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Thema: Welle der Hilfsbereitschaft für Krita Foundation

31 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 12:13 #

Wie im Artikel von gestern zu lesen ist, arbeitet diese Organisation (u.a.) mit dem Windows Store und Steam.

Diese Stores stehen dem Gedanken von freier Software praktisch diametral gegenüber, oder?

Geht es nicht bei diesen Stores darum, die Schwelle für das Anbieten von Software hochzusetzen und die Kontrolle darüber einer handvoll Big Playern zu überlassen?

Diese Big Player versuchen doch alle, diese Stores voranzubringen und die offeneren Kanäle zu schwächen - bis man irgendwann so weit ist, dass man sie komplett zumachen kann. Etwa weil das Geschrei irgendwann klein genug ist, oder weil die Leute eh keine Alternativen mehr haben.

Und was ist, wenn alles nur noch über diese Stores läuft? Was bedeutet das für freie Software? Ist das förderlich? Ist das so derart unterstützenswert? Oder sollte man dem entschieden entgegentreten?

Muss man immer zähneknirschend bei solchen Entwicklungen mitschwimmen, weil man sich für den Moment damit höhere Reichweiten verspricht? Oder sollte man von bestimmten Ideen die Finger lassen, einfach weil sie langfristig am eigenen Ast sägen?

Wer von euch kennt den Ablauf, auf einem aktuellen Windows 10 den Firefox runterzuladen, zu installieren und als Standardbrowser zu setzen? Ist das noch normal? Was wird denn passieren, wenn man Software nur noch per Store bekommt? Da kann man ja mal bei Apple-Telefonen schauen :)

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    Von somnium am Do, 3. August 2017 um 13:11 #

    Krita selbst ist quelloffen und frei über diverse Kanäle zu beziehen. Die Versionen auf Steam oder im Windows Store (Krita Gemini) basieren auf Krita, haben aber einige (kostenpflichtige) Zusatzfunktionen. Es gibt auch eine Variante für iOS. In meinen Augen, ist diese Variante ein guten Kompromiss zwischen dem open-source-Gedanken und einer soliden Finanzierung zur Deckung der Entwicklungskosten. Irgendwie muss sich so ein Projekt finanzieren. Das geht über Spenden, kostenpflichtige Zusatzfunktionen, Unterstützungsverträge, Lehrgänge etc.
    Was die kostenpflichtige Version nun von der offenen Variante unterscheidet, weiß ich nicht. Hier geht es auch nicht, um die Verschiebung in den proprietären Bereich, sondern Steam und der Windows Store sind einfache Vertriebswege.

    • 0
      Von ___# am Do, 3. August 2017 um 13:32 #

      Also eigentlich fand ich das nicht schlimm, dass es eine Version im Windows Store gibt. Aber nach deinem Beitrag sehe ich das anders.

      Wenn ich dich richtig verstehe, werden Spenden genommen um eine Version fertigzustellen die dann erweitert wird und kostenpflichtig im Store angeboten wird. Also wäre es für mich als Anwender blöd zu Spenden und besser im Store zu kaufen.

      Der Anwender der kauft, kriegt mehr als der der eventuell sogar mehr spendet.

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        Von mgraesslin am Do, 3. August 2017 um 20:46 #

        Ich habe noch nichts davon gehört, dass da Zusatzfunktionen sind. Ist auch Quatsch: Krita ist GPL, da kannst du keine kostenpflichtige Zusatzfunktionen einbauen.

        Der Mehrwert ist, dass es kompilierte Binaries gibt. Das ist die Leistung, die da bezahlt wird.

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      Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 13:36 #

      Das glaube ich denen schon, dass das einfach nur "Vertriebswege" sind, und man nichts Böses tun will.

      Leider stärkt und legitimiert man aber trotzdem die falschen. Es liefert einen Beitrag dazu, dass die Stores sich (zuungunsten der offeneren Kanäle) durchsetzen.

