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Mi, 1. Februar 2017, 12:10

Software::Wissenschaft

Google Earth Enterprise wird freie Software

Google plant, sein Produkt »Google Earth Enterprise« mit allen zugehörigen Werkzeugen im März freizugeben. Mit Google Earth Enterprise können Entwickler ihr eigenes Äquivalent zu Google Earth und Google Maps schaffen, das eigene oder importierte Kartendaten nutzen kann.

Google Earth Enterprise

Google

Google Earth Enterprise

Während Google Earth allgemein bekannt ist, ist Google Earth Enterprise nur schwer zu finden und kaum bekannt. Das Produkt ermöglicht es Entwicklern, eigene Karten und 3D-Globen zu entwickeln und auf privaten Plattformen zu betreiben. Zur Plattform von Google Earth Enterprise (GEE) gehören GEE Fusion, GEE Server, GEE Portable Server sowie Code-Editoren und GEE Explorer, eine einfache Weboberfläche.

Google Earth Enterprise wurde 2006 eingeführt, im März 2015 wurde jedoch die weitere Entwicklung eingestellt. Das Produkt wurde seither nicht mehr angeboten, bestehenden Kunden wurden jedoch Support und Updates bis zum 22. März 2017 zugesichert. Wie Google nun ankündigt, gibt es aber weiterhin Kunden, die GEE in kritischen Anwendungen einsetzen. Unter anderem für diese Kunden, die nicht so einfach wechseln können, wird Google GEE im März unter eine freie Lizenz, die Apache-Lizenz 2.0, stellen und den 470.000 Zeilen umfassenden Quellcode auf Github veröffentlichen. Die Freigabe umfasst GEE Fusion, GEE Server und GEE Portable Server, nicht jedoch den GEE-Client, das Google Maps JavaScript API V3 und das Google Earth API. Der GEE-Client wird von Google weiter gepflegt.

Die Freigabe von GEE konnte nach Angaben von Google nur mit Hilfe der bestehenden Kunden, die ein Interesse am Fortbestand von GEE haben, bewerkstelligt werden. Nach der Freigabe kann der Code von der Gemeinschaft weiter gepflegt und verbessert werden. Und wer nicht auf den weiter proprietären GEE-Client angewiesen sein will, kann mit Hilfe der freigegebenen Quellen eigene Clients entwickeln.

Während es allen Anwendern möglich ist, GEE auf eigenen privaten Servern oder Clouds zu betreiben, legt Google nahe, für die Daten die Google Cloud Platform zu verwenden, da diese Infrastruktur besser skalierbar und preisgünstiger als eine private Plattform sei, denn bei der Verarbeitung der Bild- und Terrain-Daten kann unter anderem eine Menge CPU-Leistung benötigt werden.

Als weiteres Argument für die Google Cloud Platform führt Google an, dass mehr und mehr geografische Daten auf der Plattform öffentlich verfügbar sind. Mehr als ein Petabyte an Rasterdaten wurden bereits von der Google Earth Engine erzeugt und sind öffentlich verfügbar. Ferner stellt Google den Kunden, die Bilddaten erwerben, diese Daten auf der Google Cloud Platform bereit.

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