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Sa, 24. Dezember 2016, 08:30

Software::Entwicklung

Python 3.6 erschienen

Über 15 Monate nach Python 3.5 wurde jetzt die nächste Version veröffentlicht. Python 3.6 bringt eine Reihe von Erweiterungen und zahlreiche Verbesserungen.

Python Software Foundation

Python ist eine objektorientierte Skriptsprache, die mit Perl, Ruby und ähnlichen Sprachen konkurriert. Ihre Besonderheiten sind die Verwendung von Einrückungen statt Klammern zur Definition von Kontrollstrukturen und die Möglichkeit, plattformunabhängigen Bytecode zu erzeugen.

Python 3.6 bringt den Programmierern zahlreiche Änderungen, die sowohl die Sprachsyntax als auch die Standardbibliothek betreffen. String-Literale können nun Formatierungen mit Variablen enthalten. Auch Variablen können jetzt mit Anmerkungen versehen werden, die den beabsichtigten Typ der Variablen angeben. Der Python-Compiler speichert diese Anmerkungen in einem Attribut, macht aber selbst sonst nichts damit. In numerischen Literalen dürfen jetzt nach Belieben Unterstriche vorkommen. Das soll die Lesbarkeit erhöhen. Generatoren können ab jetzt asynchron verwendet werden. Ebenso dürfen solche asynchronen Konstrukte in Ausdrücken eingesetzt werden, die for-Schleifen enthalten.

Das neue Modul secrets bietet einen Zufallsgenerator an, der im Gegensatz zu den bisher verfügbaren garantiert, dass die Zahlen zufällig genug für kryptografische Zwecke, unter anderem die Schlüsselerzeugung, sind. Unter den vielen weiteren Änderungen von Python 3.6 befindet sich eine neue Implementation des Typs dict, die kompakter ist, ähnlich wie in PyPy. Die selbstdefinierte Erzeugung von Klassen wurde mit einem neuen Protokoll vereinfacht und die Reihenfolge der Attribute einer Klassen entspricht nun der Reihenfolge der Definition. Die Debug-Möglichkeiten des Compilers wurden durch Unterstützung von DTrace und SystemTap und die Umgebungsvariable PYTHONMALLOC verbessert.

Das Modul asyncio wurde erweitert und für stabil erklärt. Dasselbe gilt für das Modul typing. Es gibt neue Dateipfad-ähnliche Objekte, mit denen jetzt alle Funktionen der Standard-Bibliothek arbeiten können. um Python-Programme sicherer zu machen, blockiert der Aufruf os.urandom(), bis der urandom-Pool initialisiert ist. Die Module hashlib und ssl unterstützen OpenSSL 1.1.0, und die Standardeinstellungen wurden verbessert. Ferner unterstützt hashlib zusätzlich die Algorithmen BLAKE2, SHA-3 und SHAKE und die Funktion scrypt().

Neben den neuen Funktionen gab es auch Änderungen im Verhalten bestehender Funktionen, die Änderungen an bestehenden Programmen nötig machen können, und eine Reihe veralteter Funktionen wurde gestrichen. Python-Programme müssen daher mehr oder weniger angepasst und überprüft werden, wenn sie unter Python 3.6 laufen sollen.

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