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Mi, 26. April 2017, 10:27

Software::Distributionen::Debian

Debian schließt FTP-Server

Debian schließt am 1. November 2017 seine dem Anwender zugewandten FTP-Dienste.

Software in the Public Interest (SPI)

Wie das Debian-Projekt gestern bekannt gab, werden am 1. November 2017 alle dem Anwender zugewandten FTP-Dienste für die Domain »debian.org« eingestellt. Als Gründe geben die Verantwortlichen einerseits eine über die Jahre stetig nachlassende Nutzung sowie andererseits Probleme mit dem Protokoll wegen fehlender Funktionalität und Eigenheiten bei der Konfiguration an.

So bieten FTP-Server kein Caching und unterstützen keine Funktion zur Beschleunigung. Die meisten Software-Implementationen haben über die Jahre stagniert und seien schwierig zu nutzen und zu konfigurieren, wie Cédric Boutillier in der Ankündigung schreibt. Das Protokoll sei nicht effizient und erfordere verschiedene heikle Behelfslösungen bei Firewalls und Load Balancing.

Das Projekt unterstützt im Debian-Installer seit über zehn Jahren keine FTP-Nutzung der Spiegelserver mehr, sodass sich die Zahl der betroffenen Anwender in Grenzen halten sollte. Anwender, die in ihrer Quellenliste noch Einträge mit FTP als Download-Protokoll führen, sollten diese bis zum Stichtag am 1. November auf HTTP umstellen. Dabei bleiben die DNS-Namen ftp.debian.org und ftp.<CC>.debian.org bestehen. Lediglich der Zugriff auf die Spiegelserver sollte über HTTP stattfinden. Dabei wird aus ftp://ftp.debian.org dann http://ftp.debian.org, aus ftp://security.debian.org wird http://security.debian.org. Für Entwickler ändert sich hingegen nichts. Für den Upload verbleiben die Adressen bei ftp://ftp.upload.debian.org und ftp://security-master.debian.org.

Auch die Kernel-Entwickler auf »kernel.org« werden im Jahresverlauf die FTP-Server sukzessive abschalten. Auch hier werden als Gründe die geringe Skalierbarkeit und die Ineffizienz des File Transfer Protocol (FTP) und der Server genannt.

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