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Do, 24. August 2017, 13:09

Gemeinschaft::Organisationen

Open Source Jobs Report 2017: Fachkräfte weiter gesucht

Die Linux Foundation hat ihren zusammen mit der Jobbörse Dice jährlich veröffentlichten »Open Source Jobs Report« neu aufgelegt. Die neuen Zahlen zum Arbeitsmarkt für Open-Source-Fachkräfte zeichnen ein unverändertes Bild: Die Nachfrage nach Fachkräften ist weiter gestiegen und übersteigt das Angebot.

Mirko Lindner

Zum sechsten Mal legt die Linux Foundation, das Industriekonsortium zur Förderung von Linux und Zusammenarbeit an freien Projekten, ihre Zahlen zum Arbeitsmarkt für Open-Source-Fachkräfte vor. Konzentrierte sich die Umfrage anfänglich auf Linux, so wird seit letztem Jahr der gesamte Open-Source-Markt einbezogen. In diesem Markt dominieren offenbar die Themen Cloud, Web-Technologien und Linux. Zahlreiche Arbeitgeber suchen bevorzugt Leute, die mit ihren Kenntnissen bezüglich eines dieser Themen auf dem neuesten Stand sind.

Wie die Herausgeber schreiben, dominiert Open Source jetzt große Teile der Welt. Eine schier endlose Liste von Firmen setzt auf Open Source für ihre Web-Angebote, darunter mit Google, Twitter, Facebook, eBay und Pinterest die meisten der größten Unternehmen. Im Smartphone-Markt dominiert Android total. Auch der Fahrzeugmarkt wird von Linux beherrscht, sowohl bei der Steuerung der aufkommenden autonomen Fahrzeuge als auch bei Fahrzeuginformations- und Unterhaltungssystemen. Daraus folgt zwangsläufig, dass neue Jobs entstehen, in denen Kenntnisse von Linux und Open Source gefragt ist.

Die Zahlen des diesjährigen Open Source Jobs Report beruhen auf den Angaben von ungefähr 2.100 Personen, davon 300 Managern mit Personalverantwortung, und ist damit weniger repräsentativ als der letztjährige. Das Problem der Unausgewogenheit wird durch die massive Zentrierung auf die USA verschärft, da 77% der antwortenden Manager die USA als Firmensitz angaben.

Die Tendenz des Berichts hat sich 2016 nicht geändert: 58% der Entscheider wollen in den nächsten sechs Monaten weitere Open-Source-Fachkräfte einstellen. Nur leicht haben werden sie es damit nicht. 89% halten es für schwierig, solche Mitarbeiter zu finden. Auf der anderen Seite kann das den Open-Source-Fachkräften höhere Gehälter oder Boni einbringen. Allerdings ist der Anteil der Manager, die aufgrund der Marktsituation wahrscheinlich noch mehr Mitarbeiter benötigen, deutlich von 57 auf 43 Prozent gesunken. Die zunehmende Unsicherheit über die weltweiten Entwicklungen könnte einer der Gründe dafür sein.

Am stärksten gefragt sind Leute mit Kenntnissen von Cloud-Technologien (70%). Knapp dahinter folgen Web-Technologien mit 67% und Linux mit 65%. Auf den weiteren Plätzen folgen Netzwerk-Technologien (48%) und Sicherheit (46%). Beschränkt man sich auf Open-Source-Kenntnisse, so liegen Cloud und Virtualisierung mit 60% vorn, gefolgt von Anwendungsentwicklung (59%) und DevOps (57%). Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer hält Cloud, Big Data, Container und Sicherheit für die Themen, die noch an Bedeutung zulegen werden.

Zertifizierungen werden von 76% der Teilnehmer als sinnvoll für ihre Karriere eingeschätzt. 50% der Manager sind bereit, den Mitarbeitern solche Zertifizierungen zu bezahlen, deutlich mehr als im Vorjahr. Der Bericht kann bei der Linux Foundation nach Angabe des Namens kostenlos heruntergeladen werden.

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