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Thema: Suse setzt weiterhin auf Btrfs

23 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
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Von tronco_flipao am Fr, 25. August 2017 um 08:26 #

Ich hab auf einem Testserver Btrfs installiert. Es funktioniert, Datenverlust hatte ich nicht und die Snapshots sind echt ein cooles Feature.

Auf produktiven Server setze ich aber weiterhin LVM und ext4 oder xfs ein, auch wenn SLES bei der Installation Btrfs vorschlägt.

Wieso? Hauptsächlich, weil das klassische Setup problemlos funktioniert und ich die Features von Btrfs gar nicht brauche.

Aber auch, weil das administrieren der Volumes, Subvolumes und Quotas noch etwas umständlich ist und sich die Quotas mit den bestehenden Plugins nicht überwachen lassen. Ich müsste den Check anpassen, aber dafür finde ich einfach keine Zeit.


Solange Suse beide Möglichkeiten anbietet, ist aber alles gut.

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Von Jan2 am Fr, 25. August 2017 um 08:48 #

da wird wohl auch der Grund liegen.

Ich finde btrfs interessant, zfs wird bestimmt nicht umlizensiert.
Mir fällt aber auch die Geschicht mit Susi und ReiserFS ein. Susi hatte schon mal ein unglückliches Händchen und sollte sich ein Bespiel an Rotkäppchen nehmen.

Zuhause bin ich gern Betatester, aber wenn ich es wiklich, really, really produktiv einsetze dann muss es passen.

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    Von blubb am Fr, 25. August 2017 um 08:54 #

    Mir fällt aber auch die Geschicht mit Susi und ReiserFS ein.
    Daran musste ich neulich auch denken. Irgendwie bin ich skeptisch dabei, dass die der Hauptentwickler von btrfs sind.

    Aber es ist trotzdem etwas anders als bei ReiserFS.
    Damals war bei den meisten Firmen/Distributoren/Entwicklern doch recht klar der Fokus auf ext2, oder?
    Bei btrfs stehen schon einige Firmen dahinter, manche eben mehr, manche weniger.

    Für Desktopanwender wird der größte negative Aspekt sicherlich bleiben, dass die typischen Tools für die Anzeige des freien Speichers nicht immer zuverlässige Werte ausspucken.
    Wie ist das eigentlich bei zfs, ist das dort auch so ein Problem?
    Also jetzt nicht, was passiert wenn das FS voll läuft, sondern ob die Menge an freiem Speicher von den Systemtools korrekt ausgegeben wird.

    • 1
      Von devil am Fr, 25. August 2017 um 09:09 #

      Der Fehler soll laut Mason behoben sein, kann ich aber noch nicht verifizieren. Siehe: https://goo.gl/79je7b

      Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 25. Aug 2017 um 09:10.
      • 1
        Von blubb am Fr, 25. August 2017 um 09:31 #

        Ja, ich weiß, dass es noch spezifische Probleme bei vollem Dateisystem gab, aber das meinte ich gar nicht.

        Eher das hier:
        https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/FAQ#Why_is_free_space_so_complicated.3F

        • 1
          Von kamome umidori am Sa, 26. August 2017 um 19:58 #

          Wenn ZFS die gleichen Möglichkeiten bietet (RAID-Level pro Subvolume und pro Datei), dann muss es auch ähnliche Probleme haben, den noch freien Platz anzuzeigen. Man kann natürlich dennoch einen „korrekten“ Wert angeben, indem man immer den freien Platz in Byte angibt – unabhängig vom RAID-Level: Wenn Du also an einem Ort mit RAID-1 schreibst, verbrauchst Du 2 Byte/Byte, ohne RAID 1 Byte/Byte … bin mir aber nicht sicher, ob das die beste Lösung darstellt …

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      Von Jan2 am Fr, 25. August 2017 um 09:35 #

      Also ZFS unter Solaris läuft, aber das ist eine ganz andere Liga.

      zfs unter FreeBSD, OpenIndiana ist auch kein Problem.
      zfs in Linux einzubauen scheint technisch kein großes Problem zu sein, ich wollte schon mal mit zfs nativ unter Gentoo runspielen, bin aber noch nicht dazu gekommen.

      Brtfs hatte ich mal auf einem 32bit-3GB-Notblech, macht absolut keinen Sinn. Da kam einen neue Platte mit ext4 rein.

      Wenn ich größere Sachen mache, dann den Rothut-Weg mit xfs, macht aber nicht immer Spaß. ZFS bzw. btrfs ist technisch schon geil wie geschnitten Brot ;-)

      • 1
        Von blubb am Fr, 25. August 2017 um 09:48 #

        Also ZFS unter Solaris läuft, aber das ist eine ganz andere Liga.

        zfs unter FreeBSD, OpenIndiana ist auch kein Problem.
        zfs in Linux einzubauen scheint technisch kein großes Problem zu sein, ich wollte schon mal mit zfs nativ unter Gentoo runspielen, bin aber noch nicht dazu gekommen.

        gut. :)

        Meinte ich aber gar nicht, sondern mir ging es nur darum, ob es unter zfs auch als so schwierig angesehen wird den freien Speicher anzugeben.
        d.h. ist das ein generelles Problem bei Dateisystemen mit Features wie COW, Snapshots, De-Duplication, Compression etc.
        Oder ist das nur bei btrfs wegen des B-tree Ansatzes?

        • 1
          Von Jan2 am Fr, 25. August 2017 um 09:57 #

          Da Frage noch den Interna kann ich dir nicht beantworten, da solltest du die Developer-list besuchen. Ich setze es "nur" ein.

