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Thema: OSB Alliance schlägt offene Software für Diesel-Updates vor

17 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von Trux am Do, 10. August 2017 um 11:45 #

Die Software zu öffnen ist der einzig machbare Weg, sog. Abschaltvorrichtungen aus zu schliessen.
Ich wundere mich wieso der Vorschlag jetzt erst in die Debatte kommt. Wie will das KBA auf dem Prüfstand sonst wissen, ob die Werte auch im Straßen Betrieb erreicht werden können?
Die Tests auf der Straße sind gut um ein Plausibilitätstest durchzuführen. Zum Messen ob die Fahrzeuge die Norm einhalten benötigt man aber standardisierte Bedingungen.
Ohne offene Software sagen die aber nichts aus. Die Betrugsmöglichkeiten sind einfach viel zu hoch.

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    Von Potz Blitz am Do, 10. August 2017 um 13:16 #

    Wenn die Hersteller eines NICHT wollen, dann ist es Transparenz. Das fängt damit an, dass nur noch "Fachwerkstätten" das Auto warten und reparieren können. Alles wird verdongelt, geheimgehalten und mit Spezialschrauben gesichert. Und dem Kunden wird das dann als Fortschritt verkauft. :down:

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      Von Holger W. am Do, 10. August 2017 um 13:51 #

      Und da der Gesetzgeber nicht etwas will, was die Hersteller nicht wollen, wird daraus wohl nichts werden.

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        Von blackcrack am Fr, 11. August 2017 um 05:21 #

        interessanter Satz und sehr gut gewählt !

        Wenn ich so denke, daß Parlamentarier in den Privatsektor gehen und dort dann sich unterrichten lassen, wobei ihnen nicht nur das wissen mitgeliefert wird sondern auch eine Einstellung für die Zukunft (in Sachen für die Autoindustrie) und das nicht nur , nicht bezahlen müssen, sondern auch dann "entlohnt" werden...

        Aber da in naher Zukunft ja endlich mal (weil es nicht anders geht) Elektroautos und ähnliche Motoren endlich unterstützt werden und der Umbau in vollem Gange ist ... Sollten Die Automobilkonzerne echt mal überlegen, ob sie nicht mal endlich wirklich alle Software offenlegen die Diesel und andere Verbrennungsmotoren Details enthalten, die in naher Zukunft nicht mehr wirklich gebraucht werden, nur eben um gemeinsam eine nachschau halten zu können, was wir gemeinsam tun könnten.. Aber da das ja die Privatwirtschaft unterliegt und dadurch auch im Hauptfalle des BGB und andere eingemantelte Gesetze die das Wesen des GG nicht verletzen dürfen und das nur per Gesetz... ist alles so dermaßen verbogen, daß ich nicht mehr daran glaube, daß solche "mächtige" Konzerne es sich jemals anders überlegen.. das.... geht nur noch mit zwang..

        liebe Grüße
        Blacky

        Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2017 um 05:43.
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          Von Holger W. am Fr, 11. August 2017 um 07:00 #

          Hallo Blacky,

          erfreulich finde ich das übrigens gar nicht und den Vorschlag, offene Software zu verwenden, halte ich für richtig.

          Schon ein Einblick in die verdienstvolle Arbeit von LobbyControl zeigt schön, für wen eigentlich Politik gemacht wird.

          Und wenn da mal was an die Öffentlichkeit kommt, wird von den gleichen, die den Schlamassel eigentlich zu verantworten haben, kurz mit Empörung geheuchelt, um dann wieder zur Tagesordnung überzugehen.

          Davon abgesehen: Wenn ich bedenke, wie ich für eine nebenberufliche musikausübende Tätigkeit gegängelt werde, für den Steuerfreibetrag von 2400 Euro pro Jahr vier DinA4 Bögen ausfüllen und einreichen muss, und viele dieser Heinis, die von unseren Steuergeldern als Politiker finanziert werden, dieverse lukrative Nebentätigkeiten haben, die teilweise engagierter angegangen werden, als das Hauptamt, dann ist das schon sehr ärgerlich.

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      Von blummermal am Fr, 11. August 2017 um 13:33 #

      Ja, nur noch der geschulte Autodieb kann mit seinem, von den Skoda-Werken geborgten Notebook via OBD2-Schnittstelle deinen VW entriegeln und starten ;-)

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Von otte am Do, 10. August 2017 um 13:05 #

Die Motor-Steuersoftware hat soviele Zeilen Quelltext, das eine Überprüfung der Software zu arbeitsaufwändig ist. Leider ist das so!

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    Von openWeb am Do, 10. August 2017 um 14:55 #

    Mit Verlaub, aber das glaube ich nicht... Hast Du da mal konkrete Angeben? Jedes 20€ Billigchiptuning Teil aus Asien greift in den Code aktiv ein, allzu komplex können die enstprechenden Dinge also nicht umgesetzt sein...
    Ich glaube einfach nicht, dass der Code so riesig ist - und wenn, bin ich sicher, dass spätestens ein halbes Jahr nach Offenlegung eine optimierte, wesentlich kleinere Version existiert. So ist das mit "historisch gewachsenen Closed-Source-Geschichten"

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    Von Trux am Do, 10. August 2017 um 19:14 #

    In Zeiten von Computern kann man die Prüfung des Quellcodes automatisieren. Die Stellen im Code, die AdBlue ab und anschalten sind schnell gefunden.

    Ausserdem, garantiert der offene Code, dass man ihn auch nachträglich prüfen kann. Dies verhindert schon fast von allein die grössten Sauereien.

