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Mo, 19. Juni 2017, 17:10

Software::Distributionen::Debian

Debian GNU/Hurd 2017 erschienen

Das Team von Debian GNU/Hurd hat Debian GNU/Hurd 2017 freigegeben, das auf GNU/Hurd 0.9 und dem aktuellen Stand von Debian »Sid« beruht und etwa 80% der Debian-Archive umfasst.

Gnu Hurd

Hurd ist der offizielle Kernel von GNU und besteht aus einer Sammlung von Servern, die auf dem Microkernel GNU/Mach laufen und Dateisysteme, Netzprotokolle, Zugriffskontrolle und alle anderen Features Unix-ähnlicher Kernel implementieren. Die Entwicklung begann 1990, also kurz vor der von Linux, durch eine Entwicklergruppe der Free Software Foundation (FSF), wurde aber bald zugunsten der Verwendung von Linux eingeschränkt. So wurde Hurd erst lange nach Linux in der Praxis benutzbar, und auch das nur bedingt. Debian GNU/Hurd ist neben Arch Linux (ArchHurd) eine der wenigen GNU/Hurd-Distributionen.

Debian GNU/Hurd ist keine unterstützte Portierung von Debian und war daher auch nicht Bestandteil des gerade veröffentlichten Debian 9.0 »Stretch«. Zusätzlich beruht Debian GNU/Hurd 2017 auch nicht auf dem Quellcode von Debian 9, sondern auf jenem von Debian »Sid«, der Entwicklerversion. Deren Stand ist aber noch nicht so weit von »Stretch« entfernt. Allerdings sind nicht alle Pakete aus dem Debian-Archiv für Hurd geeignet oder noch nicht portiert. Mit etwa 80% des Debian-Archivs finden die Anwender jedoch bereits fast alle wichtigen Pakete vor.

Die neue Version beruht auf dem vor Weihnachten 2016 erschienenen GNU Hurd 0.9 und GNU Mach 1.8. Diese bringen sowohl neue Funktionen und Verbesserungen als auch mehr Stabilität bei hoher Speicherauslastung und längerer Laufzeit. Das native fakeroot-Werkzeug, mit dem unprivilegierte Anwender Pakete bauen können, wurde merklich schneller und sicherer gemacht. In der neuen Version ist es ferner möglich, ein unprivilegiertes »Subhurd«-System zu starten, und das Speicherlimit von 3 GB wurde beseitigt.

Debian GNU/Hurd 2017 ist weiterhin nur als 32-Bit-Version für x86-Rechner verfügbar, da die 64-Bit-Version immer noch in Arbeit ist. Installations-Images findet man auf der zugehörigen Debian Ports-Seite, für die Installation steht eine eigene Anleitung zur Verfügung.

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