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Mo, 25. September 2017, 10:47

Gemeinschaft::Lizenzen

Facebook lenkt ein beim Lizenzdisput

Facebook relizenziert die Open-Source-Projekte React, Jest, Flow und Immutable.js unter der MIT-Lizenz. Vorausgegangen war ein Streit wegen Facebooks BSD-Lizenz mit angehängter Patentklausel.

Facebook hat, wie Adam Wolff, der technische Direktor des Unternehmens jetzt in einer Stellungnahme bekannt gab, die Open-Source-Projekte React, Jest, Flow und Immutable.js unter eine MIT-Lizenz gestellt. Damit wolle man verhindern, dass Projekte, die diese Software, vor allem das beliebte React.js, verwenden, aus nicht-technischen Gründen behindert werden.

Die Unstimmigkeiten um die von Facebook zuvor verwendete BSD+Patents-Lizenz begann im Juli, als Chris Mattmann, der Direktor für Rechtsbelange bei der Apache Software Foundation (ASF), erklärte, Anwender von Software, die Facebooks BSD+Patents-Lizenz verwenden, sollten sich innerhalb von sechs Wochen Ersatz suchen, da die ASF diese Lizenz dann in die Apache-eigene Kategorie Cat-X einstufen werde, die Lizenzen auflistet, die nicht in Apache-Projekten verwendet werden dürfen.

Die Probleme liegen in der Patentklausel begründet, die Facebook an die BSD-Lizenz angehängt hat. Die Klausel besagt laut ASF, dass Lizenznehmer, die Facebook verklagen, sofort das Recht auf die Nutzung der Patentklausel der Lizenz verlieren. Gleiches geschieht, wenn ein Nutzer einen anderen Nutzer der Lizenz verklagt. Facebook hatte bereits Ende letzten Jahres dieser Auslegung von anderer Seite widersprochen.

Im August hatte Wolff nach gescheiterten Gesprächen mit der ASF die von vielen Entwicklern an das Unternehmen herangetragene Bitte um eine Relizenzierung abgelehnt und erklärt, das Unternehmen verfolge mit seiner Lizenz einen Mittelweg, um zwar weiterhin an der Open-Source-Gemeinschaft teilhaben zu können, gleichzeitig aber die Unternehmensinteressen zu wahren.

Jetzt hat Facebook eingelenkt und die Projekte React, Jest, Flow und Immutable.js unter die MIT-Lizenz gestellt. Dies sei geschehen, um der Enttäuschung und Verunsicherung der Gemeinschaft in den vergangenen Wochen Einhalt zu gebieten. Weitere Open-Source-Projekte des Unternehmens bleiben vorerst unter der BSD+Patents-Lizenz. Hier werde geprüft, ob es andere Möglichkeiten gibt, aber jedes Projekt sei anders und bedürfe der genauen Überprüfung, so Wolff.

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