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Fr, 2. Dezember 2016, 11:11

Software::Distributionen::Canonical

Canonical will gegen unautorisierte Cloud-Anbieter vorgehen

Laut Canonical gibt es einige Anbieter, die Ubuntu-Installationen in ihrer Cloud in so schlechter Qualität anbieten, dass sie den Ruf von Ubuntu gefährden. Gegen einen besonders renitenten Anbieter droht Mark Shuttleworth jetzt rechtliche Schritte an.

Mark Shuttleworth

Mark Shuttleworth, Canonical

Mark Shuttleworth

Wie Canonical-Gründer Mark Shuttleworth erläutert, unternimmt Canonical erhebliche Anstrengungen, um sicherzustellen, dass Ubuntu bei vielen Anbietern öffentlicher Clouds perfekt läuft. Dabei werden in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Anbieter beispielsweise die Geschwindigkeit und andere Eigenschaften optimiert. Das kostet natürlich Geld, allerdings nicht für die Anwender. Denn die Cloud-Anbieter bezahlen Canonical im Rahmen der Zusammenarbeit für die Anpassungen, möglicherweise auch für jedes eingesetzte Ubuntu-Image.

Laut Shuttleworth hat ein europäischer Anbieter vor einigen Monaten seinen Vertrag mit Canonical gebrochen und bietet seither eine unautorisierte Version von Ubuntu an. Diese ist laut Shuttleworth unsicher und enthält weitere Probleme. Nach monatelangen Verhandlungen, in denen der Anbieter immer wieder Zusagen gebrochen hat, hat Shuttleworth nun genug und kündigt rechtliche Schritte an. Dabei will Canonical verhindern, dass bestehende Kunden des Anbieters beeinträchtigt werden, doch soll verhindert werden, dass weitere Kunden angeschmiert werden.

Canonicals Cloud-Programm, das für alle Cloud-Anbieter verbindlich ist, soll sicherstellen, dass nur solche Systeme als »Ubuntu« vermarktet werden dürfen, die auch tatsächlich ein weitgehend unmodifiziertes Ubuntu enthalten und auch wie ein normales Ubuntu nutzbar sind. Damit soll sichergestellt werden, dass der Ruf von Ubuntu nicht durch schlechte Abklatsche oder eigenmächtige Modifikationen beschädigt wird. Wer dies nicht akzeptiert, soll, so Shuttleworth, eben ein anderes System einsetzen.

Shuttleworth nennt eine Beispiele, wie Anbieter in der Vergangenheit verpfuschte Ubuntu-Installationen verbreitet haben. Es gab private Schlüssel in den öffentlichen Images, so dass man sich von jedem Kundensystem in jedes andere einloggen konnte. Sicherheits-Updates waren aufgrund von Änderungen wochenlang nicht verfügbar. Oder der Kernel wurde ausgetauscht, was manchmal zu Instabilität, manchmal zu reduzierter Geschwindigkeit und manchmal zu nicht funktionierenden Anwendungen aufgrund fehlender Funktionalität führen konnte.

Das Cloud-Programm von Canonical soll sicherstellen, dass solche Dinge nicht passieren. Es stellt regelmäßige Sicherheitsupdates sowie optional auch einen Live-Patching-Dienst bereit. Es muss Gründe geben, warum Ubuntu, sofern man Canonical glauben kann, das beliebteste System in der Cloud ist, und einer der entscheidenden dürfte das Cloud-Programm sein.

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