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Mi, 11. Januar 2017, 13:24

Software::Distributionen::Fedora

Fedora wechselt vom Intel-Grafikkarten-Treiber zu Kernel-Modesetting

Von Debian und Ubuntu bereits vollzogen, wechselt nun auch Fedora komplett von Intels Grafikkarten-Treiber zum Kernel-Modesetting-Treiber von Xorg.

fedoraproject.org

Intel hat seinen Treiber xf86-video-intel seit rund drei Jahren nicht mehr aktualisiert. Der letzte Entwicklungsschnappschuss ist auch bereits zwei Jahre her, sodass Distributionen zur Aktualisierung des Treibers auf die Auszüge aus Git angewiesen sind. Ob der Treiber in Version 3.0 jemals veröffentlicht wird ist derzeit aufgrund fehlender Kommunikation unklar. Der Intel-Treiber leidet dabei immer öfter unter Regressionen, die zu Problemen in Anwendungen führen, wie etwa Martin Gräßlin, Hauptbetreuer des KDE-Window-Managers KWin, im Sommer 2016 ausführlich in seinem Blog darlegte.

Die Probleme führten im August 2016 dazu, dass Debian und Ubuntu den Intel-Treiber xf86-video-intel gegen den generischen Treiber xf86-video-modesetting austauschten. Dieser nimmt die Umschaltung des Grafikmodus bereits im Kernel vor. Viele, wenngleich nicht alle Anwender berichteten in der Folge, die Probleme, die durch den Intel-Treiber verursacht wurden, seien mit dem Kernel-Modesetting-Treiber (KMS) verschwunden. So konnten Anwender Probleme mit der Plasma-Shell, die in Plasma 5.7 und 5.8 mit dem Intel-Treiber häufig einfror, durch den Wechsel beseitigen.

Den gleichen Schritt geht nun auch Fedora, wie Hans de Goede auf der Entwickler-Mailingliste bekannt gibt. Der Wechsel wird ab sofort in Rawhide vollzogen und wird mit Fedora 26 veröffentlicht. Bei Debian wird der Intel-Treiber bei Neuinstallationen ab Debian 9 »Stretch« nur noch für Grafikchips vor 2007 geladen, die nicht effizient mit Glamor umgehen können. Fedora hatte bereits vor Debians Wechsel einen Patch im Intel-Treiber, der ab Intel Skylake neuere Grafikprozessoren nicht mehr an den Treiber band. Der jetzige Wechsel vollzieht dies auch für ältere GPUs, die ab etwa 2007 hergestellt wurden. Anwender haben weiterhin die Möglichkeit, bei Problemen mit KMS den Intel-Treiber zu installieren.

Für Anwender, die mit Fedora 25 ihre Gnome-Sitzung unter Wayland nutzen, ändert sich hierdurch nichts, da Xwayland, wie auch der Kernel-Modesetting-Treiber, bereits Glamor zur Beschleunigung von X einsetzt.

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