      Dass das nicht Teil des Plans ist, sondern nur ein Seiteneffekt, macht es ja überhaupt nicht ungefährlicher oder sonstwie besser.

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        Von ___# am Do, 3. August 2017 um 14:12 #

        Leider stärkt und legitimiert man aber trotzdem die falschen. Es liefert einen Beitrag dazu, dass die Stores sich (zuungunsten der offeneren Kanäle) durchsetzen.

        In diesem Fall hast du wohl Recht. Denn unter Windows ist die Store Variante die bequemste Installation. Auch wenn sie 10€ kostet.

        Unter Android sieht es anders aus. Davdroid kann man über den Play Store für 3-4€ beziehen oder über F-droid. Für letzteres muss man aber das Installieren von Fremdquellen im System aktivieren. Je nach Android Version, ist das aber gefährlich (Hab vergessen wie die Lücke heißt, war aber im letzten Jahr aktuell und damit bei 70% aller Geräte wohl noch). Wenn ich also einer technisch nicht so versierten Person die Synchronisation des Kalenders statt über google per Davdroid über z.B. mailbox.org einrichten möchte, bin ich froh über die Playstore Version von Davdroid. Schön ist das nicht.

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      Von ___# am Do, 3. August 2017 um 13:37 #

      Die Versionen auf Steam oder im Windows Store (Krita Gemini) basieren auf Krita, haben aber einige (kostenpflichtige) Zusatzfunktionen.

      Zu den Zusatzfunktionen habe ich nichts gefunden. Eher das Gegenteil (Steam Forum):

      Hi!

      Sorry for missing your earlier query. Let me try to be really, really clear here :-)

      Krita is Free Software, released under the GNU Public License, version 2 or higher. Over the past twelve years, over five hundred people have contributed to the Krita source code. It's impossible to take Krita and close it up!

      And that's the way I like it, because I'm a die-hard free software fanatic.

      Building Krita on Windows is a _pain_. See http://community.kde.org/Calligra/Building_Calligra_on_Windows for one way of going about it. Currently, on Windows, we build three versions of Krita:

      Krita Desktop: the application without support for HDR painting (exr images, opencolorio). A free download. This follows the regular releases the Krita community makes. The latest release is 2.8.3. We also make highly experimental builds available from the master branch. See http://forum.kde.org/viewtopic.php?f=281&t=121434, for instance.

      Krita Studio: this is a build we make for film and vfx studios. It includes OpenEXR and OpenColorIO. You can build this yourself -- all the source is available for free, after all, but it's a pain, and we think that for a studio it makes sense to pay us to get our binaries and support. We make new Studio releases whenever a new feature lands in git master that we think is particularly desirable and when git master is not in an unstable state.

      Krita Gemini on Steam: this is the dual-personality version of Krita with Steam integration. Sketch mode for your 2:1 ultrabook's tablet personality or on your big screen. Desktop mode for when you're on your laptop or desktop. You could also build this yourself -- the code is in the krita-steam-ko branch. The only thing is that you need to supply the appid to have the steam integration. We think that for steam users, this is a good deal because you get steam integration, frequent updates and don't have to worry about building krita yourself.

      Speaking for myself in my role as Krita maintainer and developer, when I'm on Windows I tend to just click my Krita Gemini on steam entry, because it's up to date and works fine with my Cintiq. Even though I have six different builds on the same hard disk!

      On Linux, it's different again. There is one release of krita, that includes Krita, Krita Gemini (without Steam integration) and Krita Studio. If you distribution has all the dependencies, it will have all the features. However, we make a Krita Studio build for CentOS 6.4 available for studios, again, to save them hassle and give support.

      Next year we hope to port to Android, too :-).

      In the end, Krita is free software. You can get the exact source you are running by cloning the git repo, checking the about for the git sha1 string and checking out that sha1 -- there are no hidden patches, nothing.

