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Di, 22. November 2016, 17:13

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 25 freigegeben

Die Linux-Distribution Fedora wurde in Version 25 veröffentlicht. Fedora 25 Workstation nutzt jetzt den Display-Server Wayland und kann mit Flatpaks arbeiten.

Fedora 25

Fedora

Fedora 25

Fedora 25 ist wie immer seit Fedora 21 in verschiedenen Varianten erhältlich: Desktop/Workstation, Server und Atomic Host. Darüber hinaus gibt es Varianten, Spins genannt, die von der Gemeinschaft gepflegt werden. Sie alle haben jedoch dieselbe Basis und benutzen dasselbe Paketrepositorium.

Fedora 25 Workstation nutzt Gnome 3.22 als Desktopumgebung, das erstmals ohne Einschränkungen unter Wayland lauffähig ist. Ein Großteil der noch fehlenden Funktionen wurde ergänzt, darunter die Unterstützung für Wacom-Tablets, die Fähigkeit, Bildschirme zu drehen und Unterstützung für die Gnome-Bildschirmtastatur. Daher wurde in Fedora 25 die lange angestrebte Umstellung auf Wayland als Standard-Display-Server vollzogen. Wayland war mindestens seit Fedora 22 in Erprobung, wurde aber erst jetzt als vollständig genug und reif für den breiten Einsatz eingestuft. Software, die noch einen X-Server benötigt, wird über XWayland ausgeführt, dabei dürfte für die Benutzer kein Unterschied zum bisherigen X-Server feststellbar sein. Wayland dürfte allerdings, wann immer es um Compositing geht, merklich schneller arbeiten als die bisherige Kombination aus X-Server und Kompositor.

Einer der wichtigsten Punkte in der jüngsten Entwicklung war die Integration von Flatpak, das aus Sicht des Projekts das Anwendungsverteilungssystem der nächsten Generation für Linux ist. Ziel dieser Technologie ist es, die Verteilung von Anwendungen für Linux zu vereinfachen und dabei die Anzahl verfügbarer Anwendungen zu erhöhen. Flatpak-Anwendungen sollen ferner sicherer sein und problemlos ohne Neustart aktualisiert werden können.

Fotostrecke: 10 Bilder

Grafische Aktualisierung in Fedora
Umbenennen mehrerer Dateien zugleich in Gnome 3.22
Teilen von Fotos in Gnome 3.22
Die überarbeitete Software-Verwaltung in Gnome 3.22
Die überarbeitete Dateiverwaltung in Gnome 3.22
Fedora 25 bringt erstmals Unterstützung für das Abspielen von MP3-Dateien mit, ohne dass zusätzliche Software zu installieren ist. Erweiterungen der Gnome-Shell sind nun nicht mehr an eine bestimmte Version gebunden, da die Shell mittlerweile über stabile Schnittstellen verfügt und Inkompatibilitäten zwischen den Versionen kaum noch auftreten.

NSS wurde in Fedora 25 erweitert, um eine systemweite Kryptografie-Richtlinie vorzugeben. Benutzerprozesse werden beim Ausloggen abgeschossen, was das Gegenteil des bisherigen Verhaltens ist. Es handelt sich dabei aber um eine änderbare Option. Der neue Media Writer für USB-Sticks ist nun die primäre Download-Option. Er ermöglicht die Auswahl des passenden Images, lädt es herunter und schreibt es auf einen bootfähigen USB-Stick. Bei Laptops mit im Prozessor eingebauten Grafikeinheiten und zusätzlichen Grafikkarten wird das Wechseln zwischen diesen erleichtert.

Die Server-Variante von Fedora 25 enthält nun ein Diagnosemodul für SELinux-Probleme im Verwaltungsprogramm Cockpit. Ferner werden in Cockpit SSH-Schlüssel angezeigt, und Authentifikationsdienste mit zwei oder mehreren Faktoren werden unterstützt. Die Identitätsverwaltung FreeIPA wurde auf Version 4.4 aktualisiert.

Fedora Atomic ersetzt die Cloud-Variante von Fedora. Allerdings wird weiterhin ein Cloud-Basis-Image verfügbar sein, das für alle Zwecke geeignet ist. Das Basis-Image wird auch als Docker-Image bereitgestellt, das einmal im Monat aktualisiert wird. Atomic hingegen ist stark auf das Ausführen von Containern optimiert und weniger für andere Einsatzzwecke. Diese Variante soll alle zwei Wochen aktualisiert werden und ist in verschiedenen Formaten erhältlich.

Spins von Fedora 25 gibt es unter anderem für andere Desktopumgebungen (KDE Plasma, Xfce, LXDE, Mate-Compiz und Cinnamon). Unter der Bezeichnung »Fedora Labs« gibt es ferner Software-Zusammenstellungen für spezifische Zwecke wie Spiele, Robotersteuerungen, Astronomie und einiges mehr. Alle Labs stehen als Live-ISO-Images zum Download zur Verfügung.

Docker ist nun in Version 1.12 enthalten und Rust-Entwickler finden Unterstützung für diese neue Sprache vor. Aktualisierte Anwendungen sind neben vielen anderen Firefox 49, Perl 5.24, Python 2.6, 2.7 und 3.3 bis 3.5, Node.js 6.9.1, Ruby on Rails 5.0, PHP 7.0, der Haskell-Compiler GHC 7.10, Erlang 19, der Rust-Compiler, Go 1.7, Storaged statt UDisks2, glibc 2.24 und Unicode 9.0. Weitere Informationen liefern die Anmerkungen zur Veröffentlichung.

Die Images für Fedora 25 sind zum Download in allen Varianten auf den Servern zu finden. Unterstützt werden 64 Bit x86-Plattformen sowie 32 Bit ARM. Einzelne Spins sind auch für 32 Bit x86 verfügbar. Weitere Ausgaben von Fedora 25 existieren für 64 Bit ARM, Power (einschließlich einer Variante in Little-Endian-Konfiguration) und s390x. Außerdem läuft Fedora 25 erstmals offiziell auf Raspberry Pi 2 und 3. Bei den Cloud-Images gibt es Varianten für OpenStack, allgemeine virtuelle Maschinen, Vagrant und Amazon EC2.

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