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Fr, 7. April 2017, 08:17

Gesellschaft::Wirtschaft

Canonical: Hintergründe der Einstellung von Unity und Ubuntu Touch

Canonical strafft sein Geschäftsmodell, schließt unrentable Abteilungen und entlässt Mitarbeiter, um für mögliche Investoren attraktiv zu sein.

Mark Shuttleworth

Mark Shuttleworth, Canonical

Mark Shuttleworth

Durch einen Bericht der britischen Technik-Webseite »The Register« werden langsam die Hintergründe der Einstellung von Unity, Ubuntu Touch und Mir erkennbar. Mark Shuttleworth versucht, sein Unternehmen, dass er bisher aus der eigenen Tasche bezahlt hat, für Investoren von außerhalb fit zu machen. Dazu müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. So darf es keine unrentablen Bereiche im Unternehmen geben.

Davon hatte Canonical bisher einige, nicht zuletzt die gesamte Entwicklung um Konvergenz mit den jetzt eingestampften Entwicklungssträngen Unity 8, Mir und Ubuntu Touch. Wie »The Register« schreibt, werden derzeit bei Canonical je nach Abteilung 30 bis 60 Prozent der Mitarbeiter entlassen und Abteilungen geschlossen. Wer nicht in eine andere Abteilung passt, muss gehen.

Ausgenommen sind davon lediglich die Abteilungen Support und Consulting, die Shuttleworth für künftig profitabel erachtet. Laut Shuttleworth zig Millionen Gewinn und hohe Zuwachsraten von mehr als zehn Prozent weisen die Bereiche Cloud, Container und Sicherheit auf. Der Rest des Unternehmens wird auf Industriestandard getrimmt, um den dort vorherrschenden Maximen von Einnahmen, Kosten und Gewinnspannen zu entsprechen.

Dies ist unabdingbar, will man Fremdkapital ins Unternehmen holen. Weiteres Wachstum vorausgesetzt, ist ein solches Unternehmen nicht mehr aus privaten Mitteln zu finanzieren. Das diese Maßnahmen getroffen werden, um einen Börsengang vorzubereiten, verneint der Gründer von Canonical allerdings.

Wie viele Mitarbeiter entlassen werden, ist derzeit nicht bekannt. Ebenso wenig ist klar, wie sich die derzeitigen Ereignisse auf die Zukunft von Ubuntu als Endanwender-Betriebssystem auswirken werden. Dazu hat sich Michael Kofler in einem Artikel auf Pro Linux Gedanken gemacht.

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