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    Von da-real-lala am Do, 3. August 2017 um 14:24 #

    Die viel größere Gefahr geht MMN von der reaktionären Gruppierung innerhalb der offenen Softwarebewegungen aus, die in wirklich in allem, was irgendwie mit Kapital zusammenarbeitet, eine Vernichtungsverschwörung lesen. Es ist manchmal die selbe Sprache, als hätte ich gerade bei Stormfront oder der AfD Facebookseite vorbeigeschaut. Krita ist kein kleines Bashscript, was sich eben in der Freizeit entwickeln lässt. Es ist Software, die mit vielen Komponenten zusammenarbeiten muss. Da flackert das Ding auf Grafikkarte X, da geht Tablet Y nicht. Dies braucht professionelle Ingenieursarbeit, Testgeräte, etc. Es müssen Leute bezahlt werden, damit sie nicht noch nach einem 8h Job sich weitere 10 an Krita setzen müssen und jemand muss auch die Geräte stellen. Vielleicht kriegt es Krita mal hin, eigene Stiftungen, Budgets zu haben. Bis jetzt sind sie auf andere Hilfe angewiesen.

    Faktencheck: Krita bekomme ich
    1. als Paket bei meiner Distro
    2. als AppImage von der Seite
    3. wahlweise bei Steam oder was auch immer.

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      Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 15:07 #

      Vieles ist ganz richtig, was du sagst. Und widerspricht meinem Punkt auch garnicht.

      Ich habe damit überhaupt kein Problem, dass die Jungs da Geld verdienen.

      Die Vertriebswege sind aber ungeschickt gewählt. Weil sie zwar kurzfristig sicher praktisch sind, aber langfristig uns ganz mächtig auf die Füße fallen werden, wenn sie zu stark werden. Und ich halte es wirklich nicht für überbordend reaktionär/revolutionär/weltfremd/verschwörungstheoretisch, wenn ich mir das bisschen mehr Weitsicht wünsche, auf diese Bärendienste einfach zu verzichten.

      Offensichtlich - und genau davon handelt ja dieser Artikel - kommt man durchaus auf nachhaltige Weise an Geld, ohne dass man langfristig seine Souveränität an der Garderobe abgibt.

      Oder ganz platt gesagt (damit es wirklich mutmaßlich (ich nutze kein FB) die gleiche Sprache ist, wie auf den von dir genannten Facebookseiten): Wenn die Stores stark genug sind, knipst MS das für unliebsame Mitspieler einfach aus. End of Story. Oder es gibt so einen Apple-artigen 'Deal': Jedes Grafikprogramm muss intern die Paint 3D Engine nutzen :) :) :)

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        Von da-real-lala am Do, 3. August 2017 um 15:20 #

        Tut mir sehr Leid, aber ich lese da leider wieder nur Verschwörungsdenken raus, dass auf keinen Fakten basiert. Das böse MS wird vielleicht mal in naher Zukunft irgendwo das Licht ausknippsen. Und wenn das passiert, dann ist das Krita sowieso scheiß egal, da sie eh über Distro-kanäle oder über AppImage befördert werden. Krita ist auch GPL, also verstehe ich den Aufstand nicht. Als ob man, weil man was bei Steam oder dem Windows Store reingestellt hat, einen faustschen Pakt einging und nie wieder anderswo seine Waren verkaufen darf. Alles sehr postfaktisch. Bitte nicht als Beleidigung verstehen, nur die Panikmache finde ich unangebracht. Ich würde es allen Menschen wünschen, aber leider leben wir in keiner sozialistischen Utopie, wo Resourcen automatisch gerecht an alle verteilt sind und die Krita devs einfach so aus Spaß und Freude das Programm entwickeln können.

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          Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 16:23 #

          Bei dir lese ich vorallem eine Leichtfüßigkeit raus, die ich wiederum nicht richtig finde. Wenn du mich fragst, haben wir dieser Convenience-orientierten Sicht wegen heute schon zu viel verloren an Zuckerberg, an Google, an Apple und einer kleinen handvoll weiteren.

