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Do, 8. Dezember 2016, 09:23

Gesellschaft::Politik/Recht

Rom will vermehrt auf Open Source setzen

Rom als viertgrößte Stadt der Europäischen Union hat im Oktober beschlossen, vermehrt auf Open-Source-Software zu setzen.

EU

Italiens Hauptstadt Rom beschloss im Oktober einen Schritt hin zu mehr freier Software, wie Joinup berichtet. Alle neu beschaffte Software soll Open Source sein, eine Überprüfung bereits genutzter proprietärer Software soll ergeben, ob es sinnvoll ist, sie durch freie Alternativen zu ersetzen. Der am 14. Oktober akzeptierte Vorschlag (PDF) geht auf die Stadträtin Flavia Marzano zurück, die für die Vereinfachung der Administration zuständig ist.

Ein Anliegen des Vorschlags ist es, die Abhängigkeit der Stadt von wenigen proprietären Anbietern zu durchbrechen. Es soll freie Software Verwendung finden, die anpassbar ist und es erlaubt, zwischen ICT-Dienstleistern zu wählen. Marzano, die sich schon lange in Open-Source-Gemeinschaften bewegt und eine Verfechterin freier Software in der Verwaltung ist, sieht in dem jetzt beschlossenen Vorgehen den Weg zu mehr Effizienz, Offenheit, Nachhaltigkeit und Autonomie.

Die Verwaltung sollte jetzt laut Marzano beginnen, die Kosten für die proprietären Lizenzen zu ermitteln, die derzeit gezahlt werden. Damit könnten Bereiche der IT ermittelt werden, in denen der Einsatz freier Software die größte Wirkung entfalten könnte. Freie Software gewährt den Behörden die komplette Kontrolle über ihre ICT-Entscheidungen. Zudem stellt sie laut Marzano eine exzellente Methode dar, Wissen und Expertentum breit zu streuen.

Italiens Regierung hat bereits 2013 beschlossen, freie Software als Standard bei der Beschaffung neuer Software im öffentlichen Sektor verpflichtend zu machen. Das italienische Militär schloss 2016 seine Migration zu LibreOffice ab. Andere italienische Städte und Regionen haben bereits ähnliche Migrationen hinter sich. Dazu zählen neben Genua unter anderem die Regionen Trient, Puglia und Venetien. Die Region Emiglia Romana dagegen wendete sich dagegen wieder von OpenOffice ab zugunsten einer proprietären Cloud-Lösung.

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