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Thema: FSF äußert sich zu neuen Github-Nutzungsbedingungen

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Von killswitch am So, 19. März 2017 um 01:55 #

"Zwar kritisiert die Organisation, dass die Bedingungen schwierig zu verstehen seien, [...]."

Die FSF beschwert sich also über andere über etwas schwammig Formulierte Lizenzierungen... Ausgerechnet die FSF? Ihre GPLs sind doch der Inbegriff von idiotischer Formulierungen die ganze Rechtsabteilungen und auch schon Dutzende Gerichte beschäftigt hat, weil keiner, nicht mal die FSF Typen selbst, einen Durchblick haben wie einige Formulierungen in den GPLs eigentlich genau auszulegen sind. Frag 5 FSF Typen, bekommste 5 verschiedene Erklärungen.

Außerdem hat es einen Grund warum die meisten kommerziellen Unternehmen und Firmen die GPL meiden wie die Pest. Und ohne Unterstützung der Industrie wird die GPL (bzw. darunter lizenzierte Software) niemals den Durchbruch im Massenmarkt finden. Auch ersetzen immer mehr Firmen GPL-lizenzierten Code durch welchen der unter freizügigeren Lizenzen (meist MIT, BSD, oder ASL 2) stehen. Auch Linux ist davon betroffen - immer mehr Unternehmen, aber auch Kunden gehen wieder zu den BSDs, weg von Linux (mir gefällt's übrigens, ich geb's zu).

Darüber sollten sich die FSF Typen mehr den Kopf zerbrechen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 19. Mär 2017 um 01:56.
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    Von irgendwer am So, 19. März 2017 um 10:16 #

    Frag 5 FSF Typen, bekommste 5 verschiedene Erklärungen.
    Das ist kein Problem der FSF, sondern der Juristerei an sich. Frag zwei Juristen, kriegste drei Meinungen. Der Umstand ist allgemein bekannt.

    Generell kann man dagegen sagen, sind sich die Leute bzgl. GPL sehr einig, was man darf und was man nicht darf.

    Wer damit jedoch ein Problem hat, das sind Leute und Unternehmen, die die Arbeit anderer Leute für die eigenen Bedürfnisse ausschlachten wollen, ohne die eigene Arbeit ebenso frei zur Verfügung zu stellen.

    Ja, vollkommen richtig, in dem Fall ist man mit freieren Lizenzen, die auch das erlauben, wesentlich besser bedient! Nimmt man als Schmarotzer eine GPL-Software, riskiert man deutlich mehr als wenn man gleich zu BSD+co. greift. Daher ist es nur empfehlenswert, als Schmarotzer auf die GPL zu wettern. Keine Frage.

    Ich sehe jedoch nicht, dass dieses Schmarotzerverhalten überwiegt. Gerade Linux ist doch wohl _deutlich_ erfolgreicher als alle *BSD zusammen, inklusive Closed-Source-Derivate ala Apple, dem wohl bekanntesten BSD-Derivat.

    Apropos, es ist bezeichnend, dass die erfolgreichsten Linux-Derivate (inklusive kommerzieller Produkte ala Android, diverse Routerbetriebssysteme, usw.) freie Software sind, bzgl. BSD jedoch nicht. Welcher Routerhersteller, der auf BSD zurückgreift, hat denn sein BSP offen zur Verfügung gestellt? Und was ist mit dem bekanntesten Vorzeigeprodukt bzgl. "Adaption eines BSD von einem großen Hersteller für sein Betriebssystem"? Schon mal versucht Darwin zu kompilieren und damit ein Mac-System zu betreiben? Die Versuche enden wohl letztendlich alle mehr oder weniger erfolglos, weil die Quellen von Darwin und dem wahren MacOS/iOS-Unterbau längst deutlich auseinander gedriftet sind (völlig legal, denn Apple muss ja nun auch nichts dergleichen veröffentlichen).

    Welches System sorgt damit nun real für größere Freiheit der Community und der ursprünglichen Initiatoren der freien Software? Offensichtlich wohl die, deren Lizenz eine bestimmte kleine Einschränkung enthält. Besagte Einschränkung der GPL gegenüber den freieren Lizenzen ala BSD - nämlich das Copyleft - halte ich daher für _sehr_ sinnvoll.

    Du kannst das gerne anders sehen.

