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Do, 22. September 2016, 12:31

Software::Büro

OpenOffice kündigt neue Veröffentlichungen an

Das Apache-Projekt OpenOffice kündigt im Blog unter dem Titel »Stop the lazy season, start changing« neue Veröffentlichungen an.

OpenOffice.org

Im den letzten 18 Monaten gab es zu OpenOffice überwiegend negative Schlagzeilen. Doch die verbliebenen Projektmitglieder lassen sich davon offensichtlich nicht entmutigen und kündigen neue Veröffentlichungen an. Zunächst soll sich die Version 4.1.3 mit Korrekturen direkt an die aktuelle Ausgabe 4.1.2 von vor rund einem Jahr anfügen. Diese Version sei bereits weit gediehen, so der Entwickler im Blog. Es seien jedoch vor einer Veröffentlichung noch weitere Tests und Anpassungen nötig.

Darauf soll Version 4.1.4 mit weiteren Fehlerbereinigungen und Anpassungen folgen. Weiterhin ist eine Veröffentlichung in Planung, die die Weiterentwicklungen und neuen Funktionen aus den letzten Jahren aufgreift. Es sei aber noch zu früh, um Einzelheiten zu verkünden, nicht einmal die Versionsnummer sei bisher in Stein gemeißelt. Weitere Neuigkeiten sollen in künftigen Blogeinträgen folgen.

Im Juli 2015 äußerten Beobachter anhand der Berichte des Projekts an die Apache Foundation, die Programmierarbeit im Projekt sei nahezu zum Erliegen gekommen und es seien zu wenige Entwickler für die anstehenden Arbeiten und die Pflege und Aufrechterhaltung der Sicherheit eines solch großen Projekts verblieben. Bestehende Sicherheitslücken (CVE-2015-1774) wurden nicht geschlossen. Eine Veröffentlichung war nicht in Sicht.

Im August 2015 richtete Gnome-Entwickler Christian Schaller einen offenen Brief an die Apache Foundation und das Apache OpenOffice Team mit der Bitte, Anwender, die die OpenOffice-Webseite besuchen, auf die Seite von LibreOffice umzuleiten. Als Begründung führte er an, man könne OpenOffice als totes Projekt ansehen, seit IBM 2014 die verbliebenen Entwickler abzog. Technik-affine Menschen wüssten, das LibreOffice das aktive Projekt sei, einfache Anwender seien aber anhand der Webseite von OpenOffice nicht in der Lage, diesen Tatbestand zu erkennen.

Im Herbst 2015 veröffentlichte OpenOffice nach 18 Monaten Version 4.1.2 der Büro-Suite. Diese brachte 38 Fehlerbereinigungen, jedoch wenig Neuerungen. Doch zumindest war sie ein Lebenszeichen. Fast ein Jahr später hat Dennis Hamilton, der ehemalige Vorstand des Projektmanagement Komitee (PMC) von OpenOffice, eine Diskussion angestoßen, die versucht, die von ihm bescheinigten ernsthaften Probleme des Projekts zu beseitigen. Als eine Möglichkeit sah Hamilton darin die behutsame Einstellung des Projekts. Auch die Apache Software Foundation als Dachorganisation von OpenOffice verlangt Aufklärung und fordert vom PMC derzeit monatliche Berichte anstatt, wie bisher, vierteljährlich.

Anscheinend aufgrund dieser Diskussion haben sich beim Projekt vermehrt Freiwillige gemeldet, woraufhin auf der Mailingliste unter dem Titel »recruitment@openoffice.apache.org« ein erneuter Versuch gestartet wurde, weitere Entwickler zu finden.

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