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Do, 23. November 2000, 22:27

Unternehmen

ID-Pro nimmt Stellung zu Insolvenzantrag

Wie gestern einer Pressemitteilung des Unternehmen »pre-IPO AG« zu entnehmen war, stellte der Open-Source-Dienstleister ID-Pro beim Amtsgericht Bonn einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens - »pre-IPO AG« spricht bereits von einem »nennenswerten Ausfall«.

»Wir bedauern diesen Schritt sehr, haben aber bereits seit längerem damit gerechnet«, sagt Felix Goedhart, Vorstand der pre-IPO AG und spricht bereits von einem »ersten nennenswerten Ausfall«. »Die pre-IPO AG hat aufgrund der drohenden Insolvenz das Engagement an der ID-Pro bereits im Jahresabschluss 1999/2000 vollständig wertberichtigt. Die vorgenommene Abschreibung hat das zum Stichtag 30. September 2000 erzielte Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 20,4 Millionen Mark entsprechend beeinflusst.«

Aufgrund der teilweise verwirrenden Formulierung der Mitteilung, veröffentlichte der Vorstand der ID-PRO AG heute folgende Gegendarstellung:

»Zu diesem Zeitpunkt von einem endgültigen Scheitern der Kapitalakquise zu sprechen, wäre verfrüht. Derzeit laufen Verhandlungen mit einer US-Amerikanischen Investorengruppe, die bereits an ID-PRO beteiligt ist. Ziel ist es, das Unternehmen im vierten Quartal 2001 zum Break-Even zu führen. Die Aussichten im operativen Geschäft sind äußerst
erfolgversprechend. Ursprünglich war der Kapitalzufluss bereits für den Spätsommer 2000 geplant. Wegen der Verzögerung des Kapitalzuflusses befindet sich die ID-PRO AG akut in einem Liquiditäts-Engpass.
Neben dem schwierigen Kapitalarktumfeld haben insbesondere Meinungsverschiedenheiten unter den bisher beteiligten VC-Firmen und den potenziellen neuen Investoren zu dieser Situation geführt. Die einer Rettung des Unternehmens wenig dienliche Informationspolitik der pre-IPO AG in dieser Sache spricht für sich.
Aufgrund der aktuellen Lage sah sich der Vorstand der ID-PRO AG am Dienstag, den 21.11.2000 in der Pflicht, vorsorglich beim Amtsgericht Bonn Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen, was noch nicht einer Eröffnung des Verfahrens gleichkommt. Das Unternehmen ist weiterhin zuversichtlich, bis Ende der kommenden Woche eine Lösung gefunden zu haben. Ziel ist nicht die Beendigung der Geschäftstätigkeit, sondern ganz im Gegenteil, ihre Fortführung.«

»Die Verbreitung solcher Informationen schadet leider nicht nur unseren laufenden Verhandlungen, sondern auch dem Linux-Markt ganz generell. Die pre-IPO AG greift unser Geschäftsmodell an, was eventuell auch andere Investoren davon abhalten könnte, in irgendeine Linux-Firma zu investieren«, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber Pro-Linux.

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