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Do, 18. August 2016, 11:02

Software::Distributionen

ReactOS 0.4.2 freigegeben

Der Windows-Nachbau ReactOS bringt in Version 0.4.2 eine verbesserte Unterstützung von Unix-Dateisystemen wie Ext4, ReiserFS und UFS.

reactos.org

ReactOS ist ein freies Betriebssystem, das den Bestimmungen der GPL unterliegt. Die Ursprünge des Systems liegen in dem Projekt FreeWin95, das jedoch nie richtig in die Gänge kam. 1997 betrat Jason Filby die Bühne und legte den Grundstein für ReactOS, das unter der x86-Architektur lauffähig ist. Der momentane Projektleiter ist Aleksey Bragin.

Das Ziel des Systems ist die Kompatibilität zu Windows: Sowohl Treiber als auch Anwendungen sollen sich direkt verwenden lassen. Dazu kooperieren die Entwickler vor allem mit dem Nachbau des MS Windows-APIs Wine. Spezielle Anwendungen wie den Explorer oder Konfigurationstools schrieb das Team dagegen komplett neu. Der Kernel ist nach Entwicklerangaben weitgehend kompatibel mit NT 5.2, was dem Stand von Windows Server 2003 entspricht. Die Anwendungs-APIs orientieren sich an denen von Windows NT 6 (Windows Vista).

ReactOS 0.4.2 hält genau den Veröffentlichungszyklus von drei Monaten ein, den die Entwickler seit Version 0.4.0 anstreben. Die für die Version 0.4.0 durchgeführte Umstrukturierung des Projekts zahlt sich nun aus, indem die Entwicklung in geordnete Bahnen gelenkt wurde. Dies steht im starken Gegensatz zum Chaos früherer Jahre, in denen sich neue Versionen beliebig verspäten konnten und niemand im Voraus sagen konnte, wann eine neue Version fertig ist.

Die Neuerungen in ReactOS 0.4.2 gegenüber ReactOS 0.4.1 sind auch dieses Mal recht gering ausgefallen. Die auffälligste Änderung für die Benutzer ist die Möglichkeit, diverse Unix-Dateisysteme zu mounten und ihre Daten zu lesen. Die unterstützten Dateisysteme sind ext2/3/4, ReiserFS und UFS. Weitere sollen später hinzukommen. Mit dieser eingebauten Unterstützung ist das Arbeiten mit diesen Dateisystemen erheblich besser als mit extern eingebundenen Windows-Treibern. Weitere Änderungen in ReactOS 0.4.2 betreffen die Oberfläche und die Interaktion mit den Benutzern sowie den Dateimanager.

Der Download ist in Form einer Installations-CD und einer Live-CD möglich. VM-Images für Qemu, VirtualBox oder VMware sollen Ende der Woche folgen. Der Quellcode steht ebenfalls zur Verfügung.

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