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Di, 20. Juni 2017, 13:01

Gesellschaft::Wirtschaft

Black Duck: Riesenappetit auf Open Source

Die Verwendung freier Software nimmt weiter enorm zu, unabhängig von der Branche und der Größe der Anwender. Das geht aus einer Umfrage von Black Duck hervor, deren erste Ergebnisse jetzt bekannt gegeben wurden.

Mirko Lindner

Black Duck bezeichnet sich als Open-Source-Logistiker. Die Firma hilft Unternehmen, die freie Software einsetzen, die Sicherheit der Software zu gewährleisten und die Lizenzbedingungen zu verstehen und einzuhalten. Darüber hinaus unterstützt es die Kunden bei der Entwicklung ihrer Open-Source-Strategie.

Black Duck führt häufig Unternehmensumfragen zum Einsatz von freier Software durch. Die aktuelle Umfrage unter dem neuen Titel »Open Source 360°« ist wurde jetzt vorgestellt. Die Fragen wurden an Unternehmen weltweit verschickt und von 800 von diesen beantwortet. Von diesen gaben knapp 60% an, dass sich ihre Verwendung von Open Source im letzten Jahr erhöht hat. Die beiden wichtigsten Gründe für den Einsatz waren, dass man damit die Fesselung an bestimmte Hersteller vermeidet und die Software beliebig anpassen kann. Darüber hinaus bietet Open Source aber auch die Möglichkeit, die Entwicklung von Produkten zu beschleunigen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Black Duck weist einmal mehr darauf hin, dass die Kostenersparnis aber aufgewogen werden muss gegen größere Verantwortung bezüglich Zusammenarbeit, Sicherheit und Beachtung der Lizenzen.

Die Sicherheit der eingesetzten Software findet noch nicht die nötige Beachtung. Während sich eine Mehrheit Gedanken zur Sicherheit macht, nutzen nur 50% Werkzeuge, um die eingesetzte freie Software auf Sicherheitslücken zu prüfen. 38% nehmen keinerlei Überprüfung vor.

Nutzer freier Software sollten auch aktiv zu deren Entwicklung beitragen. Das reduziert nach Meinung von Black Duck das Risiko, veraltete Versionen mit möglichen Sicherheitslücken einzusetzen. Immerhin 66% der Teilnehmer unterstützen die aktive Beteiligung an Open-Source-Projekten. Aber nur 24% lassen Entwickler auch in Vollzeit an diesen Projekten arbeiten. 53% ermutigen die Entwickler, insbesondere Korrekturen und kleinere Erweiterungen beizutragen.

Mit der Verwendung freier Software kommt auch die Verpflichtung, für die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu sorgen. Da es verschiedene Typen von offenen Lizenzen gibt, ist dies mitunter etwas komplizierter als bei proprietären Lizenzen. Die Bestimmungen greifen aber erst dann, wenn das Produkt, das freie Software nutzt, an Dritte weitergegeben wird. Dabei fürchten laut Black Duck 66% der Antwortenden, dass sie »geistiges Eigentum« öffnen müssten oder anderen Risiken ausgesetzt sind. 39% haben eine Liste der Open Source-Lizenzen, die sie akzeptieren. 37% stellen intern Zugriff auf Open Source-Lizenzierung, Sicherheits- und Versionsinformationen bereit. Nur 29% setzen auf automatisierte Lösungen, die die verwendete freie Software inventarisieren und Richtlinienverstöße und Sicherheitsrisiken identifizieren. 15% haben automatisierte Werkzeuge im Einsatz, die die Richtlinien strikt durchsetzen.

Laut Black Duck nimmt die Verwendung freier Software weiter enorm zu, unabhängig von der Branche und der Größe der Anwender. Die Umfrage soll ab 22. Juni vollständig auf der Webseite von Black Duck zur Verfügung stehen.

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