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Do, 16. Februar 2017, 08:07

Software::Distributionen

ToaruOS 1.0 nach sechsjähriger Entwicklungszeit freigegeben

ToaruOS 1.0, ein Hobby-Betriebssystem, wurde nach einer knapp sechsjährigen Entwicklungszeit in der Version 1.0 veröffentlicht. Das Unix-ähnliche System wurde weitgehend komplett neu geschrieben und verfügt unter anderem über ein beschleunigtes GUI, Netzwerkfunktionalität und zahlreiche Anwendungen. Die Quellen stehen unter einer offenen Lizenz.

ToaruOS 1.0

github.com/klange

ToaruOS 1.0

Betriebssysteme, die als Hobby-Projekt gestartet und weitgehend in Eigenregie entwickelt werden, sind nicht unbedingt neu. So startete auch einst der Linux-Schöpfer sein System als Ein-Mann-Projekt. Die meisten solcher Projekte verenden allerdings bereits kurz nach der Entstehung oder aber sind auch Jahre nach dem initialen Start kaum nutzbar. Nicht so bei ToaruOS, das vor knapp sechs Jahren initial gestartet und nun in der Version 1.0 vorgestellt wurde.

Wie der Entwickler in der Ankündigung schreibt, wurde ToaruOS keinesfalls nur durch ihn erstellt, weshalb es bereits eine gewisse Reife aufweist. Vielmehr stellt der momentane Stand das Resultat einer langjährigen Arbeit dar, die auf die Schultern zahlreicher Entwickler verteilt werden konnte. Wieviele Programmierer sich tatsächlich an der Entstehung von ToaruOS beteiligt haben, gab Kevin Lange, der die Implementierung koordiniert, nicht bekannt. Fest steht lediglich, dass die Ursprünge von ToaruOS an der Universität von Illinois liegen, wo das System von der SIGOps-Gruppe (Special Interest Group for Operating Systems) etliche Monate lang entwickelt wurde. Mittlerweile wird ToaruOS allerdings weitgehend in Form eines Hobby-Betriebssystems vorangetrieben.

Sowohl der Kernel als auch die Bibliotheken wurden in ToaruOS neu geschrieben. Der Kernel bietet eine Unix-ähnliche Umgebung und nutzt eine hybride Architektur, die unter anderem auch die Modularisierung unterstützt. Ferner bietet der multitaskingfähige Kernel Unterstützung für Pipes, TTYs und das ELF-Format. Die grafische Umgebung unterstützt eine beschleunigte Anzeige und bietet neben Antialiasing auch die Möglichkeit eines dynamischen Linkens. Zudem wurden diverse Anwendungen und Systeme, darunter unter anderem Python oder manche GNU-Anwendungen, auf das neue System portiert.

Wie der Ankündigung der ersten Version entnommen werden kann, ist ToaruOS allerdings keinesfalls als stabil zu werten. Es bedarf eines noch nicht geringen Zeitaufwands, um das System fertigzustellen. Vielmehr sei es aber laut Aussage des Programmierers an der Zeit, nach der Version 1.0 die Prioritäten neu zu setzen und beispielsweise dem System eine Unterstützung der x86-64-Archtektur, SMP und USB zu spendieren.

ToaruOS, das mittlerweile in der Version 1.0.3 vorliegt, unterstützt 32-Bit-Systeme und kann ab sofort sowohl als Quellcode als auch als bereits fertige ISO-Abbilder heruntergeladen werden. Das System wird direkt unter VirtualBox oder QEMU gestartet.

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