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So, 5. März 2017, 12:09

Software::Cloud

Cloud Native Computing Foundation nimmt CoreDNS und gRPC auf

Die Cloud Native Computing Foundation hat den neu entwickelten DNS-Server CoreDNS und das von Google stammende Remote Procedure Call (RPC)-Framework gRPC aufgenommen. Die Cloud Native Computing Foundation selbst ist eine Organisation unter dem Dach der Linux Foundation.

Cloud Native Computing Foundation

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) wurde Mitte 2015 gegründet, um freie Container-Technologien zusammenzubringen. Eine lange Reihe von Unternehmen, die an Container-Technologien arbeiten, standen hinter der Gründung der Organisation, die als Zusammenarbeitsprojekt der Linux Foundation geführt wird.

Ein Ziel der CNCF war es von Beginn an, eine neue Zusammenstellung von gemeinsamen Container-Technologien entwickeln, die die besten Technologien darstellen und den höchsten Nutzen für die Anwender liefern sollen. Bereits zum Start der Organisation hatte Google sein Container-Verwaltungsframework Kubernetes beigesteuert. Jetzt hat Google ein weiteres Projekt an die CNCF übertragen, das freie Remote Procedure Call (RPC)-Framework gRPC.

gRPC kann laut seinen Entwicklern in jeder Umgebung zum Einsatz kommen, ist frei und bietet eine hohe Geschwindigkeit und Skalierbarkeit. gRPC wird von Google selbst intensiv produktiv genutzt und es hat sich bereits ein kleineres Ökosystem um gRPC herum entwickelt. Etliche Unternehmen setzen es ein, beispielsweise kommt es bei etcd von CoreOS zur Anwendung.

Mit dem Wechsel zur CNCF erhoffen die Beteiligten, mehr Entwickler für gRPC begeistern zu können, neue Anwendungen für gRPC zu finden und die Integration mit anderen Projekten zu verbessern. Mit dem Wechsel geht auch eine Änderung der Lizenz einher: Von der Dreiklausel-BSD-Lizenz zur Apache 2.0-Lizenz. Dies ist verbunden mit der Freigabe der Nutzung aller Google-Patente, die gRPC betreffen könnten. gRPC ist nach Kubernetes, Fluentd, Linkerd, OpenTracing und Prometheus das sechste Projekt, das Bestandteil der CNCF wird.

Ein weiterer Neuzugang der CNCF ist der aufstrebende DNS-Server CoreDNS. CoreDNS ist ein DNS-Server, der eine Anzahl einzelner Komponenten verbindet. Jede Komponente ist im Prinzip ein Plugin und implementiert eine bestimmte DNS-Funktionalität. CoreDNS ist in Go geschrieben.

Das Projekt zieht zunächst als sogenanntes Inception-Projekt, als noch nicht ausgereiftes Projekt, zur CNCF um. Denn die CNCF nutzt ein ähnliches Konzept wie die Apache Software Foundation, indem sie Kriterien für die Aufnahme von Projekten definiert. Wie bei Apache gibt es einen »Inkubator« für Projekte, die die Kriterien noch nicht erfüllen, aber Kandidaten für die Aufnahme sind. Wie bei Apache wird für alle Projekte letztlich die Apache 2.0-Lizenz gefordert.

DNS ist eine essentielle Komponente von IP-Netzwerken und natürlich auch von solchen Netzen, die mit Containern aufgebaut wurden. Die modulare Architektur von CoreDNS ermöglicht es, die DNS-Funktionalität für verschiedene Container-Systeme zu erweitern. Zudem ist der erst 2016 begonnene Server ziemlich schlank und folgt in seinem inneren Aufbau einem Microservice-Ansatz. Laut John Belamaric, dem Projektgründer von CoreDNS, soll sein System der führende DNS-Server für Clouds werden.

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