenamen zu definieren, die nicht wie üblich automatisch in das System eingebunden werden sollen. Außerdem werden die auf einem zentralen Server definierten Richtlinien bei jedem Start von UCC auch lokal gespeichert. So bleiben diese Richtlinien auch dann bestehen, wenn ein Client vorübergehend keine Verbindung zum zentralen LDAP-Server hat. Darüber hinaus erkennen Clients künftig, dass sich ihre Position im LDAP-Verzeichnis zwischenzeitlich verändert hat, und müssen daher der Domäne nicht erneut beitreten.

Weitere Informationen und eine detaillierte Auflistung der Neuerungen können dem Changelog der Version 3.0 entnommen werden. UCC 3.0 wird als Desktop-Image und als Thin-Client-Image ausgeliefert. Die Thin-Client-Version wird weiterhin als 32- und 64-Bit-Version ausgeliefert. Das Desktop-Image von UCC wird es aber künftig nur noch in einer 64-Bit-Version geben.

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