    Wenn ich im Abgasskandal zu ermittel gehabt hätte, hätte ich mir als erstes den Quellcode geschnappt. Dort kann man genau sehen wann welche Prüfstanderkennung von wem eingebaut wurde. Eine Staatsanwaltschaft die dies nicht tut, will auch keine Beweise finden.
    In anderen Bereichen wird ständig davon geredet, dass es keinen rechtsfreien Raum geben dürfe. Hier sorgt Politik und Behörden dafür, dass selbst bei offensichtlichen organisierten Betrügereien keine Ermittlung stattfindet.
    Der Quellcode (auch ohne dass er allgemein geöffnet wird) ist hier Beweismaterial.

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    Von Holger W. am Fr, 11. August 2017 um 07:32 #

    Nun ja, die Überprüfung findet nun nicht mit Lochkarten-"Rechnern" statt, sondern mit modernen Maschinen. Was meinst Du, was das Klimarechenzentrum so täglich an Daten verarbeitet? Dagegen ist Motorsteuersoftware ein kleines Schluckäufchen :D

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Von hoschi am Do, 10. August 2017 um 16:55 #

Ich habe in einer langen und hoffentlich höflichen Email genau das und noch mehr Volkswagen vorgeschlagen. Warum? Weil ich Inhaber von VW-Stammaktien bin.

Weil damit das Vertrauen zurückgewonnen werden kann und nur damit. Weil der VW-Chef aus dem Softwarebereich kommt. VW selbst bereits Quellcode im Linux-Kernel eingecheckt hat (VW-Research). Außerdem, weil angesichts autonomer Autos und Elektromobilität ein offener Quellcode zur Sicherheit aller wichtig ist. Das schließt Fehler im Quellcode nicht aus, aber eine Schlammschlacht schon. Wer als erster loszieht, kann nicht verlieren. Zumal sich Toyota gewaltig blamiert hat (Rekursionen im Quellcode, zu wenig RAM, keine zertifizierte Hardware gegen umgekippte Bits, haufenweise globale Variablen...alles Verstösse gegen MISTRA-C).

Antwort war in etwa:
Wir bedauern das sie einen Diesel gekauft haben.

WTF? In meiner Email stand extra, dass ich keinen Diesel fahre sondern einen Benziner. Ich mag Diesel nicht und habe mich schon vor dem Abgasskandal bewusst gegen einen Diesel entschieden.

Wenn wir unser Leben einem autonomen Auto anvertrauen oder einem Herzschrittmacher, dann sollten die Baupläne, die Materialien und die Software offen liegen. Nicht für ein "Blame-Game" und auch nicht für Regressforderung, sondern damit aus Angst nicht Fehler verschwiegen werden. Da bedeutet nicht, dass jemand die Recht an irgendwas aufgibt und man darf die die Steuereinheit auch mit einer Plobme oder so versiegeln. Dann kann man im Bedarfsfall (Firmenpleite? Forschung? Zulassungsprüfung?) trotzdem ran, trägt dann aber die Verantwortung. Nachhaltiger ist das ganze auch, so kann Hardware länger verwendet werden, wenn die Software einen nicht daran hindert.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 10. Aug 2017 um 17:00.
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Von hoschi am Do, 10. August 2017 um 16:57 #

Entschuldigung. Doppelpost.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 10. Aug 2017 um 16:57.
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Von Heinz1133 am Fr, 11. August 2017 um 14:05 #

Bitte auch gleich Offenlegung von allen anderen Quellen e.g. Microsoft OS, Google Suchmaschienenalgo etc. da wird überall regelmäßig beschissen, der Kunde ausspioniert etc.. Backdoors etc. sogar im Regierungsauftrag eingebaut.

Beim WLAN/DSL/Sport/Flüchtlingen/Glühbirnen etc. wird man überall verarscht, da hört man dann, Flüchtlinge lösen den Fachkräftemangel, LED Lampen halten 20k h, Highspeed Internet für alle blablabla.

Man tut jetzt gerade so also hätte nur die Auto Industrie ein Image Problem und alle anderen sind Saubermänner.

Ist einfach komplett lächerlich sowas. Vor allem unsere Politiker, da ist immer jeder andere Schuld, selbst macht man alles richtig. Die Politik hat hier wieder mal versagt, hätte man Realtests gemacht bräuchte man jetzt nicht drüber diskutieren. Wo ist denn die Moral bei den Saubermännern, wenn man sich mal wieder auf Steuerzahlerkosten für 300€ einen Kugelschreiber besorgt.

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Von L2AE am Mo, 14. August 2017 um 07:25 #

Aus der Sicht eines Open-Source-Verbandes empfehlt der Verein deshalb sowohl der KFZ-Industrie als auch der Politik, durch Offenheit und Transparenz Vertrauen zu schaffen.

Wo ist das Problem? Das Land Niedersachsen hält 30% der VW Anteile und hat besondere Stimmrechte (VW Gesetz). Der Ministerpräsident von Niedersachsen ist z.Z. von der SPD. Der Adressat dieser Forderung sollte folglich nicht "die Politik", sondern "die SPD" sein.

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Von Atalanttore am Di, 15. August 2017 um 20:55 #

Nötige Hardware für Navi, DAB, Einparkassistent, usw. ist in neuen Autos vielmals bereits serienmäßig verbaut, aber per Software freigeschaltet wird das jeweilige Zeug erst durch einen großzügigen Obolus an die Vertragswerkstatt.

Offene Software ist so ziemlich das Letzte, was die Autoindustrie einführen wird.

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