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Do, 16. Februar 2017, 10:02

Software::Distributionen::Debian

Thunderbird ist zurück in Debian

Nach zwölf Jahren, in denen Debian Mozillas E-Mail-Client unter dem Namen Icedove veröffentlicht hat, kehrt das Projekt mit Mozillas Segen nun zu Thunderbird als Bezeichnung zurück.

Thunderbird Fehlermeldung

Mozilla

Thunderbird Fehlermeldung

Bereits im März 2016 erschien in Debian Firefox 45, der seit 2005 unter dem Namen Iceweasel veröffentlicht worden war. Nun folgt die Rückbenennung von Icedove zu Thunderbird. Grund für die ursprüngliche Umbenennung war eine Diskussion über die Benennung von Mozilla-Produkten in Debian. Mozilla führte sein Markenrecht mit der Begründung ins Feld, man wolle sicherstellen, das Firefox und Thunderbird für die Produkte direkt von Mozilla steht und ein gleichbleibendes Qualitätslevel bieten.

Im Verlauf der Diskussion stellte sich Debian die Frage, ob Firefox und Thunderbird in der Form noch dem Debian Free Software Guide (DFSG) entsprächen, und entschied sich am Ende gegen Vorschläge seitens Mozilla wie »Debian Firefox« oder »Firefox for Debian«, sondern veröffentlichte Mozillas Browser und E-Mail-Client künftig als Iceweasel und Icedove. Neben den Namen wurden auch die Logos abgeändert, ansonsten war es das gleiche Produkt.

Thunderbird in Debian

Mozilla

Thunderbird in Debian

Mit dem jetzigen Re-Branding ist auch Thunderbird wieder in den Repositorien von Debian vorhanden. In Unstable liegt die erste Version Thunderbird 45.7.1-1 zum Testen bereit. Bereits seit einiger Zeit war das Paket im Experimental-Zweig geparkt. Im Zuge der Umbenennung wurde auch die Erweiterung Iceowl wieder in Lightning zurück benannt.

Entwickler Christoph Goehre ruft zum Testen auf, denn die Namensänderung bedingt auch Änderungen in bestehenden Dateien von Icedove. Die Installation über eine bestehende Icedove-Installation ändert unter anderem auch den Pfad des bisherigen Profils. Die erste Maßnahme vor dem Wechsel zu Thunderbird sollte das Sichern des bisherigen Profils in $HOME/.icedove sein. Weitere Hinweise zur Migration finden sich in /usr/share/doc/thunderbird/README.Debian. Thunderbird verschiebt beim ersten Start den bestehenden Ordner nach $HOME/.thunderbird. Dafür sorgt das Wrapper-Skript /usr/bin/thunderbird. Zudem werden Bezüge zu Icedove in den Mime-Types und an weiteren Stellen ersetzt. Vorsicht ist geboten, falls bisher Thunderbird bereits ohne Installation aus dem Home-Ordner heraus benutzt wurde. Dann kollidiert der neue Thunderbird-Ordner im Home mit dem dort bereits vorhandenen.

Die Entwickler würden gerne von den Testern erfahren, ob die Mime-Type-Assoziationen noch stimmen und ob die Migration unter allen Desktopumgebungen funktioniert. Fehlermeldungen werden an den Debian Bugtracker erbeten.

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