          Fakt ist: ZFS braucht um vernünftig zu arbeiten abgestimmte Hardware. Sprich auch Speicher mit EEC, und man darf beim RAM nicht geizig sein. Macht auch Sinn.

          Frag auf der Developer-Liste, die werden Dir das sagen können.

          • 1
            Von sonstwas am Fr, 25. August 2017 um 11:26 #

            "...und man darf beim RAM nicht geizig sein."

            Genau der Knackpunkt für eine schlanke private NAS die auch noch was anderes machen soll.
            Die vielfach genannte Daumenregel von 1 GB Ram pro TB HDD schlägt dann schon ganz gut zu.
            Wie sieht es denn im Vergleich zu anderen FS aus?

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              Von blablabla233 am So, 27. August 2017 um 11:11 #

              Die Daumenregel stimmt einfach nicht bzw ist kompletter Schwachsinn, es gibt keinen einzigen Grund weshalb ZFS nicht performant sein sollte mit einem ARC der gleichgross ist wie ein VFS-Cache mit z.b XFS, der EINZIGE unterschied ist ARC nimmt sich bis zu 2/3 vom RAM (kann aber ohne Probleme eingeschränkt werden) VFS ist da zurückhaltender. Man teste einfach selber in einer VM mit 512MB und wow ZFS ist vergleichbar mit allen anderen Filesystemen

              PS: Die Daumenregel kommt von iXSystems und die verkaufen HW ;-)

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          Von djaxa am Fr, 25. August 2017 um 21:19 #

          Ja, ZFS zeigt den Speicher richtig an. Zwar nicht mit df -h etc. aber z.B. mit zfs list oder aber über den gesamten Pool mit zpool list.

          Djaxa

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      Von Antiquities am Sa, 26. August 2017 um 08:28 #

      das reiserfs hat doch nichts damit zu tun, dass sich Hans Reiser zum Mörder entwickelte hat. reiserfs ist damit doch kein Mörderfs geworden.
      Diesem infantil-dümmlichen irrationalen Glauben haben wir es zu verdanken, dass das super FS reiserfs in der Versenkung verschwand.

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    Von Lydia am So, 27. August 2017 um 12:11 #

    Suse macht auch nicht mit SELinux da wird wohl auch der Grund liegen.

    Suse macht nichts mit der NSA, da wird wohl der Grund liegen:

    "SELinux was developed by the US National Security Agency (NSA), and since the beginning Red Hat has been heavily involved in its development. "

    Susi hat da ein unglückliches Händchen und sollte sich ein Bespiel an Rotkäppchen nehmen.

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Von YarYar am Fr, 25. August 2017 um 11:10 #

ZFS läuft stabil und ist ausgereift. Das ZFS standardmässig nicht mit dem kernel mitkommt, weil ZFS unter der CDDL Lizenz steht, tut der Sache keinen Abbruch. Jede Distribution hat ZFS Module im repository. Sie werden halt nur nicht automatisch installiert. So what?

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    Von schmidicom am Fr, 25. August 2017 um 14:09 #

    Allein der Zwang zu einem entsprechend komplexem initrd ist schon ein NoGo und dass das ZFS angeblich auch noch am VFS vorbei arbeitet macht es auch nicht gerade sympatischer.

    • 1
      Von anonymous am Fr, 25. August 2017 um 14:23 #

      Die "komplexe" initrd (die ja vollautomatisch gebaut wird) ist aber nur erforderlich, wenn Du ZFS als root-Dateisystem nutzen willst. Wir setzen ZFS bei Kunden seit Jahren ein, teilweise auch mit Deduplication. Das hat zwar zwischendurch mal Probleme gegeben, wenn man viel mit Snapshots gemacht hat (seit 0.6.5.9 gelöst). Aber nicht umsonst setzt z.B. Proxmox auf ZFS in ihrer eigenen Distribution. Es bietet einfach viele praktische Features und Erleichterungen gegenüber klassischen Dateisystemen+LVM. Und diese Hardwareanforderungen (1GB RAM pro 1TB) für optimale Performance sollten ja wohl niemanden abschrecken. Abgesehen davon läuft es auch mit deutlich weniger RAM - nur halt nicht ohne angepasste Parameter.

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      Von blablabla233 am So, 27. August 2017 um 11:16 #

      ZFS brauch schlichtweg kein VFS oder willst Du deine daten doppelt im cache haben? Einmal im ARC und nochmals im VFS???

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Von wurzel am So, 27. August 2017 um 13:09 #

Nach meinen bisherigen Erfahrung auf Desktop und Server ist btrfs für die root-Partion ein Segen. Zunächst musste bisschen geschraubt werden. Danach entschädigen insbesondere die Vorteile, die snapshots mit snapper bieten, sehr großzügig für die Probleme.

Die Probs waren waren für mich
- Prozesse, die dauerhaft die cores mit 100% auslasteten (was mit dem Abschalten der für / sowieso obsoleten quota-Funktion erledigt waren)
- sowie 1x ein zerlegtes Dateisystem durch Füllstand 100%. Dass ich da auf eine Warnung nicht reagierte kann ich kaum btrfs anlasten. Aber für sowas gibt es Datensicherung.

Die Schäden waren sehr überschaubar aber die Arbeitsentlastung war gewaltig. Die diverse Probleme, dich ich durch die automatischen Updates hatte, waren blitzartig mit rollback korrigiert.
Ok. Es wäre auch anders gegangen aber Zeit hat auch ihren Wert.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 27. Aug 2017 um 15:26.
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