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Di, 12. September 2017, 13:41

Software::Entwicklung

Freies Projekt CHAOSS gestartet: Die Gemeinschaft misst sich selbst

Auf dem Open Source Summit wurde das neue Projekt CHAOSS der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses freie Projekt soll die Entwicklung von Open-Source-Gemeinschaften analysieren und so zu einem besseren Verständnis der Vorgänge in diesen Gemeinschaften beitragen.

CHAOSS - chaoss.community

Bei CHAOSS (Community Health Analytics for Open Source) handelt es sich keineswegs um ein Projekt für das Gesundheitswesen. Wenn es dabei um Gesundheit geht, dann um diejenige der Gemeinschaft. Deren Zustand zu messen und in ihrer Entwicklung zu analysieren ist das Ziel von CHAOSS, das am 11. September auf dem Open Source Summit North America der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

CHAOSS ist ein weiteres Zusammenarbeitsprojekt der Linux Foundation. »Eine permanente Herausforderung für die Open-Source-Gemeinschaften und beteiligte Organisationen ist, objektiv die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gesundheit der Gemeinschaft zu verstehen«, schreiben die Initiatoren. »Die Leiter der Gemeinschaften, Open-Source-Stiftungen und Organisationen sind bemüht, gesunde und dauerhafte Gemeinschaften zu verstehen, verfügen aber über keine konsistenten und gemeinsamen Daten und Werkzeuge, um diese Herausforderungen einzuschätzen.« CHAOSS will Metriken entwickeln, um das Wachstum, die Reifung oder die Schrumpfung von Gemeinschaften besser zu erkennen. An dem Projekt beteiligen sich unter anderem Red Hat, Bitergia, die Eclipse Foundation, Mozilla und OpenStack.

Die Idee hinter CHAOSS ist nicht neu. So hatte schon 2012 der Red Hat-Vizepräsident Michael Cunningham die Entwicklung eines entsprechenden Werkzeugs angestoßen. Red Hat taufte dieses intern genutzte Projekt »Prospector«. Jetzt hat das Unternehmen den Quellcode von Prospector unter die freie Lizenz GPLv3 gestellt und an das CHAOSS-Projekt übergeben. Prospector sammelt automatisiert und kontinuierlich Daten aus öffentlichen Quellen, aus denen sich die Entwicklung von Open-Source-Projekten ablesen lässt. Es ermöglicht detaillierte Analysen von Projekten und einfache Vergleiche zwischen verschiedenen Projekten.

Ein weiterer Bestandteil von CHAOSS ist Cregit, ein Programm unter der GPLv3, das zur Analyse von Git-Repositorien dient. Es kann offenbar Fragen darüber beantworten, welche Autoren wieviele Beiträge und in welchen Zeiträumen geleistet haben. Ferner integriert CHAOSS das Projekt Grimoirelab von Bitergia, das eine ähnliche Zielsetzung wie Prospector besitzt und aus mehreren Komponenten besteht. Auch Grimoirelab unterliegt im Wesentlichen der GPLv3. Wie CHAOSS diese und weitere Projekte zusammenführt und weiter entwickelt, bleibt abzuwarten.

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