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Mi, 13. September 2017, 11:43

Software::Kernel

Linus Torvalds will Angreifer als Kernel-Entwickler

Wie einer Diskussion auf dem diesjährigen Open Source Summit in Los Angeles entnommen werden kann, wünscht sich Linus Torvalds, dass Angreifer, die Sicherheitslücken in Systemen ausnutzen, sich mehr der Entwicklung oder Pflege des Kernels widmen.

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Linux Foundation

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Das alltagssprachlich gebrauchte Wort »Hacker« hat gleich mehrere Bedeutungen und bezeichnet in eingeweihten Kreisen oftmals Menschen, die sich der Technologie verschrieben haben und spielend nicht selten die Grenzen der Technik ausloten. Im Allgemeinen wird Hacker allerdings mit Angreifern assoziiert, die Lücken und Systemen ausnutzen, in sie eindringen und nicht selten schadhafte Absichten hegen. Diesen Personenkreis will nun der Linux-Erfinder und Kernel-Hauptentwickler Linus Torvalds für sich gewinnen.

Wie Torvalds im Rahmen einer Diskussion [Video] auf dem diesjährigen Open Source Summit in Los Angeles sagte, wünsche er sich, dass mehr »Hacker« sich der Entwicklung des Kernels widmen. Denn »das Konzept der absoluten Sicherheit existiert nicht«, so Torvalds im Gespräch mit dem Linux Foundation Executive Director Jim Zemlin. »Auch wenn wir eine perfekte Arbeit abliefern – und wir versuchen es immer – seien wird ehrlich, Fehler wird es immer geben«, so der Entwickler weiter. Der Kernel selbst biete deshalb gleich mehrere Vorrichtungen, die die Sicherheit des Systems erhöhen, einer Analyse dienen oder Sicherheitslücken zu erkennen helfen. Doch auch diese Mechanismen sind nicht in der Lage, für eine absolute Sicherheit zu sorgen.

Die Sicherheit erhöhen könnte allerdings der Personenkreis, der diese eigentlich unterminiere – Angreifer bzw. »Hacker«. »Das sind intelligente Leute, die böse Dinge tun«, so Torvalds weiter. »Ich wünschte, sie wären auf unserer Seite und würden uns helfen«. Dem entsprechend würde sich Torvalds wünschen, dass mehr Leute sich der Kernelentwicklung widmen, bevor sie womöglich auf die »dunkle Seite« abwandern und für Angriffe auf Linux sorgen. »Das würde die Sicherheit erhöhen«, fügte Torvalds hinzu.

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