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Mi, 20. September 2017, 15:47

Hardware::Systeme

Oracle stellt SPARC M8-Prozessor vor

Trotz Entlassungen in den Bereichen SPARC und Solaris hat Oracle jetzt eine neue Generation des SPARC-Prozessors vollendet. Im Vergleich zu SPARC M7 hat der SPARC M8 nochmals an Geschwindigkeit zugelegt.

Sun und Oracle Logos

oracle.com

Sun und Oracle Logos

Vor zwei Jahren hatte Oracle den SPARC M7 präsentiert, einen Prozessor mit 32 SPARC V9-Kernen (jeweils 64 Bit), von denen jeder bis zu acht Threads ausführen kann. Noch vor wenigen Tagen überraschte Oracle mit der Entlassung zahlreicher Entwickler in den Bereichen SPARC und Solaris, die die Frage aufwarf, ob das Ende der SPARC-Architektur bei Oracle kommt. Doch Oracle hatte bereits vorher die Unterstützung für SPARC und Solaris bis 2030 versprochen und verlängert dies nun mit der Vorstellung des SPARC M8 als neueste Generation der Architektur um weitere vier Jahre. Zusammen mit diversen Servern mit einem bis acht Prozessoren sowie dem auf SPARC optimiertem Betriebssystem Solaris und der auf SPARC optimierten Oracle-Datenbank hat der Hersteller seine Produktlinie damit aufs Neue in der Leistung gesteigert. Diese Leistung hat freilich ihren Preis, genaue Beträge sind nur auf Anfrage verfügbar.

Schon der M7 konnte mit beeindruckenden 32 Kernen auf einem Chip aufwarten, von denen jeder acht Threads gleichzeitig ausführen kann (Hyperthreading) und diverse Koprozessoren zur Seite gestellt bekam. So gibt es einen Hardware-Speicherschutz, einen Verschlüsselungs-Koprozessor pro Kern und Koprozessoren zur beschleunigten Verarbeitung von SQL-Abfragen (Data Analysys Accelerator, DAX).

Der SPARC M8 behält die Anzahl von Kernen und Threads von M7 bei, erhöht aber die Taktfrequenz auf 5,0 GHz und bringt eine Reihe von weiteren Leistungssteigerungen. Diese sollen bei 30 bis 40 Prozent gegenüber dem M7 liegen. Der L3-Cache beträgt 64 MB, der angeschlossene Speicher, der schon im kleinsten Server-Modell bis zu 1 TB betragen kann, ist mit DDR4-RAM realisiert. Äußerlich blieb der M8 (Spezifikationen) dem M7 ähnlich, die Leistungssteigerung wurde durch die höhere Taktfrequenz und Architektur-Verbesserungen erzielt.

Oracle kam mit dem Kauf von Sun an die SPARC-Architektur und Solaris. Der neue Prozessor erscheint genau rechtzeitig zum 30-jährigen Bestehen von SPARC. Heute existieren neben der 32-bittigen SPARC V8-Architektur zwei hauptsächliche Linien der 64-bittigen SPARC V9-Architektur, die schon 1995 definiert wurde. Die eine Linie ist die von Sun, die über den UltraSPARC T1/T2, die bis heute einzigen 64-Bit-Prozessoren mit offenen Spezifikationen sind, bis zum SPARC M8. Die andere Linie stammt von Fujitsu, das aktuell den SPARC XII vorgestellt hat. Mit maximal 12 Kernen und 4,25 GHz wird er allerdings vom SPARC M8 deutlich überboten. Mehr zur Historie der SPARC-Architektur ist dem Beitrag zum 25-jährigen Bestehen von SPARC zu entnehmen.

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