    Wer einfach nur freie Software schreiben will und seinen Code frei zur Verfügung stellen will, dem kann die ganze Diskussion dabei herzlich egal sein. Und ja, selbst wenn der eigene BSD-Code nun in einem GPL-Projekt erweitert wird und so die Erweiterungen vom ursprünglichen BSD-Autor nicht für sein BSD-Projekt genutzt werden können, dann ist das doch genau das, was dieser Autor mit der Wahl der BSD-Lizenz gewollt hat: Diese Freiheit gönnen. Wenn er das nicht will, sollte er von Vorn herein eine Lizenz mit Copyleft gewählt haben. Ich verstehe daher nicht, weshalb sich ausgerechnet diejenigen, die der BSD-Lizenz anhängen, so sehr über die GPL aufregen. Das ist doch völlig unlogisch.

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      Von killswitch am So, 19. März 2017 um 14:13 #

      sorry doppel-post

      Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 19. Mär 2017 um 14:36.
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      Von killswitch am So, 19. März 2017 um 14:36 #

      "Ja, vollkommen richtig, in dem Fall ist man mit freieren Lizenzen, die auch das erlauben, wesentlich besser bedient! Nimmt man als Schmarotzer eine GPL-Software, riskiert man deutlich mehr als wenn man gleich zu BSD+co. greift. Daher ist es nur empfehlenswert, als Schmarotzer auf die GPL zu wettern. Keine Frage."
      --irgendwer

      Wenn ich gezwungen bin als Entwickler meinen Code unter die GPL zu stellen, nur weil ich irgendwas anderes das bereits unter der GPL steht nur verlinkt haben - dann hat das mit Freiheit überhaupt nichts zutun. Das ist stinknormaler Zwang, Zwang wie es auch unter proprietären Lizenzen der Fall ist - ich muss etwas tun, was ich nicht will. Das ist das Gegenteil von Freiheit. Freiheit bedeutet wählen zu können, aber das kapieren die FSFler natürlich nicht.

      "Apropos, es ist bezeichnend, dass die erfolgreichsten Linux-Derivate (inklusive kommerzieller Produkte ala Android, diverse Routerbetriebssysteme, usw.) freie Software sind, bzgl. BSD jedoch nicht. "
      --irgendwer

      Mal ganz davon abgesehen das dieser Satz mit diese Formulierung keinen Sinn Ergibt. Erstens die BSDs sind sogar nach Definition der FSF freie Software, dein Android ist alles andere als frei, viele Komponenten darin sind sogar proprietär. Die Mehrheit der Routerbetriebssysteme sind proprietär und haben mit Linux oder BSD überhaupt nichts zutun. Wobei der Zweitgrößte Routerhersteller (Juniper) auf FreeBSD setzt, sein System (JunOS) jedoch unter einer proprietären Lizenz (Der Größte Cicso setzt praktisch überhaupt kein OpenSource ein, nicht mal als Basis) .
      Linux ist bei weitem nicht so wichtig oder gar weit verbreitet bei Router, Swtiches, oder generell im Netzerkbereich ,wie so manche Linuxer irrtümlich glauben.

      "Und vor allem:
      Gerade Linux ist doch wohl _deutlich_ erfolgreicher als alle *BSD zusammen, inklusive Closed-Source-Derivate ala Apple, dem wohl bekanntesten BSD-Derivat."
      --irgendwer

      Jetzt machst du dich lächerlich sondergleichen.

      Web-Server laufen zu rund je einen Drittel mit Windows, UNIX/BSD, Linux - bei den meisten anderen Servern gibt nur Schätzungen bzw. Umfragen bei Firmen - Linux kommt dort je nach Umfrage nicht mal mehr auf 30% Anteil (wie auch, die meisten Firmen wollen ein möglichst homogenes Umfeld und das bedeutet Windows, Windows, Windows). Im industriellen Embedded Bereich war es auch immer schon Ausgewogen, wobei auch Windows hier sehr stark vertreten ist. Die BSDs sind aber wieder stark im kommen wie auch die Aussage kürzlich von Intel zeigt, das z.b. FreeBSD das OS der Ersten Wahl geworden ist in diesen Segment. Im "Wohnzimmer" ist BSD dank macOS, iOS, PS3, PS4, diverser SmartTVs, Nindendo,... naja die Frage ist wo ist hier Linux? Außer Android gibts hier nichts von euch und Android ist Teil-proprietär, mal davon abgesehen das Google mit Hochdruck an einen neuen Kernel arbeitet - Android wird über kurz oder lang "Linux-Frei" sein, denn ein Ziel von Google ist die komplette Entfernung von GPL Software aus Android - es steht ihnen nur mehr der Linux-Kernel im Weg.

