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Mo, 28. November 2016, 10:45

Software::Mobilgeräte

YunOS überholt iOS auf Smartphones in China

YunOS ist nun hinter Android das am zweithäufigsten genutzte Smartphone-Betriebssystem in China, noch vor iOS. Es ist ein Linux-basiertes System, das Teile von Android verwendet.

Alibaba

Android, das Linux-basierte Betriebssystem von Google, dominiert auch in China und weltweit mit großem Abstand den Mobilgeräte-Markt. Dahinter rangiert Apples iOS. In China hat sich jedoch nun nach einem Bericht der South China Morning Post YunOS vor iOS geschoben. Das hierzulande kaum bekannte YunOS wurde vom Internet-Handelskonzern Alibaba entwickelt und ist zumindest in den Augen von Google kontrovers. Es benutzt große Teile von Android aus dessen offenem Quellcode, ist aber nicht zu diesem kompatibel. Es besitzt laut Alibaba eine andere Java-Engine und die Apps sind vollständig auf Cloud-Betrieb ausgelegt.

Bis zum Ende dieses Jahres soll YunOS auf einen Marktanteil von 14 Prozent kommen und damit iOS auf den dritten Rang verweisen. Der Erfolg auf dem Markt dürfte in erster Linie durch die Subvention durch Alibaba zustande gekommen sein. Die Höhe dieser Subvention wird für Set-Top-Boxen auf etwa drei bis neun Euro pro Gerät beziffert, Angaben zu anderen Geräten sind nicht verfügbar.

Einen echten Anreiz, YunOS einzusetzen, gibt es außer dem Preis nicht. Die Datenspeicherung in der Cloud und Verfügbarkeit über mehrere Geräte hinweg mag komfortabel erscheinen, gibt aber jede Kontrolle über die Daten auf. Apps werden in der Cloud gespeichert und direkt von dort ausgeführt. Es gab Berichte, nach denen Apps vom Betreiber willkürlich entfernt oder deaktiviert wurden, was allerdings auch von Amazon bekannt ist. Die Marktchancen von YunOS werden außerhalb Chinas als gering eingeschätzt, außer auf den billigsten Geräten.

Trotzdem hat Alibaba noch weitreichende Pläne für YunOS. Das System wurde bereits auf TV-Set-Top Boxen, intelligente Haushaltsgeräte, Tablets, Fernsehgeräte, Fahrzeuge und den menschenähnlichen Roboter »Pepper« portiert. In Zukunft soll durch Kooperationen mit anderen Herstellern auch das »Internet der Dinge« erschlossen werden.

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