          Und da will ich garnicht großartig etwas belegen. Die Kritikpunkte sind im Groben ja ziemlich bekannt. Wenn man will, findet man die schnell alle auch im Netz. Wenn man das für Panikmache oder postfaktisch hält, den Big Playern zu unterstellen, sich ein Monopol zu erkämpfen; dann kann ich's nicht ändern...

          Dass da nicht noch mehr verloren gegangen ist, liegt nur daran, dass ein paar Leute heutzutage immernoch wach sind. Es werden jeden Tag weniger, ist mein Eindruck.

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            Von Anon Y. Mouse am Sa, 5. August 2017 um 12:23 #

            Trotzdem es sehr amüsant ist euer geplänkel zu lesen gibt es doch auch einen pragmatischen Mittelweg.

            Moderierte SW repositories und damit auch Appstores haben durchaus grosse Vorteile. Das sieht man nicht zuletzt bei den linux distributionen.

            Insbesondere kann das Repoframework automatisch die Echtheit der Pakete kryptographisch verifizieren, wer macht das bei install CDs? bei Downloads schon selbst? Vielleicht Anfang und Ende der MD5 oberflächlich checken... Die notabene aus der selben Quelle wie die EXE kommt.

            Klar gibt es einen Lock-in, zumindest eine Gefahr des Lock-in. Aber das liegt nicht am store, siehe Googles unbekannte Quellen Option. Window's installer Funktionalität. Wenn aber Apple sagt in meinem Garten bestimme ich, ist es ein Abwägen ob man das Türchen öffnet und eintritt oder nicht.

            Solange Linux GPL ist, BSD frei bleibt, AOSP weiter existiert, sehe ich kein Problem. Und bis Catia und Konsorten sowie obskure überteuerte ERP Systeme im Store auftauchen sehe ich auch bei MS keine allzu grosse gefahr, dass die noch weit offene (Hinter-?)Tür zugeschlagen wird.

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        Von somnium am Do, 3. August 2017 um 15:42 #

        Eine Ergänzung dazu ist der offizielle Standpunkt auf der Krita-Seite:

        Krita Gemini is a version of Krita 2.8 that has both a traditional desktop user interface, as well as an interface optimized for tablets and touch interaction. If you’ve got a convertible ultrabook, Krita will automatically switch when you turn your ultrabook into a tablet, or back! Krita Gemini is still open source, and you can get the source code from our git repository, but we make Krita Gemini exclusively available through Valve’s Steam app store.

        All the work that goes into Gemini feeds back into the open source project, so by buying Gemini, you are also helping directly to support Krita’s development!

        Visit the Krita Gemini Steam page to learn more.

        Und wie bereits erwähnt wurde, ist die Lizenz von Krita immernoch GPL. Krita Gemini ist übrigens auch quelloffen und kann über das Git-Archive runtergeladen werden. Man muss es nur selber kompilieren. Den Entwicklern hier unlauteres Verhalten vorzuwerfen oder irgendein Verschwörungsdenken zu präsentieren, halte ich für unangebracht. Nichts deutet darauf hin. Alle Programme sind frei und kostenlos. Wenn man sie unterstützen will, dann spendet man oder kauft die Programme in den entsprechenden Stores. Ich sehe hier wirklich keinerlei Gefahr.

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          Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 19:11 #

          Die Leute widersprechen hier alle, und argumentieren dann völlig an mir vorbei. Ich muss scheinbar mehr Emojis benutzen, damit der Homo Whatsappicus da wieder Zugang zu bekommt :-/

          Nochmal: Ich werfe den Krita-Leuten keinen bösen Willen vor. Ich bin mir sicher, dass sie dort ungetrübt zur GPL stehen und das nicht proprietarisieren wollen.

          Aber diese App Stores zu befeuern ist ungesund für uns! Es sind Walled Gardens. Mit dem sichtbaren Trend zu mehr Abschottung und zentraler Kontrolle. Frag mal bei Mozilla, was die bspw. vom Applestore halten! Und wer profitiert bspw. davon, dass VPN- oder Anonymisierungstools dort rausfliegen?

