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Di, 6. September 2016, 10:24

Hardware::Heimautomatisierung

FridgeCam macht den Kühlschrank klüger

Vernetzte Geräte sind eines der Topthemen auf der diesjährigen IFA. Unter anderem zeigen mehrere Hersteller Kühlschränke, die ihren Inhalt fotografieren und das Bild an ein Smartphone senden, sobald die Tür geschlossen wird. Mit der FridgeCam des britischen Startups Smarter kann auch ein bereits vorhandener Kühlschrank mit dieser Funktionalität versehen werden.

FridgeCam mit App

Smarter

FridgeCam mit App

Ein Kühlschrank, der seinen Inhalt in Bildform an ein Smartphone verschickt, klingt erst einmal nach Spielerei. Doch spätetestens, wenn der Kühlschrank von mehreren Personen bestückt wird, die sich nur bedingt austauschen, wird die Kamera sinnvoll. Etwa, wenn mehrere Betreuer eine Person mit Beeinträchtigungen pflegen und auch dafür zuständig sind, dass ein ausgewogenes Mittagessen auf den Tisch kommt. Wer am Freitag auf dem Markt nur flugs etwas Brokkoli kauft und anschließend im Kühlschrank von den Eiern und dem Käse keine Spur mehr sieht, die am Dienstag noch reichlich vorhanden und für das Essen eingeplant waren, wird einen kurzen Vorabblick in das Kühlgerät zu schätzen wissen. Hier hilft ein smarter Kühlschrank, für den schon ein gehöriges Sümmchen über den Kassentresen geschoben und ein gewisser logistischer Aufwand betrieben werden muss, oder eine FridgeCam.

Die FridgeCam wird konfiguriert und sendet fortan via WiFi ein Foto, sobald die Tür geschlossen wird. Die Kamera erfasst einen Bildwinkel von 180°, so dass für große und unübersichtliche Kühlschränke evtl. mehrere Geräte nötig sind. Laut Smarter soll eine Akkuladung genügen, um bis zu zwei Monate Bilder zu senden. Danach muss die Kamera fünf Stunden an ein USB-Ladegerät gestöpselt werden. Die Bilder werden anfangs im »Smarter's service«, einer AWS Cloud, gespeichert und sind von dort via Smartphone-App für Android- oder iOS-Geräte abrufbar. Ob später zusätzliche Speicherorte ausgewählt werden können, gab Smarter nicht bekannt. Mit der App lassen sich nicht nur Bilder abrufen, sondern auch Tags vergeben, die die Haltbarkeit der Lebensmittel anzeigen und herunterzählen. Darüber hinaus ist es möglich, sich die Kühlschranktemperatur anzeigen zu lassen oder Produkte terminiert auf einem digitalen Einkaufszettel zu notieren. Auf Wunsch erinnert die App Anwender an ihren Kühlschrank, wenn sie in die Nähe eines favorisierten Einkaufstempels kommen. Mittels einer offenen Integration von Drittsystemen lassen sich die Bilder des Kühlschrankinhalts auch anderen zugänglich machen, falls dieser von mehr als einer Person befüllt wird.

Auf der FridgeCam werkeln eine ARM Cortex-CPU und ein von Smarter angepasstes Echtzeitbetriebssystem. Zu den endgültigen Spezifikationen hielt sich das Londoner Unternehmen noch bedeckt. Die Kamera funktioniert wohl auch, wenn sie rückseitig im Kühlschrank angebracht wird, um den Inhalt der Türfächer zu fotografieren. Sie kann zu einem Preis von 139 Euro vorbestellt werden. Smarter plant, die Kühlschrankkamera zu Beginn des kommenden Jahres auszuliefern.

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