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Mi, 25. Januar 2017, 11:33

Software::Desktop

Budgie Desktop wechselt zu Qt 5

Die bei der Distribution Solus entwickelte Desktop-Umgebung Budgie wechselt das Toolkit von GTK+ zu Qt.

Qt Project

Ikey Doherty, Hauptentwickler der Distribution Solus, erklärt in einem Blog-Beitrag die Beweggründe für diese Entscheidung. Budgies Entwicklung begann, als Gnome bei Version 3.10 stand, und sollte gut mit Gnome-Anwendungen laufen. Allerdings bereitet Gnome für Budgie durch die vielen API- und ABI-Änderungen oder das Aufsplitten von Komponenten ständig einen Mehraufwand an Arbeit. Zudem seien häufig Themes und Widgets zu Bruch gegangen.

Doherty stellt klar, dass er nicht Gnome die Schuld gibt, sondern vielmehr der Komplexität, die Budgie im Laufe der Entwicklung erreicht hat. Somit sei die Integration immer schwieriger geworden, je weiter beide Projekte fortschritten. Nach langen Diskussionen im Team schälte sich die Erkenntnis heraus, dass das GTK-Toolkit zwar für die Gnome-Entwicklung sehr brauchbar, für die weitere Entwicklung von Budgie aber nicht ausreichend leistungsfähig sei.

Die Entscheidung fiel gegen einen Fork und für einen Wechsel des Toolkits, wobei EFL/Enlightenment und Qt zur Wahl standen. Die Entscheidung fiel auf Qt, da bei EFL der Aufwand der grafischen Anpassung an Budgie zu groß gewesen wäre. Den Umstieg auf Qt schränkt Doherty aber gleich ein und stellt klar, er werde für den Kern von Budgie kein QML verwenden, hier solle lediglich C++ zum Einsatz kommen. Autoren von Widgets stehe dies aber offen. Auch KDE-Bibliotheken bleiben außen vor, eine Kompatibilität zu Plasma wird nicht angestrebt.

Der Wechsel zu Qt als neuer Plattform für Budgie Desktop soll im Rahmen der Entwicklung zu Budgie 11 sofort beginnen. Budgie ist nicht auf die Nutzung bei Solus beschränkt, auch andere Distributionen bieten den Desktop in ihren Archiven an. So findet sich die Umgebung etwa bei Arch Linux, Debian, Opensuse, Gentoo und anderen. Bei Ubuntu wird Budgie ab 17.04 »Zesty Zapus« sogar zum offiziellen Familienmitglied.

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