          Es _muss_ doch jedem klar sein, dass man in diesen Stores Kontrolle und Unabhängigkeit abgibt an Parteien, die nicht unbedingt auf unserer Seite spielen! Man geht den kurzfristig sichtbaren Vorteilchen auf den Leim!

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            Von mgraesslin am Do, 3. August 2017 um 21:37 #

            Deine Kritik muss sich an die Kunden richten, welche die Stores verwenden und nicht an die Anbieter.

            Ist Krista dort nicht kaufen die Anwender PS und das wäre ja noch schlimmer.

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              Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 22:03 #

              Meine Kritik würde sich in ähnlicher Weise auch an die Kunden richten. Natürlich wäre es toll, wenn Kunden ein wenig mehr überlegen würden, welche Produkte sie zu welchen Konditionen beziehen.

              Aber bei Organen, die der freien Software nahestehen, muss ich ja zumindest davon ausgehen, dass sie interessiert an weiterhin freien Zugängen zum Benutzer sind, und auch ein Stück weit sensibilisiert sein könnten.

              An 'Krista' muss ich wohl nicht ernsthaft herantreten. Sie ist weder interessiert an noch sensibilisiert für _irgendwas_. Das war sie schon vor zehn Jahren nicht, und heute ist sie es doppelt nicht. Außer dass sie es mit drei Emojis in irgendeiner WhatsApp-Gruppe gegenkommentiert, ist da überhaupt nichts zu erwarten.

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                Von Anon Y. Mouse am Sa, 5. August 2017 um 12:28 #

                Mir ist es bedeutend wohler wenn meine Mutter die SW aus den Repos von Mageia zieht und Ihre apps aus dem Playstore, als von warez seiten und Sourceforge.

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    Von Idiotenpfleger am Do, 3. August 2017 um 21:23 #

    war ja klar: da sucht und findet ein Projekt einen Weg, seinen Marktanteil zu steigern, und schon kommt ein selbsternannter Freiheitskämpfer an und findet wiedermal ein Haar in der Suppe.

    Da fragt man sich echt, wie behämmert manche Leute sind.

    Standardablauf, den Firefox zu installieren? Runterladen, .exe doppelklicken, warten, Frage nach dem Standardbrowser mit "ja" beantworten, die Kiste wechseln automatisch in die Systemsteuerung, umstellen, fertig. Ja, ist umständlich, aber Mozilla hat den Umweg per Workaround umschifft.
    Und jetzt frage ich mich, was das mit dem "Vergehen" von Krita zu tun hat, sich über den Windows Store verbreiten zu wollen.

    Natürlich ist so ein Platz in einem Windows Store förderlich! Natürlich ist das unterstützenswert! Und natürlich sollte man dem nicht engegentreten, sondern es durch Downloads über den Store unterstützen!

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      Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 21:54 #

      Du bist der erste, der wenigstens darauf _eingeht_, was ich geschrieben habe. Das erfreut mich erstmal.

      Erstmal zum allgemeinen Punkt: Der Artikel, den wir hier gerade kommentieren, zeigt ja gerade auf, dass es beiweitem problemlosere Methoden gibt, um an Geld zu kommen. Und wenn heutzutage wirklich nur 'behämmerte' 'Freiheitskämpfer' diese Abwägung kritisch sehen, ist das ein Trauerspiel!

      Zur schnellen Sanierung der Kassen setzt man auf einen Vertriebskanal, der es anstrebt (a) langfristig (aber natürlich auch nicht langsamer als nötig) der einzige Bezugsweg von Software zu werden und (b) von exakt einem Konzern gesteuert, gewertet und gewichtet zu werden.

      Was glaubst du denn, was sich MS, Google und Apple von diesen Stores versprechen? Sollen das liberale, faire und offene Marktplätze mit freien Zugängen und niedrigen Schwellen für alle sein? So manche Träumer scheinen sich das wirklich so vorzustellen, einfach nur weil diese Stores heute halt _noch_ nicht diese Marktmacht haben.

