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Di, 18. Juli 2017, 13:13

Software::Distributionen::Fedora

Bessere Flatpak-Integration für Fedora 27 geplant

Fedora 27 soll eine bessere Integration des hauseigenen Paketsystems Flatpak bringen. Dazu wird auch auf aktuelle Entwicklungen bei Fedoras modularem Serverkonzept sowie bei Containern zurückgegriffen.

fedoraproject.org

Das am 31. Oktober zur Veröffentlichung vorgesehene Fedora 27 will das Paketsystem Flatpak enger an die Distributionsmechanismen des Projekts binden, nachdem für das gerade veröffentlichte Fedora 26 die Integration in den Software-Store »Gnome Software« vorangetrieben wurde. Dazu sollen Entwicklungen in Fedora 27 einfließen, die in Fedora 28 ihre Fortsetzung finden. Die Pläne binden auch Teile des Projekts Boltron ein, das eine modulare Server-Edition von Fedora anstrebt. Die weitere Integration von Flatpaks neben RPM-Paketen in der Distribution ist Teil der weiter gefassten Pläne für Flatpak.

Der Anwender soll in Fedora Workstation 27 einen gut gefüllten Katalog an grafischen Anwendungen als Flatpak vorfinden, wie bereits Red Hats Christian Schaller im Juni in seinem Blog schrieb. Dazu sollen die Mechanismen zum Erstellen von Flatpaks besser eingebunden werden, um es den Paket-Betreuern zu erleichtern, neben RPMs auch Flatpaks ihrer Pakete anzubieten.

Das System Flatpak besteht aus einer Laufzeitumgebung und dem Flatpak selbst. Die Laufzeitumgebung bietet Flatpaks oft genutzte Bibliotheken zentral an. Diese wird als Modul ausgelegt und soll im gleichen Zyklus wie das in Fedora 27 ebenfalls neue Plattform-Modul des Projekts für eine modulare Server-Edition aktualisiert und gewartet werden. So werden in beiden Modulen enthaltene Bibliotheken gleichzeitig aktualisiert.

Beim Bau der Flatpaks soll soweit als möglich auf Container-Mechanismen aus dem Atomic-Projekt zurückgegriffen werden. Automatisierte Rebuilds und die Integration in Fedoras Update-System Bodhi sollen garantieren, dass Sicherheits-Updates und Fehlerbereinigungen auch zeitnah beim Anwender ankommen. Die gepriesenen Vorteile von Flatpaks neben RPMs für den Anwender sind genauso vielfältig wie die Nachteile und die möglichen Probleme.

So können neuere Entwicklungsversionen neben einem installierten RPM getestet werden oder auf älteren Fedora-Versionen eingesetzt werden. Anwender mehrerer Distributionen haben unter allen Systemen die gleiche Version einer Anwendung. Die große Zahl an kontroversen Kommentaren, die innerhalb einer Woche aufgelaufen sind zeigt, dass beim Thema Flatpak in Fedora noch viel Diskussionsbedarf besteht.

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