      d

      Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 19. Mär 2017 um 14:38.
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        Von irgendwer am So, 19. März 2017 um 15:08 #

        Freiheit bedeutet wählen zu können, aber das kapieren die FSFler natürlich nicht.
        Doch, das verstehen die sogar sehr gut. Im Gegensatz zu dir verstehen sie aber auch, dass vollständige Freiheit nicht wirklich das ist, was für Freiheit aller sorgt.

        Wenn ich die Freiheit habe, dir Ketten anzulegen und dich in meinen Keller zu sperren, dann schränkt das deine Freiheit schon enorm ein. Wenn ich nun dahingegen eingeschränkt werde, das nicht zu tun, dann schränkt das meine Freiheit schon enorm ein. Du wetterst nun groß dafür, dass genau das daher nicht passieren darf: bloß keine Einschränkungen. Und wie gesagt, das sehe ich anders, ich bevorzuge das Modell, wo halt eben - zu Gunsten der Freiheit aller - gewisse Freiheitsrechte eingeschränkt werden.

        Wie bei Staaten und ihren Bürgern genauso bei Lizenzen, die nicht die Freiheit des einzelnen, sondern die Freiheit _aller_ fördern wollen.

        Dass man durchaus Rechte einschränken muss, das verstehen sogar die Macher deiner heiß geliebten Lizenzen, denn auch diese schränken Freiheiten ein. Auch die BSD-Lizenz ist nicht vollständig frei. Ich darf z.B. nicht den BSD-Header entfernen und behaupten, alles sei von mir. Auch das ist ein Einschnitt, der die Freiheit des Einzelnen einschränkt. Du müsstest demnach auch die BSD-Lizenz ablehnen, wenn du jegliche Einschnitte verneinst.

        Auch das Grundgesetz der BRD, die Verfassung des Deutschen Staates, stellt klar, dass du in einem freien Land lebst. Dennoch wird deine Freiheit ganz bewusst eingeschränkt: Nämlich dann, wenn es die Freiheit aller beeinträchtigt (siehe oben). Du hast eben NICHT die Freiheit dich so zu entfalten, dass du damit bewusst andere in ihrer Freiheit einschränkst. Und das ist gut so. YMMV

        Und an dem Punkt kommt der Gedanke des Copyleft ins Spiel: Dies sieht die Freiheit aller vor und nicht nur einiger weniger (wie Apple, Sony und Nintendo), die dann die Freiheit aller anderen (ihrer Nutzer, Dich!) damit einschränken.

        Denn deine Beispielliste der Systeme, die du Linux gegenüber stellst, ist sehr bezeichnend: Alles Closed Source. Geschlossene und vollständig vernagelte Systeme, bei denen es sofort Klagen hagelt, wenn du das Recht der Unternehmen, deine Freiheit einzuschränken, umgehen willst. Das findest du ernsthaft gut? Lol, wer macht sich hier in dem Fall lächerlich?

        Und so wird auch Android möglicherweise über Kurz oder Lang Closed Source. Das könnte durchaus ein lohnendes Ziel sein. Klar, noch steht da einiges unter GPL im Weg, aber ... wie du ja schon sagtest, man ist dabei...

        Dann gibt es vielleicht irgendwann ein Android 10 von Google, so dass sich die längst weit davon entfernten offiziellen Quellen ala AOSP dann genauso gut zu einem ähnlich aktuellen Android-System bauen lassen wie sich aktuell aus den Darwin-Quellen eine real funktionierende OSX/iOS-Basis bauen lässt. Dann werden AOSP-Derivate ala LineageOS so interessant wie Darwin-Derivate. Wie viele OSX-Nutzer tragen noch gleich Sourcen und Patches zu Darwin+co. bei? Pff....

        Du magst ja diese Aussicht, die dir der Verzicht auf ein Copyleft liefert, total toll finden, ich sehe das für mich anders.

