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Mi, 28. September 2016, 11:17

Software::Mobilgeräte

Endgültiges Aus für Firefox OS und B2G bei Mozilla

Ari Jaaksi, Vizepräsident bei Mozilla, und sein Entwickler-Kollege David Bryant geben die endgültige Einstellung jeglicher Entwicklungstätigkeit seitens Mozilla in Sachen Firefox OS und B2G bekannt.

Dominik Wagenführ

Ende 2015 hatte Mozilla erkannt, dass die Lizenzierung von Firefox OS an Hersteller von Smartphones und Telekommunikationsunternehmen nicht die erwarteten Ziele erreichen wird. Mozilla zog die Bremse und stellte die Entwicklung von Firefox OS für mobile und andere eingebettete Systeme ein. Die Codebasis sollte allerdings auf Anwendungsmöglichkeiten im Bereich des Internet der Dinge (IoT) abgeklopft werden. Bis Ende Juli 2016 wurde die kommerzielle Entwicklung für Firefox OS auf Null heruntergefahren. Bereits im Januar war der Support seitens Mozilla eingestellt und an andere Unterstützer übertragen worden.

Die Ideen, die zum Jahresbeginn zur Weiternutzung der Codebasis von Firefox OS bestanden, schlossen auch die Weiterentwicklung von Firefox OS TV ein. Es wurde beschlossen, die Veröffentlichung von Firefox OS 2.6 in diese Richtung voranzutreiben, um potenziellen TV-Partnern eine stabile Version anbieten zu können. Gleichzeitig schien in der Mozilla-Gemeinschaft Interesse an einer Fortführung von Firefox OS als Smartphone-Plattform zu bestehen. In einem Firefox OS Transition Projekt wurde der Code von »B2G OS for Smartphones«, wie Firefox OS ursprünglich hieß, an die Gemeinschaft übergeben. Hier sollte zunächst der Code bereinigt werden, um einen stabilen Punkt zu erreichen.

Das Connected-Devices-Team erkannte bald, das Firefox OS für Mozilla weder als Smart-TV-OS noch im IoT zu überzeugenden Ergebnissen führen würde und eventuelle Entwicklungen in diesen Bereichen außerhalb von Mozilla fortgeführt werden sollten. Somit war klar, das Firefox OS 2.6 die letzte Veröffentlichung seitens Mozilla sein wird.

In ihrer Ankündigung leiten Jaaski und Bryant nun die letzte Phase ein. Da Firefox OS viel Code mit Mozillas HTML-Rendering-Engine Gecko teilt, soll der Code von B2Go herausgelöst und von den Mozilla-Servern entfernt werden. Das bedeutet für die Gemeinschaft, die noch an B2Go for Smartphones arbeitet, dass sie den Code einschließlich eines Forks von Gecko selbst in einem eigenen Zweig pflegen müssen. Damit hat sich Mozilla nach Thunderbird nun auch von Firefox OS getrennt und überlässt die weitere Entwicklung der Gemeinschaft.

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