      Wer diesen Weg unterstützenswert findet, hat die Idee hinter diesen Walled Gardens einfach nicht verstanden. Oder _will_ es nicht verstehen, weil ja alles viel schöner aussieht, wenn man die rosa Brille aufsetzt.

      Und zu der Nebenbaustelle 'Firefox unter Win10': (a) Inzwischen ist noch ein weiterer Schritt nötig. Wenn du es nämlich so machst, heult es einem in den aktuellen Versionen noch einmal ganz explizit vor, dass man sich das ja nochmal überlegen sollte, weil der Edge ja so toll ist und tralala. Das ist schon grob unseriös imho. Und Mozilla hat das nicht umschifft. Ich muss das jedes Mal machen. Und warum muss ich das machen? Weil ich das System mit einem technisch schwierigen Problem konfrontiere? Nein. Weil da ein Konzern seine Macht gegen die anderen Teilnehmer nutzt. Der Ablauf war ja früher total streßfrei. Das sind doch alles künstliche Hürden mit betriebswirtschaftlichen Erwägungen. Und genau das wird auch die Modalitäten dieser Stores mehr und mehr bestimmen, je mehr Hinz und Kunz die Stores stark machen und festigen. Natürlich langsam und fließend. Es wird nicht nächste Woche durchdringend passieren! Andererseits, konkrete Fälle gibt es ja schon einige (in dem Walled Garden der Apfelfraktion hauptsächlich bekannt geworden).

      Ja, wie behämmert manche Leute sind... Diese Frage drängt sich durchaus auf!

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        Von MonteDrago am Fr, 4. August 2017 um 09:03 #

        Also jetzt muss ich mich doch auch mal hier zu Wort melden. ;)

        @Josef
        erstmal muss ich dir leider vorwerfen, das du nicht Konsequent bist.
        Du argumentierst hier (richtigerweise) gegen die Wallet Garden Windows Store, aber nutzt den "Trojaner" Windows 10!.

        Und bitte komm jetzt nicht mit "Aber ich brauche doch Programm XY, was unter Linux nicht läuft" das würde ich nur akzeptieren, wenn das ein Arbeitsrechner in der Firma wäre, und da kannst du als User normalerweise nichts installieren.

        Ich selber nutze Privat nur noch Linux, und ja dafür musste ich vor 10 Jahren meine gewöhnten Workflow anpassen.

        Da ich aber beruflich Support für Windows leiste, sind mir die typischen 08/15 WinUser vertraut.
        Diese interessieren sich nicht dafür ob das Programm das sie einsetzen Open Source ist oder nicht, die interessiert es nur ob sie damit das machen könne, was sie benötigen.
        Die wollen es möglichst einfach haben, und würden deshalb Software nur im absoluten Notfall , per Hand installieren.

        Ich halte es deswegen für keine schlechte Idee, diese über diesen Weg auf Krita aufmerksam zu machen.
        Und auch wenn ich es nicht kontrollieren kann (habe ja kein Windows 8) ), bin ich mir sicher das zu mindestens im Info Fenster und bei Updates auf die Krita Webseite und den Open Source Background hingewiesen wird.

        Also selbst wenn irgendwann der Store zugemacht wird (was ich auch für wahrscheinlich halte :( ), könnten die User zu mindestens Wissen, das es eine Alternativ gibt.

        Und wenn es sie nicht juckt, dann haben sie auch nichts anderes als Wallet Garden, und die damit verbundenen Nachteile verdient.
        Sie haben dann Open Source wenigsten indirekt (durch das Geld) unterstützt.

        08/15 User mit Gewalt zu Freier Software zwingen zu wollen, funktioniert nicht, da wenden Sie sich erst recht ab.

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          Von Josef Hahn am Fr, 4. August 2017 um 09:25 #

          Hi.

          Ja, deine Abwägungen aus dem zweiten Teil kenne ich schon; ich halte sie halt nur für langfristig nicht geschickt.

