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Mo, 20. März 2017, 11:44

Software::Grafik

Google: Auf Zopfli und Brotli folgt Guetzli

Google hat mit Guetzli einen Codierer als Open Source vorgestellt, der JPEG-Dateien um bis zu 35 Prozent stärker komprimieren kann.

Google

Im Jahr 2013 stellte Google mit Zopfli einen Kompressionsalgorithmus für PNG- und Gzip-Dateien vor. Zwei Jahre später legte das Unternehmen mit Brotli eine verbesserte Version vor, die die Kompressionsraten von Zopfli um bis zu 26 Prozent übertraf. Brotli basiert auf LZ77 und Huffman-Kodierung und wurde bei Google von Zoltán Szabadka und Jyrki Alakuijala entwickelt. Brotli ist in Google Chrome seit Version 50 und in Firefox seit Version 44 aktiviert. Opera unterstützt den Algorithmus seit Version 36, während Microsoft noch an der Unterstützung für seinen Browser Edge arbeitet. Auch die Webserver Apache und Nginx bieten Unterstützung für Brotli.

Mit Guetzli versprechen die Google-Forscher für JPEG-Dateien eine um bis zu 35 Prozent erhöhte Kompressionsrate. Dabei soll Kompatibilität zu Webbrowsern, Bildbearbeitungs-Software und dem aktuellen JPEG-Standard gewährleistet sein, wie die Entwickler Robert Obryk und Jyrki Alakuijala von Google Research Europe betonen. Guetzli ist dabei nicht zu vergleichen mit Techniken wie RNN, RAISR und WebP, die alle ein neues Dateiformat voraussetzen. Guetzli setzt einen Suchalgorithmus ein, der bei der Quantisierung ansetzt und laut den Entwicklern versucht, die Unterschiede in den psychovisuellen Modellen des JPEG-Formats und von Guetzli weitestgehend zu eliminieren.

Die dabei zu erzielenden hohen Kompressionsraten bei gleichzeitiger Erhaltung einer guten Qualitätsstufe müssen allerdings mit einer deutlich längeren Bearbeitungszeit als bei anderen JPEG-Kodierern bezahlt werden. Bei konstanter Bildrate wird mit Guetzli eine bessere Bildqualität erreicht. Einsatz soll der neue Algorithmus, wie auch seine Vorgänger, bei der Verbesserung von Ladezeiten und der Reduzierung von Datenraten im Internet finden.

Durch die Freigabe als Open Source kann von einer schnelleren Verbreitung des Algorithmus ausgegangen werden, die Google wiederum zugute kommt. Entwickler bei Dropbox zeigten sich erfreut, dass Guetzli mit dem hauseigenen Kompressionsformat Lepton zusammenarbeitet und dabei Verbesserungen der Kompressionsraten von bis zu 41 Prozent erreicht werden, wie die Webseite LinuxInsider berichtet.

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