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Fr, 25. November 2016, 11:34

Gemeinschaft::Lizenzen

OSI: Jahresbericht und Spendenkampagne

Die Open Source Initiative hat einen Überblick über ihre Aktivitäten im Jahr 2016 gegeben und wirbt nun um Spenden, um die Arbeit auch 2017 fortsetzen zu können.

OSI

Die steuerbefreite, als gemeinnützig anerkannte Open Source Initiative (OSI) entstand im Jahr 1998, um die sogenannte Definition von Open Source zu formulieren und die Ziele von Open Source in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Zu ihren weiteren Aktivitäten zählt, Lizenzen zu prüfen und als Open-Source-Lizenzen zu publizieren, wenn sie mit der Open-Source-Definition konform sind, und als Ansprechpartner und Berater in Lizenzfragen zu fungieren.

Mitglieder der OSI können Organisationen und seit Mitte 2012 auch Einzelpersonen werden. Die Mitglieder bestimmen durch die Beteiligung an selbst organisierten Arbeitsgruppen den Kurs der OSI mit. Der 2013 ernannte General Manager Patrick Masson ist der erste und einzige Angestellte, der von der Organisation bezahlt wird, und unterstützt die Aktivitäten der Mitglieder.

Verbunden mit einem kurzen Jahresbericht ihrer Aktivitäten ruft die OSI nun wie jedes Jahr zu Spenden auf. Der Bericht gibt einen Überblick über die Ziele und Unterstützer sowie die Aktivitäten der Mitglieder und des Vorstands. So wurden 2016 zwei neue Lizenzen geprüft und als Open Source-Lizenzen anerkannt, die OSET Public License 2.1 und die Universal Permissive License (UPL) 1.0, und die Übersetzung einiger Lizenzen in Französisch wurde koordiniert. Ferner wurden Richtlinien erarbeitet, die definieren, was es für Software bedeutet, ein offener Standard zu sein. Außerdem wurde das Open Source License API entwickelt.

Mitglieder der OSI engagierten sich in diesem Jahr bei vielerlei Organisationen, um sie auf Open Source aufmerksam zu machen oder ihren Umgang damit zu verbessern. Auf Regierungsebene sind hier die Entwicklung von freier Wahlsoftware in San Francisco, die Open Source Code-Richtlinie der US-Regierung und Kommentierung von Gesetzentwürfen in New York. Auch dass jetzt freie Software in K-12-Schulen eingesetzt wird, ist Mitgliedern der OSI zu verdanken. Die OSI unterstützt außerdem das »Journal of Open Source«, das vor allem Entwickler von Software in der Forschung ansprechen soll.

Auch Unternehmen, die um Rat anfragten, konnte geholfen werden. So wurde Stack Exchange bei Lizenzfragen zu Beiträgen der Mitglieder beraten. Die OSI publizierte außerdem ein Grundsatzpapier, das Digitale Rechteverwaltung (DRM) als unvereinbar mit offenen Standards ansieht. Denn Standards, die DRM fordern, lassen sich nicht in freier Software implementieren und verhindern damit Interoperabilität.

Die Zahl der Arbeitsgruppen der OSI ist auf 12 gestiegen. Die OSI organisierte zusammen mit der Apereo Foundation die Konferenz »Open Summit« zu freier Software in der Ausbildung, und war mit Vorträgen und Ständen auf einigen Konferenzen weltweit präsent. Die geschützte Marke »Open Source« ist nun in neun Ländern oder Regionen der Welt anerkannt.

Die OSI will diese und die weiteren im Bericht genannten Aktivitäten auch 2017 und ruft daher zu Spenden auf. Diese sind zumindest in den USA steuerlich absetzbar. Das Geld wird zur Abdeckung von Reisekosten und andere unterstützende Maßnahmen für die Mitglieder benötigt. Neben Spenden können Unterstützer auch eine Mitgliedschaft in Betracht ziehen.

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