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Do, 1. Dezember 2016, 12:21

Gesellschaft::Politik/Recht

München schließt Umstieg auf Kolab als Groupware-Lösung ab

Nach zwei Jahren Migrationsphase hat die Stadt München im August die Umstellung auf die Open-Source-Groupware Kolab abgeschlossen.

Stadt München

Bereits Anfang 2013 hatte Münchens LiMux-Projekt eine Auschreibung für eine Groupware-Lösung unter dem Kürzel MigMaK ausgerufen. Ende Februar 2013 konnte die Open-Source-Groupware Kolab den Zuschlag vermelden. Kolabs Geschäftsführer Georg Greve sprach jetzt über den Abschluss des Projekts auf der Digitec-Konferenz der IT-Abteilungen der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Demnach laufen in über 50 Abteilungen der Stadt München derzeit rund 60.000 Kolab-Mailboxen. Als Besonderheit nutzt Kolab einen IMAP-Server nicht nur für E-Mail, sondern auch zur Verwaltung von Kontakten und Terminen. Greve betonte, die umgesetzte Lösung sei zu 100 Prozent Open-Source und erhalte Unternehmens-Support vom Hersteller Kolab AG. Dies sei, so Greve, ein Modell, dem europäische Regierungen den Vorzug vor einigen wenigen großen Anbietern proprietärer Software geben sollten.

Kolab entstand ursprünglich im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dabei arbeitete die KDE Community mit den Unternehmen Erfrakon, Intevation und Klarälvdalens Datakonsult zusammen. Kolab 1.0 wurde auf dem LinuxTag 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Jahr 2010 wurde das ursprüngliche Kolab Konsortium zur in der Schweiz ansässigen Kolab Systems AG, die fortan Entwicklung und Support übernahm. Kolab wird in den Niederlanden auch im e-Government-Projekt Pleio eingesetzt.

München hat damit eine Open-Source-Gesamtlösung aus mehr als 17.000 Workstations mit Kubuntu 14.04 und LibreOffice 4.1, Kolab sowie dem selbst entwickelten Briefkopf- und Formular-System Wollmux, FAI, DAK und dem LDAP-Management-Wekzeug GOsa.

Seit die Migration zu LiMux 2013 abgeschlosssen wurde, gibt es größtenteils undifferenzierte Kritik an dem Projekt, die von den beiden Bürgermeistern von München instrumentalsiert wird, um eine Rückmigration zu proprietärer Software zu prüfen. Der seit 1. Mai 2014 amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter gilt als ausgesprochener Microsoft-Fan.

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