          Und zu deinem ersten Teil: Ich benutze privat nur Linux; und zwar mehr oder weniger seit Beginn dieses Jahrtausends ;) Mir würde es im Traum nicht einfallen, privat Windows zu benutzen. Das ist tatsächlich ein rein berufliches Ding. Und doch, dass man selbst Software installieren darf, ist nicht völlig unüblich. Mindestens habe ich auf der Firma einige VMs, in denen ich tun und lassen kann, was ich will.

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            Von MonteDrago am Fr, 4. August 2017 um 13:04 #

            Ja OK, dann habe ich dich falsch eingeschätzt Sorry.

            Und ich als Supporter kann beruflich natürlich auch Software installieren.

            Aber du wirst zugeben, das wir damit keine typischen 08/15 User sind, sondern eher einer Minderheit angehören. ;)

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        Von Idiotenpfleger am Fr, 4. August 2017 um 10:36 #

        tja, vielleicht bist du nicht nur behämmert, sondern irgendwie total verblödet. Kann ja auch sein.
        Diese Verblödung äußert sich darin, dass hier hauptsächlich rumgejammert wird:

        "oh Gott, dann machen die den Store zu! und dann..." - ja was ist denn dann?? Dann ist er zu. Und? Dann hat man bis zur Schließung und dem damit verbundenen Ausschluss von Krita aus dem Store so viel wie möglich Kasse gemacht und User gewonnen. Tja, man hat also das maximal mögliche rausgeholt.

        Leute wie du sehen in allem eine Verschwörung. Man kann dann dieses Verbreitungsmodell nicht mehr fortsetzen. Und? Ist es dann besser, dieses Verbreitungsmodell gar nicht erst zu nutzen? Um dem Store keinen Vorschub zu leisten? Schonmal daran gedacht, dass das keinen Unterschied machen wird, dass Windows & Co. NICHT dasitzen werden und bibbern: "oh Gott, Krita macht im Store nicht mit... da müssen wir den Store abschaffen!!!!" Leute wie du überhöhen gedanklich ihre Wichtigkeit und ihren Einfluss auf die Welt da draußen extrem.

        Und weiterhin ist es auch noch so: walled garden hin oder her: die Plattform verkauft sich nur, wenn Benutzeranforderungen erfüllt werden. Ein open source Programm mehr oder weniger schadet dem ganzen nicht, also wird der Store auch niemals geschlossen und zum walled garden werden, sondern extra offengehalten, um anderen Plattformen das Wasser abzugraben. Das ist übrigens auch bei Apple so. Man muss nur die Anforderungen von Apple erfüllen und schon ist man drin, im Store.

        Zu guter Letzt.
        Diese mit deiner gedanklichen Überhöhung deiner eigenen Wichtigkeit verbundene hirnrissig-unlogische Denkweise kann ein normal denkender Mensch nicht nachvollziehen. Deshalb würde ich gern mal so was wie ein Adventuretraining machen und mich in dein Gedankenkorsett begeben. Was muss man einnehmen, um so draufzukommen? Einfach nur 3 Monate Keller ohne Tageslicht?

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          Von Josef Hahn am Fr, 4. August 2017 um 11:34 #

          Zu deiner Unsachlichkeit gesellt sich jetzt auch noch Leere. Außer dass du mir nochmal versuchst, weißzumachen, es sei ja alles nicht so schlimm, und die Welt steuere sich automatisch in eine gute Richtung, selbst wenn die einzelnen Teilnehmer alle Bockmist verzapfen, hast du ja wirklich wenig Neues geboten.

          Also dein Gedankenkorsett möchte ich definitiv nichtmal in einem Adventure ausprobieren. Und wenn doch; das Adventure heißt wahrscheinlich Facebook und WhatsApp; ja?!

