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Do, 17. November 2016, 08:08

Software::Spiele

SteamVR für Linux in wenigen Monaten

Mitarbeiteraussagen zufolge plant der Soft- und Hardwarehersteller Valve die virtuelle Plattform »SteamVR« auch unter Linux und Mac OS X zugänglich zu machen. Eine erste Betaversion soll bereits »in wenigen Monaten« erscheinen.

Valve

Wer unter Linux oder Mac OS X nach hochwertigen Virtual-Reality-Anwendungen sucht, durfte enttäuscht werden. Die Mehrzahl der Lösungen konzentriert sich entweder auf Windows oder ist, wie im Falle von Sonys Lösung, lediglich Konsolenspielern vorbehalten. Für das freie Betriebssystem existieren zwar vereinzelte Ansätze, doch die meisten professionellen Lösungen sucht man unter Linux vergebens. Denn die Mehrzahl der angekündigten Produkte steckt noch in den Kinderschuhen. Selten lässt sich zudem ein Hersteller zu mehr als einem diffusen Lippenbekenntnis hinreißen.

Konkreter wird allerdings nun der Soft- und Hardwarehersteller Valve, der unter anderem die digitale Vertriebsplattform Steam betreibt und in der Vergangenheit auch als ein Unterstützer von Linux in Erscheinung trat. Laut einer Präsentation von Joe Ludwig auf den diesjährigen Steam Dev Days in Seattle arbeitet das Unternehmen bereits seit geraumer Zeit an einer Integration der hauseigenen VR-Lösung für Linux. Dabei setzt Valve auf die offene 3D-Grafik-Schnittstelle Vulkan, die vor knapp zwei Jahren durch die Khronos Group vorgestellt wurde und sich nun annimmt, OpenGL zu beerben. Neben der Unterstützung von Linux will Valve darüber hinaus auch Mac OS X unterstützen.

Wie dem Vortrag des Entwicklers entnommen werden kann, investiert Valve seit geraumer Zeit erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen sowohl in die Hardware- als auch in die Softwareplattform und betrachtet SteamVR als die »finale Plattform« für Endanwender. Ziel von SteamVR ist es laut Ludwig, eine agnostische Software und Hardware zu erstellen, die auf offenen Standards aufbaut, sodass Hard- und Software nicht voneinander abhängig sind. Wie diese Standards im Detail aussehen, gab der Entwickler allerdings nicht bekannt.

Fakt ist, dass das auf OpenVR aufbauende SteamVR auch anderen Herstellern zugänglich sein wird, so dass verschiedene Lösungen zusammenspielen können. Ähnliche Ansätze verfolgt Valve bereits mit den »Steam Machines«. Ein weiteres Beispiel für Valves Definition von Offenheit ist das hauseigene Trackingsystem »Lighthouse«, das Fremdherstellern lizenzfrei zugänglich ist und das sich laut Ludwig einer stetigen Nachfrage erfreut. So plant Valve für die kommenden ein bis zwei Jahre mit bis zu 300 Lizenznehmern, wobei die Mehrzahl der Nutzer wohl in der Spielebranche zu finden sein wird.

Wann SteamVR für Linux zugänglich sein wird, wollte oder konnte der Entwickler nicht sagen. Laut seiner Aussage plant Valve allerdings bereits »in wenigen Monaten« eine ersten Betaversion für Linux und Mac OS X. Spätestens dann wird sich auch die angepriesene Offenheit herauskristallisieren und herausstellen, wie ernst es Valve mit der Unterstützung von Linux und Mac OS X meint. Oder ob auch SteamVR dasselbe Schicksal wie Oculus Rift ereilt, das ebenfalls für Linux und Mac angekündigt war und dessen Entwicklung für alternative Betriebssysteme mittlerweile aber ungewiss ist.

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Kommentare (Insgesamt: 1 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Soviel zm Thema .... (CCarpenter, Do, 17. November 2016)
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