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Mo, 10. Oktober 2016, 10:27

Software::Distributionen

Endless - PC-Konzept für Schwellenländer

Endless OS ist die Software zu einem Projekt der US-amerikanischen Firma Endless, die in Schwellenländern Menschen zu ihrem ersten PC verhelfen will.

Endless-Computer von hinten

endlessm.com

Endless-Computer von hinten

Das Konzept von Endless schließt neben der Linux-Distribution auch Hardware mit ein. Damit sollen Menschen in Schwellenländern in Kontakt mit einem PC und dem Internet als Ressource für zu Hause gebracht werden. Dabei denken die Macher von Endless an Menschen, die bereits einen geringen Wohlstand genießen und über eine feste Wohnung und einen Fernseher verfügen, aber noch keinen PC ihr Eigen nennen. Dazu wurde bereits 2014 ein Kickstarter-Projekt aufgelegt, das mit 176.000 anstatt der angestrebten 100.000 US-Dollar das Projekt ins Rollen brachte.

Mittlerweile sind jeweils zwei Varianten des Endless Mini und des Endless One erhältlich. Das kleinste Modell bietet neben einem Intel Celeron mit 1,5 GHz noch 24 GByte Flashspeicher, ein GByte RAM, drei USB-2-Anschlüsse sowie einen HDMI-Port, Ethernet und Audio. Diese Variante kostet 79 US-Dollar. Am anderen Ende steht für 229 US-Dollar der Endless One mit einem Intel Celeron mit 2,17 GHz Takt, zwei GByte RAM, einer 500 GByte Festplatte, Gigabit-LAN und neben 2 USB-2-Anschlüssen auch einmal USB 3. Die PCs nutzen einen Fernseher mit HDMI als Monitor und kommen mit Endless OS vorinstalliert.

Fotostrecke: 5 Bilder

Endless-Computer von hinten
Große Icons weisen den Weg
Wikipedia vorinstalliert
App-Center als Mittelpunkt
Aufgeräumter Desktop
Endless OS 3.0, das kürzlich erschienen ist, soll ein Betriebssystem für die ganze Familie sein und sowohl der Arbeit und Weiterbildung als auch der Erholung dienen. Dabei legen die Entwickler des auf Debian GNU/Linux 8 und einem angepassten GNOME-Desktop basierenden Betriebssystems Wert darauf, dass der Computer auch sinnvoll einsetzbar ist, wenn das Internet ausfällt oder gar nicht vorhanden ist. Zudem soll die Bedienung intuitiv sein und keinerlei PC-Kenntnisse voraussetzen. Dazu sind unter anderem über 100 Anwendungen vorinstalliert, die kein Internet benötigen. Zudem ist in der Vollversion von Endless OS eine Offline-Version einer Enzyklopädie, die auf Wikipedia basiert, vorinstalliert.

Die Zentrale des Betriebssystems ist das App-Center. Von hier aus gestartete Apps oder App-Bundles wie etwa die zu Programmierung, Sozialwissenschaften und anderen lassen mit großen Icons bei der Bedienung an Smartphones denken. Das Menü, das Desktopumgebungen normalerweise mitbringen, beherbergt lediglich die Einstellungen und ein Icon, um den Entwicklern Rückmeldungen zu geben. Neben Ordnern lassen sich auch beliebige Webseiten und -dienste als App auf dem Desktop anlegen.

Endless OS kommt in einer jeweils komprimierten Basisversion mit rund zwei GByte und in einer Vollversion mit 13 GByte. Das ausgepackte Image der Vollversion belegt rund 20 GByte. Das Image kann auf einen USB-Stick gelegt werden und gestartet werden. Um es in VirtualBox zu verwenden, muss es vorher per VBoxManage in ein VDI-Image umgewandelt werden. Endless 3.0 kann erstmals auch parallel zu Windows installiert werden und integriert das Flatpak-Paketsystem.

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