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Fr, 23. Juni 2017, 08:09

Software::Entwicklung

»D« hält Einzug in GCC

Die nächste Version der GNU Compiler Collection, GCC, wird aller Voraussicht nach über eine Integration der objektorientierten Programmiersprache »D« verfügen. Das gaben die GCC-Entwickler auf der Mailingliste des Projekts bekannt.

gnu.org

»D« ist eine 1999 von Walter Bright vorgestellte Programmiersprache, die verschiedene Elemente anderer Sprachen aufgreift. Dabei übernimmt »D«, wie der Name bereits suggeriert, viele Elemente aus »C« und »C++«, verzichtet aber absichtlich auf eine Kompatibilität. Die objektorientierte, imperative Programmiersprache verfügt über Klassenvorlagen und überladbare Operatoren. Gegenüber C++ bietet sie zudem Module und eine automatische Speicherbereinigung. Dadurch sollen laut früheren Aussagen von Bright diverse Fehlentwicklungen von »C« und »C++« vermieden werden.

In »D« geschriebener Code muss allerdings - wie auch bei »C« und »C++« - vor der Nutzung übersetzt werden. Der DMD (»Digital Mars D-Compiler«) ist dabei die Referenzimplementierung, die von Bright während einer Anstellung bei Symantec erstellt wurde und im April unter eine freie Lizenz gestellt wurde. Erst damit war auch der Weg zu einer Einbindung von »D« in die bekannte Compilersuite »GCC« frei.

Wie David Edelsohn auf der Liste des GCC-Projektes schreibt, wird D in der kommenden Version vollständig in GCC eingebunden werden. Möglich macht es eine Einsendung von Iain Buclaw, der im Rahmen des GNU D Compilers (GDC) eine Implementierung von D als Frontend für den GCC erstellte. Laut Buclaw, der nun D innerhalb von GCC pflegen wird und die Rolle des Maintainers übernimmt, unterstützt der Compiler D in der Version 2.0.

Die von Buclaw eingereichte Serie von Patches beinhaltet neben einem Front-End auch die D-Bibliotheken, Testsuiten und Laufzeitdateien. Insgesamt besteht der Patch aus fast 800.000 Zeilen in knapp 3000 Dateien. In Anbetracht der Größe und der Relevanz muss der Code deshalb noch durch einen sogenannten »GCC Global Reviewer« genehmigt werden, bevor er offiziell in GCC Einzug hält.

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