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Do, 5. Oktober 2017, 09:33

Gemeinschaft::Organisationen

Mozilla vergibt weitere 539.000 US-Dollar für Open-Source-Projekte

Mozilla hat im Rahmen des Mozilla Open Source Support-Programms weitere 539.000 US-Dollar an insgesamt fünf Projekte vergeben. Ushahidi, webpack, RiseUp, Phaser und mod_md sollen von den Zuwendungen profitieren. Außerdem liegen neue Berichte über den Erfolg der bisherigen Förderungen vor.

Mozilla

Nach wie vor ruft Mozilla Projekte, die Fördergelder erhalten wollen, zu Bewerbungen auf. Bewerben konnten sich alle Projekte, die in irgendeiner Weise die Ziele von Mozilla mit umzusetzen helfen. Das Geld kommt von dem Förderprogramm für freie Projekte (Mozilla Open Source Support, MOSS), das Mozilla Ende Oktober 2015 angekündigt hatte. Dieses Programm stellt eine Erweiterung des schon seit Jahren bestehenden Förderprogramms dar, mit dem Mozilla einige der vielen freien Projekte unterstützen will, von denen es stark abhängt.

Das Mozilla Open Source Support Program (MOSS) ist vor allem für diejenigen Projekte vorgesehen, die durch ihre Software indirekt zu Mozilla-Software beitragen, indem sie grundlegende Funktionalität bereitstellen, oder die zur »Gesundheit des Web« insgesamt beitragen. Bei der ersten Art von Projekten ist die Förderung durch Mozilla daher ein Zurückgeben, bei der zweiten Kategorie handelt es sich um eine Förderung zur Stärkung der Gemeinschaft. Eine dritte Kategorie von Projekten sind diejenigen, die sich um die Sicherheit freier Software bemühen.

Ein halbes Jahr nach der letzten Förderungsrunde hat Mozilla nun die Förderung weiterer Projekte bekanntgegeben. Der größte Betrag, 194.000 US-Dollar, ging an Ushahidi, ein freies Programm für Crowdsourcing, mit dem sich Berichte sammeln, visualisieren und beobachten lassen. Es ist von besonderem Interesse für Nutzer in politisch instabilen Regionen oder von Regimes Verfolgte. Mit dem Geld soll es einfacher gemacht werden, Berichte auf sichere Weise einzureichen, und es soll dokumentiert werden, wie man Ushahidi zum Einsatz bringt, ohne die Betreiber des Systems zu gefährden.

Die weiteren unterstützten Projekte sind der JavaScript-Modullader webpack, das mit 125.000 USD das WebAssembly-Format besser unterstützen soll, die Aktivisten-Plattform RiseUp, die mit 100.000 USD die Sicherheit ihres E-Mail-Dienstes verbessern soll, die HTML-Spiele-Engine Phaser, die mit 50.000 USD die Entwicklung von Version 3 abschließen soll, und das Apache-Modul für ACME mod_md, das mit 70.000 USD den Einsatz von Let's Encrypt-Zertifikaten auf Webseiten einfacher machen soll.

Neu ist die Initiative »Global Mission Partners: India«, die nach förderungswürdigen Programmen in Indien sucht. Ein Dutzend Kandidaten haben in der ersten Runde Förderungen beantragt, die jetzt begutachtet werden. Erfolgsmeldungen gibt es vom Tor-Projekt, das bessere Metriken implementiert hat und einen Blog-Betrag sowie einen Abschlussbericht (PDF) verfasst hat. Das DHCP-Server-Projekt Kea konnte sein Konfigurations-API komplettieren, und ReadTheDocs hat das Python-Dokumentations-Ökosystem signifikant verbessert.

Im Rahmen des MOSS-Programms hat Mozilla auch Sicherheitsüberprüfungen mehrerer freier Projekte unterstützt. Zwei weitere Audits konnten jetzt abgeschlossen werden. Dabei wurden im XML-Parser expat sieben Lücken gefunden, davon vier von mittlerer und drei von geringer Bedeutung. Im eingebetteten HTTP-Server GNU libmicrohttpd wurden nur eine mittlere und zwei geringfügige Lücken entdeckt. Außerdem führte Mozilla einen Audit von Chrony durch, der von der Core Infrastructure Initiative bezahlt wurde und einen Vergleich der freien NTP-Implementationen ermöglichte.

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