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Mo, 3. Juli 2017, 08:12

Software::Distributionen::Mint

Linux Mint 18.2 erschienen

Linux Mint 18.2 wurde wie geplant in allen Varianten gleichzeitig veröffentlicht. Die neue Ausgabe bringt einige signifikante Software-Aktualisierungen.

Desktop von Linux Mint 18.2 Cinnamon

Linux Mint

Desktop von Linux Mint 18.2 Cinnamon

Fünfeinhalb Monate nach Linux Mint 18.1 ist jetzt die neue Version 18.2 offiziell fertiggestellt. Auch Linux Mint 18.2 setzt auf Ubuntu 16.04 LTS auf und wird bis 2021 unterstützt. Die neue Version erscheint gleichzeitig in allen vier Desktop-Varianten, was für Mint ein Novum darstellen dürfte. Schon die Betaversionen für die Cinnamon- und Mate-Edition sowie die Xfce- und KDE-Ausgabe lagen nur um wenige Tage auseinander.

Die Cinnamon-Edition kommt mit der im Mai erschienenen neuen Version 3.4 des Cinnamon-Desktops. In Cinnamon 3.4 wurde die Handhabung der Desktop-Icons geändert. Die Icons können nun automatisch zeilen- oder spaltenweise in einem Gitterraster angeordnet werden. Außerdem lassen sie sich nach Name, Größe, Typ oder Änderungsdatum sortieren. Die Größe der Icons lässt sich mit einem Klick ändern, und sie werden in separaten Prozessen bearbeitet.

Auch die Plugins des Einstellungs-Daemons laufen jetzt als separate Prozesse und können damit nicht mehr den Daemon blockieren oder zum Absturz bringen. Der CJS-Javascript-Interpreter von Cinnamon wurde auf den Stand von Mozjs 38 gebracht, was einige Beschleunigungen bringen soll.

Die Webseite zu Cinnamon Spices, wo Themes, Applets, Desklets und Erweiterungen von dritter Seite angeboten werden, wurde von Grund auf neu geschrieben. Dabei ging es nicht nur um das Aussehen, sondern auch darum, Spices sicherer zu machen und eine höhere Qualität zu erreichen. Die Pflege und Entwicklung wurde auf Github ausgelagert, wo das Mint-Team alle Änderungen überprüft.

Blueberry, ein Frontend für Bluetooth, wurde stark verbessert und ermöglicht es, den verwendeten Bluetooth-Stack zu wechseln. Neue Einstellungen kamen hinzu, OBEX-Dateiübertragungen wurden hinzugefügt und der Bluetooth-Name des Rechners kann geändert werden. Ferner kam ein Bluetooth-Applet hinzu.

Weitere Verbesserungen gab es im Texteditor Xed, im Mediaplayer Xplayer, im Bildbetrachter Pix, im Dokumentenbetrachter Xreader, im Bildbetrachter Xviewer und im Update Manager. Der Display-Manager von Linux Mint ist nun LightDM mit vielen Konfigurationsmöglichkeiten. Der CD-Brenner Brasero wird nicht mehr standardmäßig installiert, ist aber noch verfügbar.

Fotostrecke: 11 Bilder

Neue Webseite für Cinnamon Spices
Blueberry in Linux Mint 18.2
Texteditor Xed in Linux Mint 18.2
Mediaplayer Xplayer in Linux Mint 18.2
Bildbetrachter Pix in Linux Mint 18.2
Eine bedeutende Änderung ist noch die Abschaffung des Root-Logins. Stattdessen muss man sudo verwenden. Nicht zuletzt wurde auch das Angebot an Hintergrundbildern nochmals erweitert. Weitere Details kann man in den Übersicht der Neuerungen nachlesen.

Die Mate-Edition von Linux Mint 18.2 enthält jetzt als Standard-Desktop-Umgebung Mate 1.18, das nun vollständig mit Gtk+ 3 compiliert wurde. Die weiteren Änderungen entsprechen laut der Übersicht der Neuerungen denen der Cinnamon-Ausgabe.

Die Xfce-Edition von Linux Mint 18.2 enthält als Standard-Desktop-Umgebung Xfce 4.12, an dem sich wenig geändert hat. Whisker wurde auf Version 1.7.2 aktualisiert, der Window-Manager xfwm4 auf Version 4.13. Die weiteren Änderungen entsprechen laut der Übersicht der Neuerungen denen der Cinnamon-Ausgabe.

Die KDE-Edition von Linux Mint 18.2 enthält als Standard-Desktop-Umgebung KDE Plasma 5.8. Damit gibt es hier keine wesentlichen Änderungen gegenüber Mint 18.1. Die weiteren Änderungen entsprechen laut der Übersicht der Neuerungen denen der Cinnamon-Ausgabe. Allerdings werden in dieser Übersicht die X-Apps nicht erwähnt.

Die Download-Möglichkeiten aller Editionen sind in den jeweiligen Ankündigungen und auf der Download-Seite zu finden. Die Aktualisierung von Linux Mint 18 oder 18.1 auf 18.2 soll problemlos online mittels des Update Managers möglich sein.

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