          Mit schön viel Emojis, guter Laune und Euphorie überall ;)

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            Von Idiotenpfleger am Fr, 4. August 2017 um 12:41 #

            Man könnte sich natürlich auch wie du depressiv in eine Ecke setzen und sich bitterlich über die böse Welt da draußen beschweren.
            Das kommt sicher vom Tageslichtentzug. Weitere Nebenwirkung: du fühlst dich doch bestimmt auch in deiner Freiheit eingeschränkt, wenn du ne .mp3 abspielen kannst.

            Oder man nutzt alle sich bietenden Möglichkeiten für sich aus, um das Maximum herauszuholen.

            Dass Krita das tut, finde ich gut. Dass sie sich von Spinnern wie dir nicht reinreden lassen, finde ich noch viel besser.

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              Von Josef Hahn am Fr, 4. August 2017 um 12:48 #

              Jojo, so wird's sein Herr Pfleger ;) Und jetzt wieder ab mit dir in die Emoji-Krabbelgruppe!

              EOD

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                Von Idiotenpfleger am Fr, 4. August 2017 um 13:06 #

                Dass du dich so an der Emoji-Gruppe hochziehst, spricht eindeutig für die Richtigkeit meiner Diagnose: Tageslichtentzug.
                Das gleiche zeigen auch alte verknöcherte Trottel, die mit der Welt da draußen nicht mehr mitkommen.

                Ansonsten kommt aus deiner Ecke auch nur dümmlich-pseudointellektuelles Geschwafel. Enddiagnose: mit vielen Worten nichts gesagt, dumm, depressiv, behämmert.

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    Von chilli am Fr, 4. August 2017 um 13:05 #

    Ich glaube, diesen Stores geht es in erster Linie darum, mit Convenience Geld zu verdienen. Sei es, die Leute da abzuholen, wo sie sind, oder es ihnen zu ermöglichen Programme "ohne viel Gedöns" auf die Platte zu bekommen.

    Die andere Frage ist die, ob sie eine wie auch immer gestaltete Marktposition ausnutzen.

    Für den Programmierer ist die Frage, ob er diesen Vertriebsweg wegen a) der Convenience und b) trotz möglicher Marktpositionsprobleme beschicken will und c) ggf. ein Einkommen zu generieren (wovon d) der "Wegelagerer" (Store) sich ein Stück abzweigt)

    Für den Anwender ist die Frage, ob ihm a) und c) wert sind b) und d) in Kauf zu nehmen 8wenn er sich solche Gedanken überhaupt macht).

    Ich für meinen Teil habe schon öfter .apk's von F-Droid anschließend im Play Store nochmal heruntergeladen und bezahlt, weil das für mich die einfachste Möglichkeit war, dem Projekt hinter dem .apk einen Groschen zukommen zu lassen. Allerdings werden die meisten ein Angebot außerhalb des Play Stores gar nicht kennen.

    Fazit: es kommt einfach drauf an, wie der Store-Inhaber agiert und dass, sollte er marktmisbräuchlich agieren, ihn unabhängige Kontrollinstanzen wettbewerbsrechtlich zur Rechenschaft ziehen können (was ja, wie man aus den alten IE Tagen kennt, nur schleppend, aber, funktioniert hat).

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Von andreas_k am Do, 3. August 2017 um 18:30 #

Also ich würde lieber zahlen für Linux und all deren Programme, als dass ich meine Freizeit damit verbringe es zu verbessern. Leider schaffe ich es nicht und es macht mir zu viel Spass.

Meine Frau kauft sich auch Stoffe und näht sich Ihre Gaderobe selbst. Andre Leute gehen tauchen. Warum soll ich für etwas womit ich Stunden des Tages verbrige nicht Geld bezahlen damit sich jemand anderes darum kümmert, dass mir mein Leben erleichtert wird.

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    Von Josef Hahn am Do, 3. August 2017 um 21:31 #

    Full ACK. Aber was willst du damit sagen? Bzw worauf nimmt es Bezug? Hat jemand infrage gestellt, dass es sinnvoll sein kann, für Leistungen etwas zu zahlen? Wo?

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