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Fr, 21. April 2017, 09:59

Software::Distributionen

ROSA Desktop Fresh R9 erhältlich

ROSA Lab hat eine neue Aktualisierung seiner Linux-Distribution ROSA Desktop Fresh veröffentlicht. Fresh R9 ist in Varianten mit KDE 4 oder Plasma als Standard-Desktop erhältlich, weitere sollen folgen.

ROSA Desktop Fresh R9 mit KDE 4

ROSA Labs

ROSA Desktop Fresh R9 mit KDE 4

ROSA Desktop Fresh ist eine Linux-Distribution des russischen ROSA Lab, die aus Mandriva hervorgegangen ist. ROSA Lab war zeitweise einer der größten Anteilseigner von Mandriva und entwickelte aus gehend von der Mandriva-Distribution seine eigenen Distributionslinien. ROSA Lab bietet allerdings auch Unternehmens-Distributionen an (Server und Desktop), die auf dem Quellcode von Red Hat Enterprise Linux beruhen. ROSA Desktop Fresh richtet sich, ähnlich wie Fedora, Ubuntu oder Linux Mint, an erfahrene Anwender, die etwa alle sechs Monate eine umfassende Aktualisierung ihrer Software begrüßen.

Das jetzt freigegebene ROSA Desktop Fresh R9 ist die erste Ausgabe, die auf der neuen Plattform 2016.1 beruht. Sie wird vier Jahre lang mit technischem Support und Updates versorgt. In den ersten zwei Jahren verspricht ROSA Standard-Support und in den darauf folgenden zwei Jahren »verlängerten« Support. Sicherheits-Updates soll es bis Ende 2020 geben. Allen Anwendern, die auf Stabilität Wert legen, empfiehlt ROSA dennoch die Version Desktop Fresh 8.1, die noch auf der Plattform 2014.1 beruht.

ROSA Desktop Fresh R9 mit KDE Plasma 5

ROSA Labs

ROSA Desktop Fresh R9 mit KDE Plasma 5

ROSA Desktop Fresh R9 kommt mit zwei offiziell unterstützten Desktops, nämlich KDE 4 und KDE Plasma 5. Andere Desktops lassen sich jedoch leicht über vorbereitete Pakete installieren. Zur Verfügung stehen dabei mindestens LXQt, Xfce und Enlightenment E19. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen noch Varianten mit Gnome und Mate hinzukommen, die von der Gemeinschaft erstellt werden. Die Distribution ist in 32- und 64-Bit-Varianten mit etwa 2,1 GB Größe frei herunterladbar.

ROSA Desktop Fresh R9 kommt mit vollständig aktualisierter Software und unterstützt die aktuellste Hardware. So sind die Systembibliotheken, Compiler und Systemsoftware auf dem neuesten möglichen Stand, ebenso die Anwendungen. Neu mit dabei sind der D-Compiler ldc, das leistungsfähige freie Generiersystem Meson und vieles mehr. glibc wurde um einen Patch erweitert, der das Laden von dynamischen Bibliotheken »drastisch« beschleunigen soll.

Das System läuft unter dem Linux-Kernel 4.9.20. Die Kernel-Reihe 4.9 wurde als Basis gewählt, weil sie noch längerfristig unterstützt wird. Kernel-Probleme mit dem Schlafmodus auf 32-Bit-Systemen wurden korrigiert. Die Grafik wird mit Mesa 17.0.3, freien Grafiktreibern und OpenGL- und Vulkan-APIs unterstützt. Für NVidia-Grafikkarten wird neben Nouveau auch der proprietäre Treiber mitgeliefert. Auch für AMD-Grafikkarten steht neben dem freien auch der proprietäre Treiber AMDGPU bereit, allerdings nur in der 64-Bit-Version und vorläufig nur experimentell. Die Unterstützung für den proprietären fglrx-Treiber wurde dagegen beendet.

Die Eingabegeräte unter X11 werden nun mit libinput angesteuert. Die RPM-Repositorien der Distribution wurden neu organisiert. Dabei wurden zahlreiche populäre Pakete in das Haupt-Repositorium überführt, wo sie von verstärkter Qualitätssicherung profitieren. Darunter sind darktable, rawtherapee, krita, synfigstudio, LMMS, ardour, librecad, geany, boomaga, sigil, qbittorrent, deluge, smplayer und remmina zu finden. FFmpeg kann nun außerdem OpenCL nutzen, wenn vorhanden.

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