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          Von killswitch am So, 19. März 2017 um 22:05 #

          Bitte setz deinen Alu-Hut ab, bitte...
          Man sieht ja was die ganzen MITs, BSDs, APLs, so alles angerichtet haben - vieles was vor einigen Jahren noch strikt closed Source war, ist jetzt als Open Source, aber unter einer der obigen Lizenzen verfügbar - das exakte Gegenteil ist passiert.

          Im übrigen die Abneigung richtet sich ausschließlich gegen die GPL, nicht gegen die LGPL.

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            Von throgh am Mo, 20. März 2017 um 10:18 #

            Warum das Aluhut-Argument? Du argumentierst mit Freiheit, schön. Dabei berücksichtigst du aber dem Anschein nach nicht, dass deine Freiheit nicht die Freiheit Anderer sein muss. Im Gegenteil: Die Masse entscheidet und danach richtet sich auch Software. Ich kann diese stete Abneigung gegenüber der GPL in keinster Weise nachvollziehen. Es geht darum, dass auch in Zukunft Wissen frei zur Verfügung steht und keinen Einschränkungen unterliegt. Was will ich mit einem Betriebssystem, was mich beispielsweise nur fortwährend einschränkt und mir Zwänge auferlegt? Was will ich mit Software, die Gleiches macht? Genau: Defakto gar nichts!

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        Von RGB am So, 19. März 2017 um 17:28 #

        Im industriellen Embedded Bereich war es auch immer schon Ausgewogen, wobei auch Windows hier sehr stark vertreten ist. Die BSDs sind aber wieder stark im kommen wie auch die Aussage kürzlich von Intel zeigt, das z.b. FreeBSD das OS der Ersten Wahl geworden ist in diesen Segment.

        Das Problem ist nur das Intel im embedded Bereich so gut wie keine Rolle spielt? Da spielen ARM oder MISC die erste Rolle?

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          Von killswitch am So, 19. März 2017 um 22:17 #

          Dir ist schon klar das der embedded Bereich ein wenig mehr als nur der CPU besteht? Die ganzen anderen Chips (einfach ausgedrückt) lassen wir mal außer acht die es für ein funktionierendes Produkt benötigt. Network, Storage, Server - all da ist Intel ziemlich gut dabei.

          Was direkt ARM betrifft:
          Außerdem entwickelt und verkauft Intel seit 2016 (über die Tochter Altera) wieder ARM-basierte Prozessoren - über die FPGA Komponenten, bzw. der Stratix Serie. Diese Plattform wird sehr gut im Markt angenommen.
          Früher war Intel sogar einer der größten ARM Produzenten (XScale) und möchte wieder dabei sein.

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            Von RGB am Mo, 20. März 2017 um 06:52 #

            Selbstverständlich baut Intel auch ARM Prozessoren. Das tun AMD und andere Firmen wie z.B. Samsung auch.

            Dafür muss Intel dann Lizenzgebühren an ARM Limited zahlen.

            Die ganzen anderen Chips (einfach ausgedrückt) lassen wir mal außer acht die es für ein funktionierendes Produkt benötigt. Network, Storage, Server - all da ist Intel ziemlich gut dabei.

            Was ist denn ein "Server" Chip im embedded Bereich? Kläre uns doch mal auf...

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            Von RGB am Mo, 20. März 2017 um 07:01 #

            Früher war Intel sogar einer der größten ARM Produzenten (XScale) und möchte wieder dabei sein.

            Ja, früher...

            Am 27. Juni 2006 gab Intel den Verkauf seiner Kommunikations- und Applikationsprozessorsparte an die Marvell Technology Group für zum Zeitpunkt des Verkaufs umgerechnete 476 Mio. Euro (600 Mio US-Dollar) bekannt. Nachdem die vertraglich vereinbarte fünfmonatige Übergangsfrist mittlerweile beendet ist, hat Marvell nun die nächste Generation der Prozessoren vorgestellt. Die neue Generation PXA3xx wird demnach nicht mehr bei Intel gefertigt.

            Jemanden der seine Kommunikations- und Applikationsprozessorsparte vor gerade einmal 10 Jahren verkauft hat ist "gut dabei" im embedded Bereich? :D

            Es dürfte wohl eher so sein, dass Intel im Hinblick auf den zusammenbrechenden Desktop/Laptop Markt jetzt verzweifelt versucht im von ARM dominierten Markt Fuss zu fassen, u.a. mit der Unterstützung von *BSD....

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